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Länderbahn
Forum 1/01
Inhaltsverzeichnis:
1. Kurz
belichtet: Das Länderbahn Forum nur noch auf dem Internet
2. Messetelegramm
3. Württemberg
und Märklin: Rückfall in schlechte Gewohnheiten?
4. Die italienische Cab
forward 670 FS
5. LBF-Lötworkshop
6. DAS
HISTORISCHE LÄNDERBAHNFOTO - TRAU, SCHAU, WEM, Teil 2
7. FRAGEZEICHEN
8. Neuer Link
6. Neulich bei den Bausätzen
7. Styroporsäge selbst
gebaut
7. Für Sie gelesen

Zuerst einmal eine grosse Entschuldigung für die verspätete Versendung dieser Ausgabe
des Länderbahn Forum. Ich wollte es unbedingt vor Ostern verschicken, aber dann hat mich
eine schwere Grippe erwischt - und damit platzte der Termin. Ich hoffe dennoch dass Sie
sich mit diesem Heft auch nach Ostern noch Vergnügen können.
Meine Einführung ist heute etwas kürzer als gewohnt, dies hat u.a. auch damit zu tun,
dass ich auf Seite 3 einiges über die Zukunft des LBF erläutert habe und dann wollte ich
nicht noch mehr hierzu sagen..
Dass es dieses Jahr auch keine Messe Special gibt, hat einerseits mit der mangelhaften
Anlieferung von Bild- unf Informationsmat-erial von den Herstellern zu tun, andererseits
mit der aktuellen Berichtgebung über Länderbahn- Neuheiten auf meiner Homepage. Die
grosse Anzahl Besucher hat mich zu dem Entschluss gebracht dass eine Papierausgabe wohl
nicht mehr nötig ist. Um den nicht mit Internetanschluss ausgerüsteten Lesern dennoch
eine Übersicht über Messeneuheiten 2001 zu geben, finden Sie im vorliegenden Heft aber
auch die Informationen welche auf meiner Homepage zu finden sind. Ich hoffe, Sie entdecken
noch einiges an interessanten Neuheiten.
Meine erste Reaktion auf Nürnberg war Enttäuschung. Inwischen habe ich aber viele neue
und interessante Produkte gesehen, die mein Interesse gefunden haben. Meine persönlichen
Favoriten aus den diesjährigen Neuheiten sind:
Lok: Micro Pt 2/5 H
Wagen: die kurzen Bierwagen und Lokalbahnwagen von Bavaria
Zubehör: die Schienenbiege-maschine von MZZ
Digital: der neue Fahrzeug-dekoder MX62 von Zimo
Hersteller: Brawa, die nun konsequent die Württemberg-Linie mit weiteren
Länderbahnmodellen ausweiten!
Dies ist halt meine persönliche Meinung, die sehr bayerisch geprägt ist. Wie
steht es bei Ihnen? Hat Ihnen die Messe gebracht was Sie sich gewünscht haben? Wir
können gerne Ihre Reaktionen in der nächsten Ausgabe abdrucken, also melden Sie sich
doch.
Anfang Mai 2001 werden die Länderbahn-Modulbauer sich in Soest treffen um die
angefangenen LBF-Module nun mit einer Traumlandschaft a la Paul Hartman aus zu statten.
Für mich ist dies ebenfalls einer der Höhepunkte dieses Jahres. In wenigen Wochen werde
ich ein erstes fertiges LBF-Modul haben. Ich habe mich in den letzten Monaten intensiv mit
dem Modulbau beschäftigt und freue mich bereits auf das Resultat. Fotos der neuen
LBF-Module gibts dann in der Juni-Ausgabe, die wirklich Ende Juni erscheinen soll,
versprochen ist versprochen!
Mit freundlichen Grüßen aus Utrecht,

Kurz belichtet: Ab 2002 das Länderbahn Forum
nur noch per Internet?
Seit einigen Monaten ist eine stark steigende Benutzerzahl auf meiner Homepage
Länderbahn Forum auf dem Internet zu vermelden. Dies ist insbesondere
erfreulich - zumindest für die Internetbenutzer und für mich - da ich erwäge um zum
Jahresende 2001 ganz auf eine Informationszulieferung per Internet um zu schalten.
Bevor ich diesen erwägten Schritt näher erläutern möchte, vorab die positiven Aspekte
für die Benutzer:
1. Beiträge könnten innerhalb kürzester Zeit erscheinen und Ihnen zur Verfügung
stehen;
2. Fragen könnten direkt gestellt und beantwortet werden;
3. Kauf- bzw. Suchangebote wären ebenfalls direkt verfügbar;
4. Neuankündigungen und Veranstaltungen können direkt durchgegeben werden:
5. Gratis Zugang zu redaktionellen Teilen, während Serviceangebote (eventuell) gegen
geringe Jahresgebühren (Kostenanteil für Webpagekosten) erfügbar blieben für
Abonnenten
Für mich persönlich würde der Druck verschwinden um jedes Quartal eine komplette
Ausgabe auf die Beine zu stellen, zu vervielfältigen, ein zu packen und versenden zu
müssen. Ich könnte kurzfristiger reagieren und der redaktionelle Teil würde sich auf
viele Momente verteilen. Oder einfacher ausgedrückt - mehr zeitiger Service für Sie ohne
Freizeitstress für mich! Natürlich ist dies hierbei durchaus auch ein egoistischer
Gedanke mit im Spiel, aber nach 5 Jahren LBF möchte ich nicht vor die Situation gestellt
werden, dass ich völlig aufhören müsste.
Jetzt ist die Frage an Sie: Wer von Ihnen verfügt über einen Internetanschluss und
könnte deshalb von dieser neuen Darstellungsform Nutzen ziehen - und wer nicht. Um dies
effizient zu gestalten möchte ich alle diejenigen, welche über keinen Internetanschluss
verfügen und dennoch das Länderbahn Forum erhalten möchten um eine kurze schriftliche
Mitteilung bitten. Aufgrund der eingegangenen Reaktionen werde ich dann im Laufe der
nächsten Monate meine Position überdenken und dann zum Herbst meine definitive
Entscheidung mitteilen. Eine Nichtreaktion werde ich jedenfalls als Votum für das
Internet werten.
Wichtig sind natürlich Alternativen. Diejenigen unter Ihnen, die über keinen
Internetanschluss besitzen oder diesen nicht planen, möchte ich einladen um zusammen mit
mir über eine neue Lieferform nach zu denken. Ich möchte sicher keinen der langjährigen
Abonnenten vom LBF ausschliessen, deshalb ist mir Ihre Meinung sehr wichtig. Ich habe mir
in den letzten beiden Jahren den Kopf schon häufiger hierüber zerbrochen ohne dass dabei
das Ei des Kolumbus heraus kam. Aber viele schlaue Köpfe finden sicher neue Ansätze und
Lösungen.
Wie auch immer die letzendliche Entscheidung aussehen wird, eines ist sicher: auch in
Zukunft wird es das Länderbahn Forum von mir geben. das Interesse unter bestehenden und
neuen Lesern ist nach wie vor gross und ich will meinen Beitrag zum weiteren Gedeihen
unseres interessanten Nischen-
thema sicher auch in der Zukunft geben.
Jetzt ist es an Ihnen um zu entscheiden! Ihre Meinung können Sie gerne per email abgeben

Württemberg und
Märklin: Rückfall in schlechte Gewohnheiten
von Herrn Hans-Erhard Lessing, Mannheim
Nachdem in H0 der »Württemberger Zug von 1859« von Märklin/Trix im letzten Jahr gut
gepunktet hatte (Länderbahn- Forum 1/00), sorgte Märklin mit seinen Ankündigungen in
Nürnberg wieder mal für eine kalte Dusche. Man nimmt wie gehabt vorhandene Modelle
anderer Bahnverwaltungen und Fabriken, beschriftet sie auf württembergisch und gibt sie
als Modelle der KWStE. aus:
42128 Gepäckwagen (oder Trix 23317)
Der bisher schon lieferbare DRG-Schnellzug-Gepäckwagen wird beschriftet, als ob es sich
um einen Gep der KWStE handele. Abgesehen davon, daß laut Herrn Spielhoff die KWStE keine
solchen Wagen der DRG-Bauart erworben hatte, ist der Gep der KWStE 1.70 m kürzer und hat
ua. gleichgroße, quadratische Fenster.
48282 Bierkühlwagen
Ein Vorbildfoto des Werbeaufdrucks Brauerei zum Waldhorn Plochingen" ist nicht
bekannt.
H0-Museumswagen 2001
Angeblich ein Flachwagen mit Bremserhaus der KWStE beladen mit einer Presse der Fa.
Schuler in Göppingen (Vorbildfoto nicht bekannt). Tatsächlich handelt es sich aber um
den bisher schon lieferbaren SSml der KBayStsB, bloß umbeschriftet, der aber 1 Meter bzw.
3 Meter länger ist als die Flachwagen der KWStE (siehe unten Aufrisse aus dem
Wagenverzeichnis). Zudem sieht das Bremserhaus anders aus.
Letztjähriger Lichtblick: Lange Gedeckte Güterwagen HS mit Bremserhaus aus
Packung 45101 Güterwagen-Set »Geislinger Steige«
Diese für die KWStE charakteristischen Güterwagen mit den abgerundeten Lüftungsgittern
gab es in einer kurzen Bauform H und einer langen, HS. Märklin hat die Langform als
Formneuheit herausgebracht, die es schon bei Bilger, Rottweil, gab. Die Packung enthält
ein braunes und ein grünes Exemplar. Die Packung 45101 steht gegenwärtig zur
Lagerrräumung an und ist nicht zu verwechseln mit 45102 »Geislinger Steige«, die die
Wagen HS nicht enthält. Eine Trix-Variante für Gleichstrom gab es nicht; man muß die
Radsätze austauschen. Die Formneuheit HS wird wohl bald auch einzeln im Katalog
auftauchen.

Die
italienische Cab Forward: 670 FS
von Fabio Peluso and Carmine Esposito
Das erste Modell dieser Lokomotive, welche als Klasse 3701 RA eingeteilt wurde, wurde
durch die Ufficio Studi Rete Adriatica aus Florenz gebaut und im Jahr 1900 ausgeliefert.
Die Lok wurde von einem vierzylinderigen Verbundmotor angetrieben, hatte aber eine eigene
Architektur. Die Rauchkammer wurde zwischen den vorderen Drehgestellen positioniert, während
der Kessel dagegen in seiner Position umgedreht wurde. Im Vegleich mit einer
"normalen" Lokomotive schien es, daß diese Lok immer im Rückwärtsgang lief.
Es war also die italienische Version einer "Cab Forward". Die Lok erhielt den
Spitznamen "die Kuh", im Italienischen " Mucca", um diesen
ungebräuchlichen Aspekt zu verdeutlichen. Die Position der Kabine im vorderen Teil der
Lok hatte einige besondere Vorteile für die Besatzung. So war die Sicht ausgezeichnet,
insebesondere in Tunneleinfahrten, wodurch kein Rauch und Abgase in die Kabine eindrangen.
Die erste Lok dieses Typs wurde offiziell anlässlich der Weltausstellung in Paris 1900
vorgestellt und erhielt viel Andacht von achkundigen Publikum gerade wegen der vielen
technischen Besonderheiten welche benötigt wurden um diese technische Lösung zu
erfüllen. Neben der eigensinnigen Estethik fiel vor allem auch die seltsame Benutzung des
Verbundantriebs auf: die beiden Hochdruckzylinder, einer an der Innenseite der Räder, der
andere an der Außenseite, waren beide an der rechten Seite der Lok positioniert, während
die beiden Niederdruckzylinder auf der linken Seite lagen. Dies führte zu einem
asymetrischen Aussehen, wobei diese eigentlich unlogische Lösung zu keinen unerwarteten
Antriebsproblemen führte, da die Zylindermasse im hinteren Teil der Lok positioniert
waren. Dank sei dieser speziellen Lösung waren auch nur zwei Übertragungsmechanismen
für den gesamten Motor nötig. Um dies zu erreichen wurde es notwendig daß die Eingangs-
und Ausgangsphasen der beiden Zylinder, welche der gleichen Gruppe angehörten, simultan
ausgeführt wurden, wodurch die Verbindungs in einem Winkel von 180° zueinander
ausgeführt wurden. Da die Kolben der beiden Zylinder, welche zur selben Antriebsgruppe
gehörten, an den gegenüberliegenden Endlager saßen, wurde der Dampf jeweils an einen
der vorderen und einen hinteren Zylinder zugeführt. Um dies zu erzielen mußten spezielle
Dampfrohre konstruiert werden, mit gekreuzten Kanälen.
Wie bereits erwähnt, wurde die 3701 RA im Jahr 1900 in der Expo in Paris vorgestellt.
Dies geschah direkt nach der Vollendung der Lok, wodurch keine Möglichkeit zu Testfahrten
bestand. Aufgrund des grosssen Erfolgs der Lok, erlaubte die "Compagnie de
l'Ouest" den Testbetrieb der Lok unter Verwendung ihres dynamometrischen Wagens auf
Ihrem eigenen Streckennetzes. Vom Dezember 1900 bis zum Januar 1901 fuhr die 3701 die
Strecken Paris-Le Mans, Paris-Evreux, Paris-Rouen, wobei exzellente Resultate erzielt
wurden, was auch seinen Wiederhall in der französischen Presse fand.
Die französische PLM lieh ihren dynamometrischen Testwagen an die italienische
Eisenbahngesellschaft, damit Tests auf der Strecke Chiusi-Firenze ausgeführrt werden
konnten. Nachdem die Tests auf der Strecke Montevarchi-Laterina, welche Steigungen von
11mm pro Meter aufwies, ebenfalls erfolgreich verlaufen waren, kaufte die RA 16 dieser
Maschienen an. Die Loks dieser Baureihe unterschieden sich in Aussehen und der Technik vom
Prototypen. Bei den technischen Veränderungen war die Vergrößerung des Durchmessers des
Niederdruckzylinders gegenüber der Reduzierung desselben bei den Hochdruckzylindern die
wichtigste Neuerung. Außerdem wurden diese Lokomtiven mit unterschiedlichen Steuerungen
der zwei Distributionsniveaus (Hochdruck und Niederdruck) ausgeführt. Insgesamt wurden 43
dieser Maschinen gebaut, welche später als Baureihe 690 bei der FS eingestellt wurden.
Später veränderte die Einreihung in 670 (mit den Nummern 6701 bis 6743). Die letzten
Loks dieser Baureihe wurden nach 1905 eingestellt und hatten verschiedene optische
Veränderungen gegenüber der Ursprungsausführung.
Teile der Originalen 670 wurde später in 1919 und 1930 umgebaut in die Reihe 671 FS;
diese Veränderungen hatten insbesondere mit der Rauchkammer und der Benutzung des
Schmidtschen Vorheizers zu tun (technische Details hierzu finden Sie unter (*)]. Auch
wurde die Wasser- und Kohleaufnahme erweitert.
Im Jahr 1936 wurde die Lok 671.030 umgebaut und ein Franco-Crosti Vorheizer eingebaut,
wodurch die Maschine 672.001 entstand, welche jedoch ein Einzelmodell in dieser Reihe
blieb. Die Vorheizer dieser Maschine wurden am Tender statt an der Lok selbst angebracht.
Daneben wurde die gesamte Aerodynamik der Lok neu gestaltet.
Lokomotiven der Gattung 670 und 671 FS (ex Rete Adriatica)
FS Betriebsnummer
6901-6943
später
6701-6743
670.001-670.043
und
671.002-671.041 (*)
672.001
(**)
Baujahr
1900-1906
(*)
1919-1930
(**)
1936
Stück
43
(*)
29
(**)
1
Bauart
2'Cn4
(*)(**)
2'Ch4
Zylinder (Verbund)
2+2
Steuerung
Walshaerts
Lokgewicht (kg)
69.000
(*)
73.500
(*)
76.000
Reibungsgewicht (kg)
43.000
(*)
46.200
(**)
50.000
Kesselüberdruck (bar)
14
(**)
16
Leistung (HP)
870
(*)(**)
1.000
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 110
Treib-Kuppelraddurchmesser (mm)
1.920
Laufraddurchmesser vorne (mm)
1.095
LüP (mm)
24.930
Naßdampf-Verbund
3achsig Tender Wasservorrat (l)
20.000
Kohle wurde am Lokomotive
Hersteller: Officine Sociali (RA) of Porta al Prato (Firenze) - Borsig (Berlin) - Ernesto
Breda (Milano)

LBF-Lötworkshop
Am Wochenende des 9./10. Juni 2001 wird wieder einen Lötworkshop des
Länderbahn Forum in Karlsruhe statt finden. Inzwischen haben sich schon eine ganze Reihe
von Interessenten verbindlich angemeldet, aber es besteht noch die Möglichkeit um sich
hierfür an zu melden (Notfalls Einschreibung in eine Warteliste)
Als Modell wollen wir uns voraussichtlich mit den neuen kurzachsigen Bierwagen von Bavaria
beschäftigen. Eine definitive Lieferzusage muss zwar noch abgesprochen werden, aber ich
bin zuversichtlich das es klappen wird. Der Doppelbausatz wird vermutlich um die DM 200,-
kosten, näheres hierzu folgt noch.
Bitte reagieren Sie umgehend bei Interesse zur Teilnahme!
Eine weitere Vorankündigung: Lackierworkshop im Herbst
2001.
Bei entsprechender Nachfrage (auch hier ist das Interesse bisher gross) würden wir im
Herbst auch einen workshop zum Thema lackieren organisieren. Dies ist aber aus
logistischen Gründen nur in einem anderen Format möglich, da wir keine 10 Arbeitsplätze
einrichten können. Andererseits geht es darum, dass jeder Teilnehmer am Ende die
Techniken des Lackieren und aller damit relatierten Tätigkeiten kennt und selbst aus
führen kann. Bitte lassen Sie es uns wissen ob Sie an einem solchen workshop Interesse
haben und nennen Sie uns einige Termine die für Sie möglich wären.

DAS HISTORISCHE LÄNDERBAHNFOTO - TRAU, SCHAU, WEM?
Teil 2, von Rainer Spohr
Da mutet der bayr. Zug im Marggraff Buch schon ganz modern dagegen an mit seiner
durchgehenden Seilzugbremse! Auch verwechselt der Herr Maedel die Bremskurbel auf dem Dach
neben dem Bremsersitz und die "Bremshebel". Denn diese hier auf dem Griebl-Foto
erkennbaren 'Stangen' tragen oben Umlenkrollen für die Exter'sche Seilzugbremse. Beim
Abbremsen des Zuges drehte der Bremser das sich neben seinem Sitz befindliche Handrad.Dies
besaß eine Spindel, die das über die an der Bremsstange befestigte Rolle derart 'ein
holte'; daß diese Stange über Gelenke die Räder abbremste. Dieses System konnte per
Verlängerungsseile über den gesamten Zug gespannt und von einem Bremsersitz aus bedient
werden. Maedels Aussage stimmt also nicht ganz: "..die Bremskurbel oder den langen
Bremshebel.." ist unrichtig. Wenn die Bk bedient wird, muß durch Seilverkürzung der
Bh sich mit- bewegen!
FOTO E
(1)- BAYERN REPORT, Band Nr.4, Eisenbahn JOURNAL Archiv
(2)- Ludwig v. Welser
(3)- Seite 57, Bilder 92 und 93
(4)- "Bild 92:Ausschnitt aus Bild 93"
"Bild 93:... B V MAISACH im Juni 1860 mit zwei Torfmunitionswagen und Personenzug auf
der Wertach- brücke in Augsburg. Abb.: Sammlung Dr.Scheingraber
(5)- Bild 93 zeigt in der Größe 190 x 59mm den Zug wie im Marggraff Buch, mit dem
Unterschied, daß eine Art Riß von oben nach unten durch das Bild bei Wagen 4 läuft
-Entwicklunsfehler oder gebrochen Glasnegativ? Ansich ist das ganze Bild 93 eine miserable
Wiedergabe.
Der Ausschnitt aus Bild 92 bei Bild 92 im Eisenbahn JOURNAL ist zwar 125 x 52 mm groß,
aber nicht viel besser. Der Name MAISACH Ist nur mühsam zu entziffern, die vierköpfige
Lokmannschaft im 'Scherenschnittformat' zu erkennen, der erste Wagen, einer der zwei TMW,
ist angeschnitten. Festzuhalten bleibt, daß hier zwar auch wieder der Foto graf nicht
genannt wird, der das wertvolle historische Dokument geschaffen hat - man überlege nur
einmal den Aufwand: es mußte schönes Wetter sein, der Zug mußte an der richtigen Stelle
halten, die Leute in Pose sich aufstellen, die Kamera auf dem Stativ stehen, die Glas-
platten bereit liegen, und - ja, wie war es dem Fotografen möglich, sich verständlich zu
machen auf die Entfernung ( für Korrekturen, usw)?
Kurios auch, daß der Ausschnitt aus Foto 93 zu einer ganz anderen Sammlung gehört,
nämlich zur Sammlung Asmus, nicht Dr. Scheingraber. Was soll man von so etwas halten?
Wichtig ist aber für uns Länderbahnfreunde die Jahresangabe. ( Aber auch hier ist
Vorsicht angebracht). So kann man nun den Fahrplan von 1860 hervorholen und den Zug
bestimmen. Ob es klappt? Siehe auch Bemerkungen (5) zu FOTO A.
Warum ist Vorsicht bei 1860 angebracht? Nun, der Umbau der Wertachbrücke in eine
steinerne Brücke geschah Ende der 50er Jahre. Das kann man finden. Zurück zu obigem Foto
93: die fertige Steinbrücke über die Wertach wird hier gezeigt und datiert auf 1860. Im
selben Heft (!) auf Seite 37, Foto 57 wird ein ähnlicher Zug gezeigt im Jahre "...um
1865.." (!) wo die Steinbrücke über die Wertach noch unvollendet ist, und der Zug
"..auf der im Umbau befindlichen Wertachbrücke.." sich befindet. Es Ist aber
eine Behelfsbrücke über die der Zug führt, die Baustelle der Wertachbrücke ist hinter
der Behelfsbrücke sichtbar! Und nun? ist diese Steinbrücke Ende der 50er und Mitte der
60er Jahre zweimal umgebaut worden?
Es wird noch interessanter. Im Eisenbahn JOURNAL Archiv Nr. 2, auf den Seiten 74-75 ist
ein Foto aus der Sammlung Asmus zu sehen, das genau diesen Zug in seiner gesamten Länge
wiedergibt, auf der Behelfsbrücke, ohne die Lok KUFSTEIN, eine A V zu nennen, auch
den TMW nicht, und schon gar nicht,
daß die KUFSTEIN die Kirchweger'sche Kondensation besitzt. Zitat: Bild 191: Im
Sommer 1859 entstand dieses großartige Foto von der hölzernen Behelfsbrücke über die
Wertach bei Augsburg, über die während des Baus der steinernen Bogenbrücke die Züge
nach Ulm und Donauwörth fahren mußten..."
Nimmt man das für voll, wurde von 1859 bis mindestens 1865 an der steinernen Brücke
gebaut. Und nach 7 ( sieben !) Jahren ist es dem Fotografen gelungen, genau denselben Zug
nochmal mit den selben Leuten in genau derselben Pose wieder zu fotografieren - wohl ein
Unding. also stimmen auch hier die Jahresangaben nicht...
Kommentar:
Wer sicher gehen will, daß ein Foto aus dem Zeitraum 1850-1900 ein unverfälschtes
Original darstellt ( als Kopie ) der sollte darauf achten, daß erstens der Fotograf
genannt wird, zweitens der Aufnahmeort und das -jahr, dann der Zug bestimmt Ist. Wenn dann
noch das Lokschild mit Namen oder Nummer lesbar ist, umso besser. Kann man auch die
Wagenklassen erkennen, noch besser. ist Sonne und Schattenwurf da? Dann kann man ( in
etwa) die Tageszeit herausfinden, und so gar den Lauf des Zuges und seine Zeiten.
Vorsicht also bei Fotos, die die oben genannten Angaben nicht haben. Das kann viele
Gründe haben, die uns aber nicht zu interessieren haben in der heutigen Abhandlung. Es
ist mühsam, in vielen Quellen zu suchen, aber es lohnt sich. ist lehrreich. Und. macht
Freude. Man ist wieder ein Stück tiefer in die fast verschüttete Welt der frühen
Eisenbahngeschichte eingetaucht...
(c) Rainer Spohr 2000

FRAGEZEICHEN
von Herrn Hubert Wein habe ich folgende Frage erhalten:
Viele der Rai-Mo Bausätze sind Nachbildungen der alten BOB Fahrzeuge. Folgendes hätte
mich interessiert:
1. Welche Farbe kann man nehmen für Aufbau, Dach, Rahmen und Radsätze?
2. Wie werden die Rahmen vorbildlich beschriftet?
3. Sind Umbauten vor zu nehmen um den BOB-Zustand zu erreichen?
4. Wie lange fuhren die Wagen im BOB-Outfit bei der K.Bay.Sts.B?
Gibt es neue Erkenntnisse in dieser Richtung?
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von Herrn Tino Renz habe ich folgende Frage erhalten:
Hat jemand Verbindungen zu den Museumsbahnen in Luxemburg? Dort sollen sich bei einem
Verein noch 2 bis 3 alte Länderbahnschnellzugwagen 4achsig, mit offenen Endbühnen,
ähnlich den Würt-tembergischen oder Elsaß-Lothringer der KPEV befinden, die auf Grund
des schlechten Zustands dort abgegeben werden. Leider weiss bisher niemand um welchen
Verein es sich hier handelt. Wer kann Herrn Renz weiter helfen?
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Von Herrn Oliver Leisner Wikingerweg 11, D-21423 Winsen/Luhe (Tel.:
+49-4171/62588 oder Fax +49-4171/593795) +habe ich folgende Frage erhalten:
Kennen Sie einen Umbauvorschlag von einer Fleischmann BR 53 zur Bay. CIII Falls ja, bitte
melden Sie sich bei mir ( die CIII von Bavaria kann ich nicht bezahlen).
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Von Herrn Günther Weller (g.weller@berlin.de) habe ich folgende Frage
erhalten:
Ich habe vor einigen Jahren begonnen meine Weichen, H0 selbst zu Konstruieren und jetzt
endlich auch zu Bauen. Dabei unterlege ich Weichen mit verschiedenen Schwellenplänen, so
wie ich's brauche. Auch die Typischen Schwellenlagen der Epoche I (allerdings bei mir
weniger Epoche I, bin eher in Epoche II-III angesiedelt). Wenn es bei euch Gleisbauer
gibt, kannst du dir zwecks Information erstmal meine, im Aufbau befindlichen,
Gleisbauseiten zu Gemüte führen, vielleicht kann der eine oder andere damit etwas
Anfangen. Ist aber vielleicht etwas schwer verdaulich, mit Beispielrechnungen !
http://homepages.compuserve.de/guenterweller/index.htm
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Von Herrn Bernd Prott Anton Bruckner Str. 68 D-85276 Pfaffenhofen habe ich
folgende Frage erhalten:
Ich suche H0pur(r) Doppelspeichenradsätzen. Herr Kosak konnte mir auch nicht
weiterhelfen. Er kann nur Scheibenräder liefern. Ich habe auch Herrn Teichmann angefragt,
er hat auch keine, würde aber bei 1000 Stück interessiert sein, diese anzufertigen.
Kennt jemand aus dem Leserkreis alternative Lieferanten solcher Radsätze?
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Herr Richard Rosenberger aus Hannover (Lützekenstr. 4, D-30625 Hannover) hat
folgende Frage:
Welche Farbe hatten nun eigentlich die Dächer der Personenwagen der KPEV vor dem 1.
Weltkrieg? Weiß oder Grau oder Silber? Auf den Fotos kann man das sehr schwer erkennen.
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Eine Frage von der Redaktion:
Welches Gleissystem verwenden Sie und wie haben Sie es vorbildgerecht eingebaut? Außerdem
interessiert uns auch Ihr persönlicher Tip zur Lärmdämmung und zum Weichenantrieb.
Schreiben Sie doch an die Redaktion, wie Sie diese Probleme gelöst haben!
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Ein neuer Stern am Internet: die
badischen Bahnen auf dem Internet: Wolfgang Hug hat seinen Traum erfüllt und hat ab
sofort seine eigene Homepage auf dem Internet. Für alle, die mehr über Baden und seine
Bahnen (auch im Modell versteht sich) lesen wollen, hier ist Ihr Link:
http://www.diehugs.de
Unbedingt besuchen, es lohnt sich!!

Neulich
bei den Bausätzen
von Bernd Höschele
Ich weiß nicht, wie es euch Bastelfreunden geht, aber zwischenzeitlich bekomme ich
allmählich Platzprobe mit meinen vielen Bausätzen. Wenn man einmal damit angefangen hat,
stapeln sich so nach und nach die -meist grünen- Kisten. Irgendwann kommt dann der
liebevoll gemeinte Beitrag meiner besten Hälfte, wann ich denn das alles auch einmal
bauen wolle.
Ich flüchte dann immer mit dem Argument, dass man sich ja etwas für die Rente weglegen
sollte. Der Hinweis, dass ich noch nicht einmal 40 Lenze auf dem Buckel habe und ein Blick
in die immer angespannte Haushaltskasse lassen mir dann aber einfach keine weiteren
Argumente einfallen. Ich geb´ mich einfach geschlagen.
Tja, und dann traf ich neulich noch das Ehepaar Kebbel (Fa. Bavaria) auf der Messe. Im
Gespräch meinte Herr Kebbel, ich sollte nicht nur Bausätze sammeln, sondern auch Bauen.
Ich musste ihm einfach Recht geben.
Es ist ja nicht so, dass ich nicht an anderen Projekten arbeiten würde. Die Bastelarbeit
im Bereich Eisenbahn liegt selten brach. Aber mal wieder ein paar Wagen bauen, war zur
Abwechslung auch ganz reizvoll. Also schaute ich mal im Bestand nach.
Im Januar hatte ich so zwischendurch den Teerwagen von Bavaria zusammengelötet. Nachdem
ich schon im Winter zuvor den Wagen als Gaswasserwagen zusammengebaut hatte, war das
eigentlich keine große berichtenswerte Aufgabe. Schwierig ist hier nur, dass die
Auflagebalken des Kessels nie so ganz fluchten, so dass dann später der Kessel nicht plan
aufliegt. Hier schleife ich mit dem Schleifteller immer so lange Material ab, bis der
Kessel auf der ganzen Länge aufliegt. Also, dieser Wagen lag jetzt schon
lackiervorbereitet auf Halde.
Dann überlegte ich, was wir den sonst noch anstellen könnten. Vor langer Zeit erstellte
ich einmal den gebremsten Säuretopfwagen von Bavaria. Im Bestand hatte ich auch noch den
ungebremsten Wagen und das kleine Kesselwägelchen, das vor ein-zwei Jahren heraus kam.
In meiner nun doch schon größeren Rai-M0-Sammlung fand sich dann auch noch der
Doppelbausatz Säuretopfwagen Nr. 200219. Zum Glück liegen die ganzen Rai-Mo-Bausätze in
einem anderen Schrank, da fällt es nicht so auf.........
Die Pufferbohlenbleche noch anlöten und wir sind fast fertig. Eine Pfriemelei sind
immer die Handläufe unter den Puffern. Zuerst muß man die Löcher nachbohren -die laufen
beim Anlöten des Pufferbohlenblechs oft zu- und kann anschließend den 0,3-mm-Draht
zurechtbiegen und einlöten.
Der Aufbau dieses Wagens war einfach. Auf die Seitenteile lötete ich zuerst die
Nietenprofile auf. Es folgten auf einer Seite das Bodenblech des Aufbaus und das obere
Blech, dann konnte ich die andere Hälfte der Seitenteile anlöten. Die beiden
Signalhalter noch ran und schon ist der Aufbau erstellt.
Der Kesselwagen war toll. Das Fahrwerk ist gleich aufgebaut wie der Topfwagen. Nur ist
hier kein Bodenblech sonder ein offenes Blech Grundlage. Es ist aber alles so süß klein.
Dann sind auf dem Fahrwerk die beiden Träger für den Kessel aufzulöten. Die zwei
Träger bestehen aus einem genialen Faltwerk aus 0,3-mm-Blech. Nach dem Falten wird ein
U-Profil eingelötet. Das war gar nicht so einfach. Teilweise fielen die kleinen
Nietenbleche auseinander und mussten manuell wieder angelötet werden. Das ganze Kunstwerk
muß aber nachher ja auf das Fahrwerk drauf. Hier war größte Vorsicht angebracht, um mit
der Hitze keinen Schaden anzurichten. Ruck-Zuck fallen die kleinen Teile weg, weil sie
einfach am schnellsten die Wärme aufnehmen. Dann kamen noch die vier Lager an den Ecken
drauf, wo nachher die Kreuzverstrebungen anzubringen sind.
Der Kesselaufbau ist auch eine reizvolle Aufgabe. Heck und Front sind Gussteile. Am
Heckteil war die Querstrebe schon aufgelötet. An der Front musste man das noch machen.
Man denkt gar nicht, wie viel Hitze so kleine Teile aufnehmen können, bis das Lot
zerschmilzt.
Die Kesselrundung ist zweiteilig mit verschiedenen Durchmessern. Über dicken Filzstiften
bog ich die Bleche rund. Trotz allem Anpassen wollten sie aber nicht so ganz um die
Gussteile passen. Es war etwas schwierig zu löten, aber ich bekam es dann hin, dass ich
den Schlitz an der Unterseite des Kessels mit Lot füllte und alles mit dem Heck- bzw.
Frontteil verlöten konnte. Dann war der Kessel zweigeteilt fertig. Ich schob die beiden
Teile nun ineinander und verlötete das Ganze.
An der Oberseite lötete ich nun noch die Klappe, zwei Stutzen und den Handlaufhalter an.
An der Unterseite verlötete ich die Kesselauflage mit dem Kessel, da das nachher farblich
gleich gemacht wird. Wegen der zwei Durchmesser des Kessels muß man aufpassen, dass man
hier keinen Fehler macht, die Kesselauflage ist entsprechend geformt.
Seitlich ist ein großes Auftrittblech anzulöten, das aus zwei Teilen besteht. Dann kommt
das beste Teil. Die Leiter: Es gibt hier nur zwei kleine Bleche, die die Seitenwangen der
Leiter darstellen. Diese müssen zuerst angelötet werden. Das sollte genau geschehen, da
nun mittels eingeschobenen Draht (0,3er) die einzelnen Sprossen nachgebildet werden. Eine
lustige Lötarbeit. Aufwendig war dann noch der Handlauf neben der Leiter, der aus Draht
nachgebogen werden muß und schön sauber durch den Handlaufhalter und eine Öse am
Auftrittblech geführt wird.
Aber dann war auch das Teil fertig. Schwierig war dann wiederum, die Kesselauflage plan
zum Fahrgestell zu bekommen. Irgendwie hatte ich beim Profilelöten zu viel Hitze drauf.
Das Fahrwerk war an der Oberseite an dem dünnen Blech und den Z-Profilen etwas nach oben
gewölbt. Zuerst bog ich mechanisch etwas grob die Kesselauflage zurecht. Der Rest war
wieder viel Schleifarbeit, bis aus dem Gussteil eine Wölbung herausgeformt war, so dass
alles sauber aussah.
Soweit zu Bavarias Kunstwerken.
Die Rai-Mo-Wagen waren vom Fahrgestell her wieder eine kleine Herausforderung. Wegen der
Wagenlängen konnte kein Standartfahrwerk von Bavaria verwandt werden. Also musste mein
Fundus herhalten. Von Novitex hatte ich noch ein Stück Blech mit Holzimitation. Die
Größe der Bodenbleche riss ich an und stattete dann der Frau meines Freundes einen
kurzen Besuch ab. Jetzt denkt bitte nichts falsches dabei. Mein Freund hat eine
ordentliche Blechschneidmaschine. Mein Freund wohnt nicht weit weg, es war aber nur seine
Frau zuhause. Ich kann euch aber beruhigen. Ihre Schwiegermutter war zu Gast und im Auto
wartete meine Frau mit den Kindern. Ich schnitt also wirklich nur die Bleche zurecht.
Später riss ich auf den Blechen die Richtung der Profile an. Diese langen Wagen haben
einen anderen Unterbau wie die kurzen. Auf das Bodenblech werden nur I-Profile gelötet,
die aus Längsträgern und diagonalen Trägern bestehen. Darüber werden dann wieder
Querträger gelötet (Kupplungsabfederung nicht vergessen).
Die äußeren Längsträger formte ich aus U-Profilen nach. Es wurden auch zwei Auftritte
angelötet. Hinten lötete ich auch wiederum die Kulissen an. Herr Kebbel schickte mir
dann noch die fehlenden Federpakete und zwei Sätze Puffer.
Schwierig war das freie Justieren der beiden Längsträger auf dem Bodenblech. Trotz
Schieblehre muß man sehr aufpassen, dass die Federpakete (vorher aufbohren) auf gleicher
Höhe sind, sonst laufen nachher die Räder schief!!
Von Bavaria hatte ich noch zwei Holzbremsen, die ich als Bremsanlage verwendete. Das
Anlöten des Bremsgestänges ist hier so eine Futzelarbeit!!
Noch die beiden Querträger zwischen den Bremsen in der Mitte des Wagens angelötet und
alles war schon fast fertig. Ich bekam auch noch die fehlenden Pufferbohlenbleche, die ich
anbrachte. Die Handläufe unter den Pufferbohrungen noch anbringen, dann war es
vollbracht. Zwei eigene Fahrwerke waren fertig.
Das liest sich jetzt so einfach, war aber ein aufwendiges Geschäft. Alle Profile müssen
vermessen und entsprechend von der Meterware abgetrennt werden. Dann hatte ich natürlich
auch wieder einen eigenen Klops eingebaut. Das Bodenblech hatte als Korrosionsschutz eine
dünne Schicht Irgendwas" drauf, was ich natürlich vergaß, mittels Azeton zu
entfernen. Ich wunderte und wunderte mich, warum das Lot so schlecht verlief.
Gerade die Längsträger brauchen ja viel Hitze, um richtig mit dem Bodenblech verbunden
zu sein. Und dann das auch noch. Ich hab´s dann irgendwann gemerkt , hatte aber trotzdem
noch an beiden Bodenblechen ständig Schwierigkeiten.
Für alle vier Wagen machte ich noch die Kupplungen zusammen und brünierte sie in der
Beize. Das ist ja auch so ein kleines Geduldsspiel. Ich muß Herrn Kebbel mal fragen, wie
hoch eigentlich sein Verbrauch an 0,3-mm-Bohrern ist. Ich kann mich hier nicht beklagen.
Oder eher: die Industrie kann sich über mich nicht beklagen, ich bin ein guter Kunde.
So das war nun der erste Teil. Wenn ich etwas Zeit übrig habe, werden alle Teile
gestrahlt. Dann geht es ans Lackieren. Ich kann ja mal wieder darüber berichten.
Grüßle
Bernd Höschele

Eine
Styroporsäge selbst gebaut
zur Verfügung gestellt von Herrn Oliver Leisner

Bild 1. Die minimale Elektronik besteht aus einem Netzteil, einer Spannungsquelle und
einem Widerstandsdraht.
Geschäumtes Polystyrol (Mar-kenname Styropor) kommt überall im Haushalt vor und
läßt sich auf vielfältige Weise einsetzen. Aller dings ist es nicht gerade ideal, das
luftige Kunstoffmaterial mit einer Säge oder einem Messer zu schneiden. Dabei gibt es
auch eine saubere Lösung: Styropor läßt sich nämlich hervorragend mit einem heißen
Draht schneiden, so daß sich keine weißen Kügelchen in Minutenschnelle in der gesamten
Wohnung verteilen.
Alles, was man zum Bau einer solchen Styroporsäge benötigt, ist in Bild 1 zu sehen.
Über eine Netzeingangsbuchse mit integrierter Sicherung gelangt die
230-V-Netzwechselspannung über einen doppelpoligen (beleuchteten) Netzschalter zu einem
kleinen Netztrafo, der eine 12-V-Sekundärwicklung (ersatzweise wie im Bild zwei in Reihe
geschaltete 6-V-Wick-lungen) besitzt, die mindestens 1,25 A liefern kann.
Die Bauteile zwischen K2 und Ki sind auf einer Platine (Bild 2) untergebracht: Ein
Gleich-richter, der die 12V Wechselspannung in eine pulsierende Gleichspannung mit einer
Amplitude von etwa 17Volt verwandelt, und ein Darlington transistor, an dessen Basis eine
mit P1 einstellbare Spannung gelegt werden kann. Transistor und Poti stellen eine
einstellbare Spannungsquelle dar: Die Spannung am Emitter ist im-mer 1,2 V (zwei
Basis/Emilter-Übergänge in Reihe) niedriger als die Basis-Spannung.
Die Emitterspannung, also die Spannung über dem Wider-standsdraht RL ,kann mit P1
eingestellt werden. Und da der Widerstand des Drahts (50 Q/m) nicht temperaturabhängig,
sondern konstant Ist, fließt auch ein der Spannung proportionaler Strom, solange man P1
nicht verdreht. Ein Tip, wenn der örtliche Elektronikhändler keinen passenden
Widerstands-draht in petto hat: Ein 1OQ/ 5W-Zementwiderstand (noch besser ein grüner
zylindri scher), im Schraubstock vor sichtig von seiner Ummantelung befreit, dient als
Quelle für einen ausreichend langen Widerstandsdraht.
Montage
Man nehme: Eine gewöhnliche Laubsäge, bringe ein 10-15 cm langes Drahtstück einseitig
isoliert (sonst würde die Laubsäge den Draht kurz schließen) an den Befesti-
gungslaschen an. Als Isolator eignet sich eine Porzellan-Lü sterklemme oder ein Stück
Epoxyplatine, auf dem der Draht festgelötet wird. Der Me- tallbügel wird mit einer
zweiten Anschlußklemme (Blechschr-aube und AMP-Schuh) versehen. Die Elektronik, so man
davon sprechen darf, wird wie im Titelfoto zu sehen in ein formschönes Gehäuse
eingebaut. Der Darlingtontransistor muß natürlich gut gekühlt werden, er hat unter
Umständen erheblich Verlustleistung zu verheizen. Schraubt man den Transistor isoliert
gegen ein Metaligehäuse, erspart man sich alle Probleme mit einem Kühlprofil. Als Trafo
verwendet man am besten einen Ring-kerntrafo der Klasse II, dann braucht man sich nicht um
einen Schutzleiteranschluß zu kümmern. Wer einen Dauer- oder länger anhaltenden Betrieb
der Styroporsäge plant, sollte den Trafo etwas größer dimensionieren, da durch den
Widerstandsdraht immerhin bis zu 3 A fließen kann. Nun noch zwei passend konfektionierte
Kabel zwischen Säge und Kästchen, und schon ist die Styroporsäge fertig.
Bild 2. Auf dieser kleinen Platine sind die Anschluß-klemmen, der Gleichrichter sowie
die Spannungsquelle montiert. Der Trafo und natürlich auch Netzschalter- und
-eingangsbuchse werden direkt im Gehäuse untergebracht.
Stückliste
Widerstände:
F1L = 10. .15 cm Wider standsdraht 50 Q/m
P1 = Potentiometer 1 kQ
Halbleiter:
Bi = Brückengleichrichter
80~~2 A (580C2200) Ti ~'~D679
außerdem:
KiK2 = 2-polige Platinenlüster-klemmen
RM5 in = Ringkerntrafo 2 x 6 V/1,25 A
Doppe!poliger Netzschalter 3 A mit eingebauter Neonlampe
2 Bananenbuchsen
Netzeingangsbuchse mit einer integrierter Sicherung
Feinsicherung 100 mA träge Gehäuse 119 x 93 x 56 (mm)
Glühwürmchen - zur Verfügung gestellt von
Herrn Knappich
Zum gleichen Thema erhielt ich von Herrn Knappich den folgenden Beitrag:
Styrodur im Anlagenbau läßt sich ohne Glühdraht-Säge nur schwerlich verarbeiten. Der
Eigenbau dieses Werkzeuges spart Geld und macht keine Probleme.Statt Leim, Fliegengitter
und Zeitungs-papier verwenden immer mehr Modellbahner Platten aus Styrodur, wenn sie die
Landschaft ihrer Anlage gestalten. Um dieses Material schnell und sauber zu verarbeiten,
brauchen sie eine Glühdraht-Säge. Der Eigenbau eines solchen Gerätes spart Geld, das
stattdessen in den Ausbau der heimischen Modellbahn fließen kann. Eine Glühdraht-Säge
besteht aus vier Teilen: Bügel, Glühdraht, Trafo und Tisch. Der Bügel entsteht entweder
aus einem Rundstahl mit einem Durchmesser von 8 bis 10 Millimetern, einem entsprechenden
Flacheisen oder einem 15 Millimeter breiten Stahlrohr, aus dem auch die Bremsanlage von
Lastwagen bestehen. Es sollte mindest doppelt so groß sein wie der Bügel einer
Laubsäge.
Den Glühdraht fertigt der Hobby-Elektriker aus einem Widerstandsdraht mit einem
Durchmesser von 0,4 Millimetern, zum Beispiel aus einer Heizspirale. Als Tisch dient ein
Holzkasten von 40 mal 40 Zentimetern mit einer glatten Oberfläche. In die Mitte der
Platte bohrt man ein sechs Millimeter breites Loch, steckt den Glühdraht hindurch und
spannt ihn in den Bügel ein. Oben am Bügel befestigt man den Glühdraht mit einer
Klemmschraube direkt am Bügel (Masse). Am unteren Ende ist der Glühdraht vom Bügel
isoliert. Es sollte gleich die Pluszuleitung mit angebracht werden. Der eingespannte
Glühdraht darf den rand des Loches in der Tischplatte nicht berühren. An eine der
Schrauben, mit denen der Bügel angeschraubt ist, schließt der Bastler unter dem Tisch
einen leistungsfähigen Trafo an (Zubehör- oder Klingeltrafo mit 6 bis 8 Volt und 1
Ampere). Für störkere Styrodur-Platten benötigt man einen stärkeren Trafo und einen
Spannungsregler.
Bei der Arbeit darf der Draht nur so heiß sein, daß das Styrodur erst anfängt zu
schmelzen. Saubere und gerade Schnitte lassen sich erziehlen, wenn der Modellbauer entlang
einer dünnen Holzleiste schneidet, die er auf die Styrodurplatte legt. Für ausgefallene
Formen eignet sich eine Pappschablone, die man mit Stecknadeln auf der Platte fixiert.
Nicht nur für die Modellbahn, auch für die Renovierung der Wohnung ist das Gerät
einsetzbar, denn Wand- und Deckenplatten lssen sich damit gut schneiden. So kann man die
Säge auch außerhalb des Modellbahnbereiches vernünftig anwenden.

Für Sie
gelesen
Von unserem Leser Herrn Roland Käs habe ich folgende Lesetipps erhalten:
Sie haben mir vor längerer Zeit geschrieben, dass Ihr besonderes Interesse der Bay.
Ostbahn gilt. Im Dezember 2000 ist im Lorenz Spindler Verlag Nürnberg ein Buch mit dem
Titel " Die Ostbahnen" erschienen (Autor: Manfred Bräunlein,
ISBN: 3-88929-078-7). Ich hatte nur kurz die Gelegenheit, ein
Exemplar durchzublättern, doch erschien es mir recht solide aufgemacht. Der 2. Buchtipp,
der u.U. Ihr Interessengebiet tangiert, ist das Buch "Eisenbahnknoten
Regensburg" der Regensburger Eisenbahnfreunde RSWE e.V. (Transpress Verlag
Stuttgart, ISBN: 3-613-711354). Es wird die Entwicklung des Eisenbahnstandortes Regensburg
beschrieben uns enthält ein Kapitel über Ostbahn(-bauten) in Regensburg.
Leider ist im letzten Jahr das Gelände der ehemaligen Ostbahnzentralwerkstätten in
Regensburg vollständig geräumt worden. Es soll dort ein Einkaufszentrum entstehen. Diese
Gebäude sind zwar mehrere Male umgebaut worden, doch stammten sie in ihrem Kern aus der
Ostbahnzeit. Einzig eine Wagenhalle, die vermutlich in den Jahren 1857/58 entstanden ist,
existiert noch heute. Sie stand unter Denkmalschutz, war aber vom Verfall bedroht. 1998
wurde sie von privater Seite aufgekauft und saniert und beherbergt heute eine
Musikakademie. Das ist zwar nicht die optimale Nutzung, aber man muss schon zufrieden
sein, wenn das Gebäude renoviert und sein Bestand gesichert ist.
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Miba Modellbahn digital
Zum Jahresende 2000 erschien diese Brochure aus dem Hause Miba. Es enthält eine Vielzahl
nützlicher und aktueller Informationen zum Thema Digital im Modellbahnbereich. Für
Einsteiger und für Interessierte ist dieses Heft sicher eine wertvolle Entscheidungshilfe
und deshalb sehr empfohlen.
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In der Reihe Anlagenbau des Eisenbahn Journal erschien zum Jahresbeginn
das Heft Betriebs-Diorama welches von Jacques Timmermans geschrieben ist. Das Haft
beschreibt eindrucksvoll den Bau der ersten Reihe von Modulen von Jacques eigenem Diorama,
das eine Grenzstation zwischen Bayern und Württemberg darstellt. Vom Unterbau, über
Schienenbau bis zum Bau bzw. Umbau von rollendem Material wird in diesem Heft viel
Informatives für Länderbahnfreunde angeboten. Prädikat besonders für den Einsteiger in
Modul- und Dioramenbau geeignet!
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In Willy Kosak´s aktueller Ausgabe von Hp1 (Heft 18) gibt es u.a eine
Bauanleitung für Modellbahnwasser, die sich echt gewaschen hat. Beim Druck des Heftes
haben sich angeblich die Drucker gemeldet und gfragt ob es sich bei den Modellaufnahmen um
echtes Wasser handelt. Für jeden der Wasser auf seiner Anlage nachbilden will ist dieses
Heft ein must (eigentlich ist ein Abo von Hp1 sowieso ein must für jeden LBF-Leser, aber
das muss jeder natürlich selbst wissen)
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Im EK Verlag erschienen ist Band 28 der Reihe Regional
Verkehrsgeschichte. Autor Lothar Spielhoff (LBF Lesern bestens bekannt) hat sich mit der
Geschichte der Eisenbahn-Bierwagen beschäftigt und das vorliegende Buch
ist wirklich sehr gelungen. Neben dem fachkundigen Text bestechen vor allem auch die
vielen (teilweise unbekannten Aufnahmen von historischen Bierwagen).
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Ausgabe 47 der Reihe Miba Spezial beschäftigt sich mit dem Thema: Modellbahn
und Landschaft. Ob Sie nun LBF-Modulbauer sind, oder es lieber alleine auf Ihrem
Dachboden treiben, der Nachbau von vorbildgerechter Landschaft ist ein Traum vieler. Den
vorbildgrechte Modelle wünschen sich eine dem Vorbild entsprechende Umgebung! Hier hilft
das neue Miba Spezial sicherlich weiter und gibt auch eine Übersicht aktueller Produkte
auf dem deutschen Markt.

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