Länderbahn Forum 2/00
Inhaltsverzeichnis:
1. Umbau von
Industriemodellen für die Epoche I (Teil 2)
2. Kurz belichtet
3.
Digitale Modellbahnsteuerung:
Fahrzeugdekoder
4. Signalgeschichte der
Länderbahnen: Die Weichensignale
5.
Interessante Länderbahnprodukte
6. Weichenantriebe:
eine interessante Alternative
7. Aktuelles für
Länderbahnfreunde

Lieber Länderbahnfreund,
Sommerzeit ist Hobbyzeit! Stimmt, soweit sich das Hobby unter freiem Himmel realisieren
lässt. Bei Temperaturen von momentan weit über 30° C ist zumindest in meinem Fall kaum
daran zu denken um mich auf meinem Dachboden (eigentlich ist es mehr ein Backofen) auf zu
halten und mich an meinen Modellen zu ergötzen, bzw. zu basteln, bauen, planen, etc.
Deshalb hatte ich in den letzten Wochen mehr Zeit um über die Zukunft des Länderbahn
Forums nach zu denken. Seit nunmehr 3 ½ Jahren gibt es das Forum, und obwohl die
Leserzahl weiterhin leicht steigt, ist von einer gewissen Stagnation zu berichten.
Zum einen nimmt die Anzahl der aktiven Teilnehmer rapide ab. Waren am Anfang noch eine
kleine Gruppe von Autoren verfügbar pro Ausgabe, sind es nunmehr eine verschwindend
kleine Anzahl von Hobbykollegen die bereit sind in Ihrer Freizeit an einem oder mehreren
Artikel für's LBF zu arbeiten. Dies bringt nicht nur mit sich, daß ich selbst mehr Zeit
hineinstecken muß, sondern auch die Vielfalt der Beiträge und Themen leidet darunter.
Wie schon häufig erwähnt würde ich gerne öfter über andere Länderbahnen als die
K.Bay.Sts.B. berichten, aber alleine kann ich dies nicht.
Neben dem Aktiven-Schwund scheint sich aber auch eine zunehmende
"Interessenlosigkeit" zu ergeben. Bei Vorschlägen und Umfragen reagieren auch
immer wieder nur die Selben, die Mehrheit schweigt - und geniesst? Aber ist das auch
wirklich so?
Bei einem Umfang von 30 Seiten pro Ausgabe machen inzwischen die Kleinanzeigen 20% (= 6
Seiten) aus. Bedeutet dies, daß das LBF hauptsächlich dazu benutzt wird um Modelle zu
kaufen, an zu bieten etc? Nimmt man dazu noch die von mir inizierten Verkaufsaktivitäten
(Bierwagen, Hey'l, etc..) dann könnte man das LBF als einen Transaktionen-Stimulator
bezeichnen. Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden und ich bin ja auch selbst Schuld an
dieser Situation, aber ich hatte auf etwas mehr Hilfe beim Füllen der Seiten gehofft.
Mir stellt sich zur Zeit die Frage ob es sinnvoll ist noch weiter zu machen. Seit rund
zwei Monaten bin ich in neuer Funktion tätig und befinde mich mehr im Flugzeug über
Europa als zuhause oder im Büro. Viel Reisen bedeutet aber auch weniger Freizeit, und die
war doch schon bisher zu wenig. Jedes Quartal bin ich circa 10 Tage mit der Vorbereitung
und Produktion des neuen Länderbahn Forum beschäftigt. Hinzu kommen die vielen Anfragen
und freundlichen Briefe, Emails und Telefonate. Rechnet man hierzu dann noch die Zeit für
die Anschaffung, Verpackung und Versendung von diversen Angeboten aus dem LBF-Shop hinzu
kommt einiges an freien Stunden zusammen. Wenn dazu noch diverse eigene Beiträge als
redaktioneller Beitrag hinzu kommen, dann ist ein ganz schöner Teil meiner Freizeit
futsch. Vielleicht denken Sie sich jetzt, ja was klagt er den jetzt schon wieder, aber da
dies durch meine neue berufliche Situation meine verfügbare Freizeit noch weniger
geworden ist muß ich mir (auch im Interesse meiner Familie) diese Frage stellen.
Was würde es für Sie bedeuten wenn ich nach vier Jahren LBF das Handtuch in die Ecke
werfen würde? Wird Ihnen der Umschlag am Ende jeden Quartals fehlen? Oder ist ein Leben
ohne LBF noch möglich? Fragen über Fragen, die einer Antwort harren. Ich habe mich
persönlich noch nicht dazu entschlossen um dieses Geistes-baby einschlafen zu lassen.
Aber darüber nachdenken tue ich inzwischen immer öfter. Neben dem Faktor Zeit ist auch
ein anderer Aspekt hieran Schuld. Konnte ich in den ersten beiden Jahren des LBF noch alle
Anfragen und Briefe innerhalb weniger Tage beantworten so ist es inzwischen schon zur
Regel geworden daß Briefe spät oder nur ungenügend von mir beantwortet werden. Aber
auch die persönlichen Kontakte haben sich auf ein Minimum beschränkt, da es einfach
nicht mehr möglich auf alles immer zu reagieren. Auch mit lieben Hobbykollegen kann ich
mich immer seltener austauschen. Symptomatisch hierfür ist mein jährlicher Besuch an die
Intermodellbaun in Dortmund. Der Tagesplan an meinem "schönste" Tag in meinem
Modellbahnerjahr gleicht inzwischen mehr einem gewöhnlichen Arbeitstage mit Termin die
sich im 30 Minuten Takt aneinander reihen. Irgendwann dazwischen darf ich mich dann in die
Menge begeben und nach interessanten Schnäppchen oder desgleichen Umschau halten. Da ich
mich in Dortmund mit Modellbahnkolle-gen treffen kann, die ich andernfalls nicht sehe, ist
es mir geradezu peinlich wenn ich nach einer kurzen Unterhaltung auf meinen nächsten
Termin hinweisen muß. Irgendwie klingt das doch nicht mehr so richtig schön.
So, jetzt habe ich Mal Dampf abgelassen und mit Ihnen meine derzeitigen Geisteszustand
be-züglich des LBF's mitgeteilt. Wie es weiter gehen soll weiss ich noch nicht.
Vielleicht haben Sie ja einen Vorschlag? Oder sag ich am Ende des Jahres einfach ganz
leise Servus
.Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, schreiben Sie mir
doch:
forum@frydman.demon.nl
Undanks dieser etwas frustrierten Zeilen wünsche ich Ihnen auch dieses Mal
Viel Lesevergnügen und natürlich einen herrlichen (Modellbahn-) Sommer,
Ihr Tobias Frydman

Umbau von
Industriemodellen für die Epoche I, Teil 2
von Rainer Gubitz, Koblenz
Aber nun nach dieser Beschreibung zwei Beispiele aus der Praxis. Schildern werde ich
sowohl den Umbau bei einer sächs. Meyer-Lokomotive als auch den Bau einer
württemberg.Fc. Es handelt sich dabei um Beschreibungen aus unterschiedlichen Quellen,
die mir für diesen Zweck zur Verfügung gestellt wurden.
Umbau der BR 98.0 zur sächs. I TV
Dieses DR-Modell wurde Mitte der 70er Jahre hergestellt, Lieferant war die Fa. Rivarossi.
Als reines Epoche I-Modell kann es nicht verwendet werden, da es zu viele Unstimmigkeiten
gibt. Unterschiedliche Merkmale, wie die Abschrägung der seitlichen Wasserkästen, die
Form der inneren Kohlenkastenrückwand, verschieden Dome und variable Anordnungen der
Sandkästen, sowie unterschiedlich breite Führerhaustür-Ausschnitte sind vorhanden und
müssen entsprechend dem Vorbild geändert werden.
Bei den Vorbereitungen habe ich mich an das Schema wie weiter oben beschrieben gehalten,
vorgesehen wurden nicht nur Änderungen am Gehäuse, sondern auch eine Änderung des
Antriebes. Ausgewählt habe ich die Lok-Nr. 1385.
Fahrwerk-Verbesserungen:
Sb-Modellbau bietet unter der Bestell-Nr. 26007 einen entsprechenden Umrüstsatz mit
Faulhaber-Motor an. Der Einbau ist einfach. Altmotor mit Halterung ausbauen und
Faulhaber-Motor mit Zweikomponenten-Kleber einkleben, das ist alles. Der neue Motor mit
nachgeschaltetem Getriebe hat zwar keine Schwungmasse, trotzdem ist der Auslauf
zufriedenstellend. Die Höchstgeschwindigkeit ist niedriger als beim Originalmodell, aber
vorbildgerechter. Die Radsätze wurden auf RP 25-Profil abgedreht und gleichzeitig die
Massenscheiben" hinter den Rädern aufgeschnitten bzw. entfernt. Dadurch wird
auch der Rahmen hinter den Speichen sichtbar. Die neue Massenverbindung konnte mit 0,3mm
Neusilberdraht hergestellt werden. Gleichzeitig wurde der gegenüberliegende Pol für die
Stromversorgung herangezogen, indem die 0,3mm-Neusilberdrähte auf kupferbeschichteten
Pertinaxstücken aufgelötet wurden.
Gehäuse-Umbau:
Alle angesetzten Steckteile am Gehäuse, aber auch alle Kesselringe wurden entfernt. Diese
aufwendige Arbeit ist notwendig, um für die Zurüstung einen einwandfreien Untergrund
aufbauen zu können. Am Dampfdom wurden zwei Sandkästen montiert: Ein Kunststoffblock
(8,1mm x 5mm) wurde an Kessel- und Domform angepaßt und anschließend angeklebt. Zwei
Nietbleche sind zwischen Dampfdom und neuem Sandkasten als seitliche Verkleidung
vorgesetzt worden. Die Übergänge zu Kessel und Dom wurden mit Spachtelmasse ausgefüllt
und geschliffen. Den oberen Abschluß des Sandkastens bildet ein Deckel aus Messingblech
mit einem aufgelötetem Draht als Scharnierband. Die vier Sandfalldüsen wurden aus
0,6mm-Drahtstücken nachgebildet.
Neue, 1mm breite Kesselbänder aus 0,15mm starkem Papier wurden in der ursprünglichen
Lage aufgeklebt. Die Glocke ist durch das Weinert-Teil, Nr. 8363, die vier Kesselventile
vorn sind durch den Günther-Satz, Nr. 1442 ersetzt worden. Die flache Rauchkammertür war
für die DR-Version richtig, in der Epoche I gab es aber die ursprüngliche Form mit einer
Wölbung in der Mitte. Dieses Teil mußte selbst angefertigt werden: Ein Messingdrehteil
9,5mm x 1,0mm wurde zu einer entsprechenden Form zugefeilt. Danach wurde ein Handrad,
Weinert-Nr. 8057 mittig eingesetzt. Auch die Luftpumpe wurde durch Weinert-Nr. 8406
ersetzt. Um den Kaledonien-Schornstein besser darstellen zu können, wurde ein 0,6mm
starker Kupferdraht als Verstärkung um das Ende des Schlotes geklebt.
Das Epoche I-Modell hatte keinen Kohlekastenaufsatz. Der Rivarossi-Aufsatz wird entfernt
und durch eine selbsthergestellte Messing-Klappe mit zwei Handgriffen und nachempfundenen
Scharnieren ersetzt. Die rückseitige, in halber Höhe sitzende mehrteilige Trittstufe ist
gegen eine einteilige Ausführung, Reitz-Nr. 1177 auszutauschen. In dieser Reitz-Packung
befinden sich auch kleine Trittstufen, die an die Stirnseite der Wasserkästen angeklebt
werden können. Auch die seitlich an den Wasserkästen befindlichen Ventile lassen sich
mit der Reitz-Nr. 1186 darstellen.
Alle Griffstangen und deren Halter wurden gegen 0,4mm-Draht und Weinert-Nr. 8460
ausgetauscht. Freistehende Dachhaken, Weinert-Nr. 8262, vier auf dem Führerhausdach und
je zwei in der Mitte der Wasserkästen sehen besser aus als die angespritzten Teile. Die
an der rechten Führerhausfront angedeutete Pfeife wurde vorsichtig abgeschabt. Eine
modifizierte Pfeife, Weinert-Nr. 8351 wirkt vorbildgerechter. Gebogene Signalhalter,
Günther-Nr. 1317 ergänzen die Rauchkammertür und die Rückwand des Tenderkastens.
Bei den Laternen sind bis heute keine sächs. Modelle zu bekommen. Alternativ kann man
preuß. Laternen, Weinert-Nr. 9015 verwenden. Dabei müssen die vorhandenen
Lampenaufsätze abgetrennt und die Bohrungen mit Spachtelmasse verschlossen werden. Da die
Laterne beim Vorbild auf vier Streben befestigt war, wurden diese auch im Modell
nachgebildet: Zwei U-förmig gebogene 0,5mm Messingdrähte sind an den Querstegen mit dem
Laternenfuß zu verlöten. Die vier Drahtenden werden dann in das Gehäuse geklebt, in das
vorher die entsprechenden Löcher gebohrt wurden.
Abschließend waren noch die Dampfleitungen aus 0,4 - 0,5mm Kupferdraht an die Glocke, den
Bläser, die Luftpumpe, sowie links und rechts an die Sicherheits- und Kesselventile
anzulöten bzw. anzukleben; Sandleitungen wurden von den Sandkästen zu den Rädern
geführt. Nicht zu vergessen sind die in Haltern gelagerten Ventil-Anstellstangen aus
0,4mm Draht.
Details am Fahrwerk:
Beim Fahrwerk waren weit weniger Änderungen notwendig. Hier mußten vor allem die
Pufferbohlen verbessert werden. Die Puffer wurden gegen gefederte Stangenpuffer,
Weinert-Nr. 8604 getauscht. Die Imitationen der Bremsschläuche wurden abgetrennt und an
deren Stelle in Fahrtrichtung rechts ein hochliegender Bremsschlauch, Reitz-Nr. 1157
angebracht.
Im Bereich unter dem Führerhaus sitzen die Dampfstrahlpumpen. Reitz hat unter der Nr.
1178 die passenden Teile im Programm. Um den Bewegungsausschlag der Drehgestelle nicht zu
behindern, müssen sie möglichst weit innen montiert werden.
Lackierung und Beschriftung:
Nachdem Gehäuse und Fahrwerk gesupert waren, konnte lackiert werden. Das Epoche I-Modell
wird am Fahrwerk mit einem dunklen Rotton und am Gehäuse mit einem sächs. Grün (mittl
Grün) gespritzt. Die Laternen, Puffer, Bremsschläuche und der goldglänzende Motor
wurden mit einem Pinsel schwarz lackiert. Die Führerhausfenster wurden mit klaren
Kunststoffmaterial hinterlegt.
Bei den Schildern, Gattungs- und Eigentumsbezeichnungen, dazu die Betriebs-Nr. gibt es bei
der Beschaffung keine Schwierigkeiten mehr. Nach kopierfähigen Vorlagen konnten die
Schilder bei einem Mitstreiter im Länderbahnforum bestellt werden.

Kurz belichtet
Leserbefragung:
Im Vorfeld der Neuheitenplanung für die kommenden Jahre soll geprüft werden, inwieweit
einige Kleinserienmodelle nach Vorbildern aus der Länderbahnzeit von der Klientel
gewünscht werden. Die Fahrzeuge entsprechen in Ausführung, Detaillierung wie auch
bezüglich des Preisniveaus den derzeitigen Standards der in diesem Bereich führenden
Herstellern wie Micro oder Lemaco. Vorgeschlagen wurden dabei folgende Fahrzeuge:
Vorbild
Spurweite
AL T3
H0
bay. B VIII H0
bad. IVe (Schwarzwaldlokomotive) H0
old. S 10
H0
bad. IVh H0, 0
württ. T 5 N, H0, 0
bay. D XII H0
württ. Tn H0, 0
bay. D VI H0
württ. C H0
bay. D I/D II H0
Bitte senden Sie Ihre Reaktion an das Länderbahn Forum. Die Reaktionen werden versammelt
und im nächsten LBF veröffentlicht. Ihre Reaktion bleibt natürlich anonym und wird
nicht an Hersteller weiter geleitet. Falls Sie eine der genannten Loks (oder ein anderes,
nicht genanntes Lokmodell) in einem der nächsten Jahre in Nürnberg auf der
Spielwarenmesse als Neuheit willkomen heissen wollen, können Sie nun hierzu beitragen.
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Sind Sie auf der Suche nach einem verlässlichen, preisgünstigen, aber
qualitativ hochwer-tigen Partner der Ihre Kleinserienbausätze für Sie zusammen baut?
Falls ja, könnte Ihnen dieser Tipp von Herrn Krämer möglicherweise weiterhelfen:
Ich habe im Internet die Firma "MURAS Trains" in CS entdeckt. Hier kann man
günstig, in guter Qualität, seine Bausatzleichen zusammenbauenlassen...Lackierungen,
Umbauten aller Art werden auf Wunsch durchgeführt. (z.B.: GERARD DVI um 360 EURO /
Gebauer BR44 500 Euro !) Ich habe diverse Modelle fertig bauen und lackieren lassen .....
immer zum fairen Preis und guter Qualität.... kann ich nur empfehlen.... Einige meiner
Modelle sind auf der Homepage zu sehen ( Berg / Donaustauf /Pt2/3 / BR 44 / Halle ... )
http://www.harrmed.cz/trains/trains.htm
Auf Nachfrage durch die Redaktion des LBF wurde mitgeteilt, daß z.B. Model Loco württ.
Fc würde 90 Euro kosten und bayr. Pt 2/3 ca. 100 Euro. Bei Bau von mehreren Stücken sind
auch Preisermässigungen möglich. Falls Sie Kontakt aufnehmen möchten:
Dukla 537
CZ - 739 23 Stara Ves n./O.
Czech republic
Tel: + 420 69 673 14 83
Fax: + 420 69 673 14 84
e-mail: harrmed@harrmed.cz
Internet: www.harrmed.cz
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Im LBF 4/99 hat Herr Begau eine Frage gestellt bzgl. der Schienenlänge
zur Länderbahnzeit. Von Herrn Stefan Mielke habe ich hierzu folgende Reaktion erhalten:
In Preußen gab es um 1910 Vollschienen mit 12, 15 und 18 Meter Länge. Daneben gab es
(für Bogenverlegungen) Ausgleichsschienen, die jeweils um 40, 80 oder 120 Millimeter (bei
12 und 15 Meterschienen) und 45, 90 oder 135 Millimeter (bei 18 Meterschienen) verkürzt
waren. Es gab also zwölf verschiedne Schienenlängen.
Zur einfacheren Unterscheidung waren die Ausgleichsschienen mit einer Körnung, später
mit einem Loch pro 40 (bzw. 45) Millimeter Kürzung versehen.
Eine Ausgleichsschiene für eine Vollschiene von 12 Meter mit drei Körnungen war also zum
Beispiel 11,88 Meter, mit zwei Körnungen 11,92 Meter und mit einer Körnung 11,96 Meter
lang. Eventuell genauer ist das nachzulesen z.B. in: A. Schau Der
Eisenbahnoberbau, Band 1, erschienen 1911.
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Neue Adresse Alte Zeit Gruppe: Die englische Gruppe hat eine
neue Ansprechperson und Adresse:
Sekretariat: Henrik
Christensen
2 West Way
Bournemouth, BH9 3EE
Great Britain
Tel. & Fax: +44-1202-533175
email: henrik@christensendental.freeserve.co.uk
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Weichenselbstbau - Ihre Reaktionen
Aufgrund der Umfrage im LBF 1/00 erhielt ich folgende Reaktionen zum Thema
Weichenselbstbau:
Wunschmodell NEM
RP25
H0pur Gleissystem
bayr. EW 1:8, 1:9 verkürzt
1 x
-
württemb. EW/DKW
1 x
-
bayr. Form X
1 x
Code 70
bayr. Form IX
1 x
1 x -
Insgesamt war die Anzahl von Reaktionen zu gering um daraus einen gewissen Trend oder
Nachfrage zu schliessen. Scheinbar lebt das Thema Weichenselbstbau nur bei
einer sehr kleinen Gruppe von Lesern des LBF. Ich weiss aber von einigen Bauprojekten in
dieser Richtung und hoffe, daß eine Veröffentlichung von konkreten Modellumsetzungen
vielleicht den Appetit aus solche (bisher nicht erhältlichen) Weichen stimulieren kann.
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Glaskasten für unsere Schätzchen
Eigentlich wollte ich mich mit diesem Thema nie so richtig beschäftigen, da es mir so
nebensächllich vor kam. Als aber wieder einmal ein holländischer Modellbahnfreund bei
mir auf Besuch kam und entsetzt auf meine Kibri-Vitrine wies, wurde mir bewusst daß ich
hieran etwas tun mußte: Meine Modellbahnschätze, gemeinhin auch Modelllokomotive
genannt, müssen ein neues Zuhause finden! Das Thema haben mein Kumpel und ich schon
manches mal angesprochen, aber irgendwie kam es bisher nicht zu einer befriedigenden
Lösung.
Egal ob es um edles Messing in feinster Lackierung oder um meine Selbtsbau Motorlok ML 2/2
handelt, die Vitrine mit ihrem orangebeigen Hintergrund aus Kunststoff ist nicht gerade
ein Stimulus für ausführige Begutachtung der kleinen Wunder. Es fehlt die Tiefe, es
fehlt der Blick unter das Fahrwerk, das Licht und der Raum für Abstand. Nun habe ich von
meiner allerliebsten Ehefrau vor zwei Jahren eine wunderschöne Vitrine in großer
Abmessung bekommen, welche feinsäuberlichst vom Nachbarn gegenüber (er baut
normalerweise griechische Tempel im Maßstab 1:100) konstruiert und zusammengebaut wurde,
aber auch hier fehlt irgendwie etwas.
Wie könnte man nun diese Problemstellung innovativ lösen. Es müßte genug Raum geben
für den Betrachter (wobei eine Seite zwangsläufig aus dem Sichtbereich bleibt, außer
man kann sich eine Glasvitrine mitten ins Zimmer stellen), es sollten gute
Lichtverhältnisse vorhanden sein ohne Schattenbildung und Staubfrei sollte das ganze
sowieso sein. Natürlich wäre natürlich auch toll, wenn ein integrierter
Rollenprüfstand eingebaut wäre und wenn wir schon dabei sind
.
Nun weiss ich daß in Karlsruhe ein Vitrinenbauer die meisten der genannten Kriterien
erfüllen kann, aber bisher gibt's das ganze nur im 1-Lokformat. Toll ist bei dieser
Vitrine allerdings, daß durch den geschickten Einbau von Spiegeln eine Betrachtung des
Fahrwerks von unten möglich ist ohne daß man Rücken- bzw. Halsverkrümmungen
befürchten muss.
Aber wie haben Sie dieses Problem gelöst? Ich würde gerne dieses Thema in einem der
nächsten Ausgaben näher belichten und gerne Ihre persönliche Philosophie bzw. Lösung
des Thema's "Vitrine" hierzu zeigen. Von manch einem weiss ich daß das Projekt
Vitrine zum Kleindiorama im Wohnzimmer (-schrank) führte. Ich bin mir aber auch sicher
daß es genügend andere kreative Lösungen gibt. Bitte schreiben Sie mir hierüber. Aber
auch wenn Sie selbst auf der Suche nach einer entsprechenden Lösung sind können Sie sich
melden. Ich wurde gerne mehr über die Wünsche berichten - und vielleicht finden wir
zusammen die richtige Lösung hierfür?
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Modul - alles klar!
Nach meinem Aufruf im letzten Länderbahn Forum habe ich von einer kleinen Anzahl von
Lesern eine Reaktion zum Thema Modulformat für Länderbahnmodule erhalten. Allerdings
dürfte ich aus statistischen Erwägungen keine Schlüsse zu Ihren Präferenzen
schliessen, dazu war die Anzahl der Reaktionen leider zu gering. Lebt das Thema doch
weniger unter der Leserschaft als gedacht? Oder warten Sie darauf daß andere einen
Standard bestimmen? Wie auch immer, es gab auf jeden Fall zwei Gewinner. Zum einen erhielt
das, auch von mir favorisierte, Bur-Modul als Lieblingslösung die meisten Stimmen, aber
nahezu gleichauf lag Fremo, wobei das Standardmodul deutlich bevorzugt wurde. Zum Exoten
muß ich den H0pur ® Standard erklären. Er wurde nur 1 genannt und kann hierdurch nicht
suf viel Zuneigung hoffen.
Die Frage ist nun natürlich: Sollen wir das Bur-Modul als Wahl der Leser benennen und
diesen Standard als unseren Standard festlegen? Ich bin beinahe geneigt um dies zu tun.
Aber Sinn hat dies nur, wenn auch wirklich einige unter Ihnen hierbei mitmachen und Ihre
Module entsprechend bauen. Aus Datenschutzgründen kann ich ohne Ihr Einverständnis nicht
die persönlichen Daten der jeweiligen Befürworter abdrucken, wäre dies aber möglich
könnte vereinbart werden, daß die Modulbauwütigen sich unter einander absprechen und
zusammen Modulprojekte entwickeln. Statt eines Abdrucks im LBF wäre es aber auch möglich
daß Sie mir mitteilen kein Problem damit zu haben um auf einer Kurzliste als Modulbauer
im Format XXXX sichtbar zu werden. Ich könnte diese Shortlist an alle Listenteilnehmer
senden. Hierdurch könnten Sie selbstständig miteinander Kontakt aufnehmen udn weiteres
absprechen. Dies wäre mir insofern recht, da die Moduler dann unter einander weitermachen
können und die anderen nicht mehr durch Artikel zum Thema Modul im LBF
"belästigt" werden. Um mit Shakespeare zu sprechen, wir machen "Was Ihr
wollt!". Auf die vielfältigen Reaktionen warte ich mit gespannter Neugier!
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Der nächste Workshop kommt bestimmt!
Auch der Aufruf um Wünsche zum Thema Workshops wurde nicht gerade begeistert empfangen.
Haben Sie kein Interesse daran ? Die bisherigen drei Lötworkshops hatten eigentlich ein
sehr positives Resultat erreicht und ich dachte eigentlich daß hierdurch die Frage für
weitere workshops selbstverständlich waren?
Bei den gewünschten Themen stehen zwei Bereiche zentral: Zum einen bleibt das Löten
enorm populär und würden gerne eine kleine Schar von Lötkolbenfreaks gerne wieder
zusammen kommen um ein Wägelchen zusammen zu bauen, aber fast ebensoviele Reaktionen
wünschten sich einen (Modul-) Anlagenbau-Workshop. Wo, wie, wann - diese Fragen müssen
also beantwortet werden. Eigentlich ist es schon fast zu spät um noch an einen Workshop
im September/Oktober zu denken, da ein solcher in diesem LBF angekündigt hätte werden
müssen. Andererseits könnte ich die Gruppe der Interessenten auch individuell
anschreiben und einladen.
Ich bin zu allen Untaten bereit, nur sollten Sie mir (falls Sie nicht bereits reagiert
haben) in Laufe der kommenden Woche Ihr Interesse an einem workshop und ihrem Wunschthema
und Datum mit teilen.
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Digitale
Modellbahnsteuerung: Fahrzeugdekoder
von Tobias Frydman, Utrecht
Wie viele von Ihnen vielleicht noch wissen, habe ich vor einigen Jahren in Miba und
Miba-Spezial einige Artikel veröffentlich zum Thema digitale
Modellbahnsteuerungen. Hierbei habe ich das von mir ausgewählte System, Digitrax
und entsprechende Software zur Betrieb-steuerung näher beschrieben. Da mir immer noch die
entsprechende Anlage fehlt, habe ich in den letzten Jahren aber nicht mehr so viel
hierüber nachgedacht. Erst kürzlich habe ich mich aber dann doch wieder einmal in das
aktuelle Angebot vertieft und mich insbesondere für mobile Dekoder, oder auch Lokdekoder
genannt, interessiert.
Im Mittelpunkt meiner Wahl lag dieses Mal nicht nur das Preis-Leistungsverhältnis (dies
spielt immer eine wichtige Rolle) sondern vielmehr auch der Einsatz von hochwertigen
Antriebsmotoren in Kombination mit digitalen Fahrzeugempföngern. Die sogenannte
Faulhaberverträglichkeit ist scheinbar aber noch immer ein Nichenmarkt im digitalen
Modellbetrieb, da das Angebot an entsprechenden Dekodern nur sehr begrenzt ist. Ich habe
mich letztendlich für den Lokdekoder MX61 aus dem Hause Zimo entschieden.
Da ich von verschiedenen Lesern immer wieder einmal auf das Thema Digital
angesprochen wurde, möchte ich heute einmal zu diesem Thema Stellung nehmen und meine
Wahl näher begründen. Sollten Sie an weiteren Artikeln zu diesem Thema interessiert
sein, dann bitte ich um eine kurze Mitteilung. Ich bin gerne bereit aus meiner eigenen
Erfahrung und Blickwinkel zu berichten, allerdings überlasse ich die Markt- und
Produktvergleiche gerne der einschlägigen Presse, da diese sich hier mit viel besser und
ausführlicher beschäftigen kann.
Der Zimo MX61
Dieser Lokomotivempfänger aus der österreichischen Digital-Edelschmiede Zimo verfügt
über die folgenden Eigenschaften;
- für Antriebe bis 0,8 Ampere geeignet (Spur H0 und kleiner)ö
- Lastausgleichsregelung;
- Motor kann wahlweise niederfrequent oder hochfrequent betrieben werden und ist hierdurch
besonders für Faulhaber oder ähnliche Antriebe geeigent;
- 3 Zusatzfunktionen mit jeweils 0,2 A möglich;
- Abmessungen: 25 x 16 x 4,5 mm
Der Dekoder ist auch mit einer Standard-Schnittstelle erhältlich.
Was mir persönlich wichtig war, war der sichere und motorschonende Einsatz von digitaler
Technik bei Faulhaberantrieben im sogenannten DCC-Format. Dieses Format ist ein
herstellerübergreifender Standard, der es ermöglicht daß DCC-Dekoder unabhängig vom
Hersteller der Schaltzentrale )soweit diese dem DCC-Format entspricht) eingesetzt werden
kann.Bis vor rund einem Jahr war es leider noch immer so, daß die jeweiligen Anbieter die
eigenen Kunden an das eigene Format festbanden und ein freier Betrieb mit Komponenten
anderer Hersteller nicht möglich war. Inzwischen ist aber einiges geschehen. Zunächst
haben sich die meisten Anbieter von digitalen Modellbahnsteuerungen dazu entschlossen um
das eigene Angebot zumindest für den DCC-Standard zu öffnen. Hierdurch kann der Besitzer
nicht nur das Format des Herstellers benutzen, sondern auch DCC Dekoder
einsetzen.Desweiteren hat die Firma Uhlenbrock eine Steuerung auf den Markt gebracht, die
verschiedene Formate mit einander fahren lassen kann. Diese neue Zentrale ist eine
wichtige Entwicklung und mann kann der Firma Uhlenbrock hierzu nur gratulieren. Wer jetzt
aber meint, daß mit dieser Entwicklung der freie Einsatz von allen Komponenten
gewährleistet ist, hat sich aber leider getäuscht. Nur die Dekoder sind im
DCC-Format frei wählbar, bei den Systemkomponenten, wie Zentralen, Schalt- und Steuerpult
etc. ist dieses leider noch immer nicht gegeben.
Da ich selbst über ein Einsteigerset der amerikanischen Firma Digitrax verfüge, das dem
DCC-Standard entspricht, war für mich also die Kompabilität mit diesem Marktstandard
wichtig. Der Zimodekoder hat keine Probleme mit meiner Steuerung und lässt sich
ausgezeichnet bedienen und programmieren.
Ich habe einen MX61-Dekoder mit Schnittstelle für meine Trix B VI Tölz
benutzt. Diese Trix Modell verfügt über einen Faulhaberantrieb und möchte deshalb
schonend behandelt werden. Der Einbau des Dekoders war in 1 Minute fertig. Es mußte nur
der Tender geöffnet werden, eine Blende entfernt werden und der Dekoder eingesetzt werden
und schon war digitaler Betrieb möglich. Allerdings muß der Dekoder erst noch für den
Einsatz mit einem Faulhabermotor programmiert werden.
Dies ist aber denkbar einfach. Alle DCC-Dekoder verfügen über sogenannte CV-Nummern,
welche einer bestimmten Funktion zugeordnet sind. So ist z.B. die CV-Nummer 1 immer für
die Fahrzeugadresse verantwortlich. Beim Zimodekoder sind bis zu 127 Adressen möglich,
das sollte eigentlich reichen. Aber auch die Anfahr- und Bremsgeschwindigkeit, sowie die
Mittel- Maximalgeschwindigkeit kann Fahrzeugtypisch eingestellt werden.
Der Einsatz von Faulhabermotoren wird in der CV#Nummer 9 geregelt. Gibt man hier beim MX61
den Wert 0 ein, ist der Dekoder einsatzbereit und kann mit Faulhabermotoren betrieben
werden - so einfach ist dies!
Was mir als erstes auffiel war das Fahren ohne Brummen. Von meinen amerikanischen Dekodern
des Herstellers Digitrax war ich bisher fahrtechnisch sehr zufrieden gewesen, aber das
leichte Brummen, welches oft kennmerkend ist für den digitalen Einsatz, hat mich schon
sehr gestört. Nicht so beim Zimo MX61.
Aber auch die Fahreigenschaften, vor Allem im Langsamstbereich, waren beeindruckend. Wer
seine Kleinserienmodelle simultan in niedrigsten Geschwindigkeiten gleichzeitig betreiben
will, kommt an diesem Dekoder meiner Meinung nach nicht vorbei.
Fahrzeug-Empfänger MX61 - model 2000:
Die neue Ausführung des MX61 wird sich vom aktuellen Typ vor allem durch kleinere
Abmessungen (22 x 13 mm statt 25 x 15 mm), durch einen zusätzlichen Funktionsausgang
(also insgesamt 4 verstärkte und 2 Logikpegel-Ausgänge vorhanden), ein erweitertes
"function mapping" (entsprechend MX65), und neue Algorithmen für
Lastausgleichsregelung und Beschleunigungsvorgänge unterscheiden. Die ersten Versuche
bezüglich Langsamfahreigen-schaften zeigen bereits große Fortschritte gegenüber den
bisherigen Produkten (sowohl von ZIMO als auch von anderen Herstellern). Die
Serienfertigung sollte Ende Juni beginnen, der Preis wird bei ca. DM 100,- pro Dekoder
liegen, wobei bei Mengenabnahme bei einigen Händlern auch Rabatte angeboten werden. Der
alte MX61 ist schon für rund DM 80,- zu haben.
Fazit
Der Zimo MX61 Fahrzeugdekoder bietet Faulhabereinsatz in Kombination mit hervorragendem
Fahreigenschaften und Lastregelung zum akzeptablen Preis. Wer das Optimum sucht wird
hirmit glücklich werden, insbesondere dann, wenn das modell 2000 erhältlich ist.

Signalgeschichte
der Länderbahnen: Die Weichensignale
von Tobias Frydman, Utrecht
Die Signalordnung hat in Bezug auf die Weichensignale nur die folgenden zwei Bestimmungen:
Die Signale an den Weichen müssen sowohl bei Tage als bei Dunkelheit durch Ihre Form
erkennen lassen, ob die Weiche auf das gerade Gleis gestellt ist, oder nach welcher Seite
die Ablenkung erfolgt. Das rothe und das grüne Signallicht sind für die Weichensignale
nicht zu verwenden, sofern dieselben nicht im einzelnen Falle zugleich als Haltesignal
oder Langsamfahrsignal dienen sollen.
Ausführungsbestimmung
Die Weichensignale sollen die Stellungder Weichen auf größere Entfernung kenntlich
machen. Der Signalkasten ist deshalb - in der Regel neben den Weichenzungen, bei
Kreuzungsweichen bisweilen auch neben der Mitte der Weichenkurven - so angeordnet, daß er
sich beim Umstellen der Weiche um einen rechten Winkel dreht und dadurch in der Richtung
der Gleise wechselnde Signalbilder zeigt. Die Signalbilder sind bei Tage und bei
Dunkelheit dieseleben und werden durch weiße, bei Dunkelheit von innen beleuchtete
Glas-scheiben erzeugt. Rothes Licht kommt ausnahmsweise bei Weichensignalen vor und dient
alsdann als Haltsignal.
Grünes Licht gilt bei den Weichenlaternen als Langsamfahrsignal.
Bei den einfachen Weichen mit einem geraden Gleise zeigt der Laternenkasten bei der
Stellung auf das gerade Gleis nach beiden Richtungen das Signal A. Bei der Stellung auf
das gekrümmte Gleis erscheint für die Einfahrt in die Weiche das Signal B1 und für die
Ausfahrt aus der
Weiche, die alsdann nur aus dem gekrümmten Gleise erfolgen darf, das Signal B2.
Bei den symmetrischen Weichen kommt Signal A nicht zur Anwendung. Für die Einfahrt
erscheint Signal B1 entweder mit dem nach links oder dem nach rechts gerichteten Pfeil,
und für die Ausfahrt aus dem in der Fahrtrichtung links- und rechtsseitigen Gleise
er-scheint Signal C1 und C2.
Bei den einfachen Kreuzungsweichen ist, auch wenn beide Zungenpaare durch denselben Hebel
gestellt werden, für jedes Zungenpaar ein besonderer Signalkasten vorhanden, welcher die
Signalbilder A, B1 und B2 zeigt.
Bei doppelten Kreuzungswei-chen sind, wenn alle 4 Zungenpaare durch denselben Hebel
gestellt werden, stets entweder die beiden geraden oder die beiden gekrümmten Gleise
fahrbar. Im ersten Falle zeigt der Laternenkasten das Signal A, im anderen Falle das
Signal D, und zwar jedes dieser Signale nach beiden Fahrtrichtungen. Werden dagegen nur je
zwei neben einander liegende Zungen-paare durch denselben Hebel gestellt, so sind die
Signaleinrichtungen verschieden, je nachdem sich die beiden Zungenpaare bei der Umstellung
nach entgegengesetzten Seiten oder nach derselben Seite hin bewegen. Im ersten Falle sind
stets entweder die beiden geraden oder die beiden gekrümmten Gleise geöffnet, und es
genügt daher für beide Zungenpaare ein Laternenkasten, welcher bei der einen Stellung
nach beiden Fahrtrichtungen Signal A, bei den anderen auf der Vorderseite Signal D und auf
der Rückseite Signal B2 zeigt. Im anderen Falle ist stets ein gerades und ein gekrümmtes
Gleis für die Einfahrt geöffnet und es sind dann zwei an jedem Ende, zusammen also 4
Laternenkasten vorhanden, die wie bei den einfachen Weichen eingerichten sind.
Die für die Dunkelheit bestimmten Signale sind bereits bei eintretender Dämmerung und
bei Mondschein, aber auch am Tage bei dichtem Nebel zur Anwendung zu bringen.
Soweit ein Auszug aus der Signalordnung für die Eisenbahnen Deutschlands aus dem Jahre
1892.
In dieser Beschreibung wird auf die sogenannten Weichenlaternenkasten eingegangen, nicht
jedoch auf die damals noch vielfach verbreiteten Weichenscheibensignale, die von diversen
Länderbahnen eingestzt wurden. Welche Vielfalt an Weichensignalen bestand lässt sich
auch den vielen unterschiedlichen Weichenlaternen beurteilen. Einenkurzen Ausschnitt aus
dem Angebot der Lieferanten finden Sie auf den folgenden Seiten.
Interessante
Länderbahn Produkte
Bayerische
Weichensignale - Nun erhältlich
Was schon lange fehlt auf vorbildgerechten Modellbahnmodulen und Anlagen aus der
Länderbahnzeit sind vorbildenstprechende Weichensignale. Durch die Privatinitiative
unseres Lesers Herrn Barsch hat Herr Petau die Produktion von bayerischen
Länderbahn-Weichensignalen aufgenommen. Der Bausatz besteht aus den folgenden Teilen:
Laternenabwicklung: Die Laternenabwicklung wird hierbei aus 0,1 mm NS-Blech hergestellt
und wird bereits vorgebogen geliefert. Laternendach: Aus gleichem Blech, wird brüniert
und mit Loch für den Lüfterzapfen geliefert. Lüfter: aus Messing gedrehtes Teil.
Das ganze wird mit einem milchweissen Plastikkern und einer durchsichtigen 1 mm Achse
geliefert. Um Ihnen eine erste Idee vom Aussehen zu geben, finden Sie hierunter die
Abbildung des Prototypen. Im Vergleich zum bayerischen Weichensignal finden Sie auf der
Aufnahme von Herrn Barsch zum Vergleich die NMW.Laterne mit Kern. Dabei wird die
Zierlichkeit des Models sehr deutlich.
Den Bausatz wird es in Spur H0 geben, aber Herr Petau wird auch entsprechende Signale in
den Spuren 0 und I anbieten. Der Preis in Spur H0 wird ca. DM 15,- pro Bausatz betragen.
Bei größeren Bestellungen bzw. Sammelbestellungen ist aber auch noch mit deutlichen
Preisnachlässen zu rechnen ( ab 10 Stück beträgt der Einzelpreis ca. DM 10,-. Für Spur
0 wird der Preis pro Bausatz ca. DM 20,- betragen, für die Spur I ist dies DM 25,-

Sollten Sie an den Bausätzen interessiert sein (unabhängig von der Spurweite), dann
können wir auch eine Sammelbe- stellung über das Länderbahn Forum organisieren, welche
Ihnen einen deutlichen Preisvorteil liefern kann und Herrn Petau die Chance für eine
interessante Auflage bietet. Deshalb bitte ich Sie mir bei Interesse die gewünschte Menge
pro Spurweite als verbindliche Bestellung zu zusenden. Ich sorge dann für die weitere
Abhandlung und den Versand an Sie.
Bitte emailen Sie mir Ihre Bestellung durch: lbfshop@frydman.demon.nl
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Bierwagen der
K.Bay.Sts.B. - der kleinste ungebremste Bierwagen, Baujahr 1896,
Wagenstandsverzeichnis Nr. 422

Dieses Traumwägelchen ist durch unseren Leser, Herrn Huber ausgewählt worden um in
Kleinstserie aufgelegt zu werden. Diese Privatinitiative von Herrn Huber erfüllt sicher
den Wunsch vieler Bayern-Fans, welche diesen Wagen schon lange auf Ihrer Wunschliste
stehen haben. Der Wagen wird in feinster Messingbauweise als Fertigmodell geliefert und
verfügt über Radsätze mit RP25 Profil (Radreifen rostfreier Edelstahl), Hakenkupplung,
Federpuffer und andere Kennzeichen von Kleinserienmodelle.
Das Modell wird in einer Kleinstserie von 20 Stück aufgelegt und wird für DM 450,-
ausschliesslich als Fertigmodell angeboten. Interessenten solltens chnell reagieren und
sich mit Herrn Huber in Verbindung setzen:
Werner Huber
Jahnweg 7
D-93173 Wenzenbach
Tel.: 09407/90175
********************************************************************************************
Nützliches Helferlein für feine Arbeiten - die Universallehre von amb
Gesehen habe ich diese Lehre in Hp1, wo es beim Bau von Selbstbauweichen mehrfach
eingesetzt wurde. Da ich mich wieder einmal an einige Kleinstbasteleien wagen wol-lte,
habe ich mir diese Lehre bestellt und kann sie nunmehr aus eigener Erfahrung als
nützliches Werkzeug sehr anbefehlen. Sie erhalten die Universallehre direkt bei:
Firma AMB
G. Albrecht
07318 Saalfeld-Remschütz
Tel.: 03671/512627
email: amb-modell@saale-net.de
Die Lehre kostet 29,90 DM zzgl. Versand
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Jetzt
ist es soweit: Die B IX in Spur H0 ist nun lieferbar
Lange mußten die Bayern-Fans auf ein Kleinserien-modell der B IX in der Spur H0 warten,
aber das Warten ist nunmehr vorbei:
Micro Metakit hat vor einigen Wochen mit der Auslieferung Ihrer Varianten der B IX
begonnen. Die 1000 mit dem Dampfgenerator für die elektrische Beleuchtung
ist dabei ein heißer Renner, aber auch die fünf weiteren Versionen der B IX aus dem
Hause Micro-Metakit sind beliebt, weshalb eine baldigste Bestellung empfohlen wird.
Daneben hat Micro-Chef Rauchenecker noch eine spezielle Überraschung für den, ders
noch exklusiver haben will: Bei Micro-Feinmechanik ist in einer Kleinstauflage von 20
Stück die bayerische Vilshofen erhältlich.
Die Muenchen von Micro:

und Ihre Schwester, die Halle, ebenfalls aus Landshut:

Aber auch aus dem Hause Bavaria ist erfreuliches zu berichten: Die
Auslieferung der ersten Variante der B IX aus Roth ist nunmehr ebenfalls erfolgt. Dieser
erste Version, mit drei Namens-varianten, soll aber in Kürze die zweite
Baureihe in der Ausführung um 1900 (mit Westinghouse-Bremse etc.) folgen.
Für die Gerolzhofen, die Zuglok des Königszugs will sich Bavaria-Chef Kebbel noch eine
kleine Überraschung einfallen lassen. Ob und wie diese hinhaut hoffen wir bald berichten
zu können.
Hier die Bavaria Variante

Sollten Sie noch keine Pläne für Ihr Urlaubsgeld haben und sind Sie K.Bay.Sts.B.-Fan?
Ihr Problem hat sich mit diesem Angebot aus den beiden Kleinserienschmieden gelöst, Sie
müssen sich jetzt
nur noch entscheiden welche der Lokversionen Sie wollen - oder Sie nehmen einfach beide
Varianten !!!

Weichenantriebe:
eine interessante Alternative
von Tobias Frydman, Utrecht
Nachdem wir in den letzten Ausgaben des LBF das Thema Modulbau angesprochen haben,
liegt der Bau und die Beschreibung zugehöriger Komponenten im Interesse der Modul- und
Anlagebauer. Da zu diesen Themen in der Regel schon ausführlich in den einschlägigen
Modellbahnzeitschriften berichtet wird, möchte ich in loser Folge die nicht alltäglichen
Aspekte näher belichten. Hierzu gehört natürlich auch der Antrieb der selbstgebauten
oder gekauften Weichen und Signale.
Im heutigen Artikel will ich Ihnen eine interessante Alternative für den Antrieb von
Signalen und Weichen vorstellen: Der Memorydraht!

Die Theorie
Stellen Sie sich einen Draht aus Nickel-Titanium vor, der in seinem Durchmesser in etwa
einem menschlichen Haar entspricht und ein Gewicht von 100 g hält (siehe inn Grafik 1 den
Level A1).
Durch das Schliessen einer Taste führen wir nun elektrischen Strom an beide Enden des
Drahts zu. Wie bei einem elektrischen Wieder-stand wird der Draht durch die Elektrizität
erwärmt. Zu Ihrer Überraschung stellen Sie fest, daß sich der Draht zu8sammenzieht,
wobei er soviel Kraft entwickelt um das Gewicht auf den Level A2 zu heben.
Wenn Sie die Stromzufuhr durch Tastenbedienung stoppen, kühlt der Draht sich ab und
entspannt sich soweit, bis sich das angehängte Gewicht wieder auf seiner ursprünglichen
Position befindet. Der Draht funktioniert also wie ein Motor, der seine Anhänglast auf
und ab bewegt.
Wenn Sie sich jetzt vorstellen, daß der Draht ein bewegliches Modellteil, wie z. B. einen
Hebel oder eine Stange hin und her bewegt, dann können Sie sich den Einsatz eines solchen
Drahts im Modell-bahnbereich schon gut vorstellen.
Der sogenannte Memorydraht kennt also zwei wichtige Eigenschaften, wel-che wärmeabhängig
sind:
Zunächst seine ursprüngliche Länge bei Zimmertemperatur, und eine verkürzte Länge,
welche bei Zufuhr von einer Temparatur über 80C erreicht wird, wobei beiden Längenmasse
feste Konstanten sind. Da diese Längen so zusagen im Gedächtnis des Drahts aufgehoben
sind, wird dieser auch Memorydraht genannt.
Eine kurze Produktbeschreibung des Pro-Rail Drahts
Der Pro-Rail Memorydraht ist speziell für Modellzupassungen entwickelt worden. Der
Durchmesser des Drahtes, der aus einer Nickel-Titanium Gemische besteht, beträgt 120 mm
(0,12 mm). Diese spezielle Mischung sorgt dafür, daß der Draht eine Zugkraft von 2 N
(ungefähr 200 g) entwickelt.
Durch die spezialle Fertigung wird gewährleistet daß die beiden Längenmasse (kalter und
warmer Zustand) während des gesamten Lebensbereich des Drahts exakt gleich bleiben, sogar
nach hundertfachen Anwendungen. Hierdurch wird sichergestellt, daß eine (wenn auch
leichte) Veränderung im Kontrak-tionsbereich vermieden wird..
Außerdem zeichnet sich der Pro-Rail Draht auch dadurch aus, daß für das Erreichen der
ursprünglichen Länge lediglich eine leichte Metallfeder benötigt wird. Hierdurch wird
der Zusammenbau Ihrer Antriebs wesentlich erleichtert.
Der Einsatz als Weichenantrieb
Zunächst ist es natürlich erst einmal wichtig um zu definieren für welchen Weichentyp
der Antrieb benutzt werden soll. Ist dies z.B. eine Pilzweiche, dann gelten besondere
Kriterien, da die durchgehende Zunge einenen ziemlichen Eigen-widerstand erzeugen, der bei
anderen Weichen nicht auftritt. Dies ist übrigens überhaupt kein Problem für diesen
Antrieb! Unschlagbar sind auf jeden Fall zwei Resultate: Der Schaltvorgang ist absolut
geräuschlos und die Bewegung ist sanft und langsam. Fast wie im richtigen Leben. Und dann
der Preis: Im Selbstbau kommt ein Antrieb auf ca. 6,- DM.
Einen ausführlichen Bericht zum Thema Weichenantrieb per Memorydraht finden Sie In Miba
Spezial25 (Modellbahn-Praxis) auf den Seiten 58ff. Neben einer umfassenden Umschreibung
des Einsatzes des Drahts finden Sie auch eine nachvollziehbare Bauanleitung für einen
Memory-Weichenantrieb.
Wie bekommen Sie den Memorydraht von Pro-Rail ?
Jacques LePlat bietet einen weltweiten Versand an und da das Gewicht des Drahts extrem
gering ist, kann er in einem normalen Briefumschlag versandt werden. Im Angebot von
Pro-Rail befindet sich ein Versuchskit, das aus einem 1,20 langen Drahtstück sowie allen
anderen benötigten Bauteilen (wie Teflonschlauch, Federn und diverse Kleinteile) besteht.
Hiermit lassen sich diverse Möglichkeiten realisieren und Sie haben zum günstigen Preis
testen können ob diese Lösung etwas für Sie ist.
Die Preis sind wie folgt:
Versuchskit 16,90 Euro
Draht:
2 Meter 20,-- Euro (Minimumlänge)
5 Meter 45,-- Euro (Sie sparen 10% gegenüber den 2 Meter)
10 Meter 84,-- Euro (Sie sparen 16% gegenüber
den 2 Meter)
Hinzu kommen jeweils die Versandkosten (ca 1,85 Euro pro Sendung).
Bei Interesse können Sie sich direkt an Herrn LePlat wenden:
PRO RAIL INTERNATIONAL R.C.
Rue du Pont-de-Bois, 4a
B-1490 Court-Saint-Etienne
(Belgium)
Postbank: 000-1543565-04
T + Fax: (32+) 10 61 15 65
E-mail: pro-rail@skynet.be
Web: http://users.skynet.be/pro-rail

Aktuelles für
Länderbahnfreunde
Interessante Internet-Links
Wieder einmal habe ich eine Reihe interessanter Internet-Links für Sie gefunden, die sich
entweder mit unserem Spezialgebiet beschäftigen oder andere relevante Informationen
anbieten:
http://diverse.freepage.de/wutachtalbahn
Eisenbahn und Landschaft in Südbaden"; Hauptthema bleibt dabei die
Sauschwänzlebahn". Abermals wurde der Auftritt wesentlich vergrössert; neu finden
Sie dort den aktuellen Fahrplan 2000 der Museumsbahn Wutachtal, Bilder der Strecke
Bonndorf - Neustadt, Schwarzwaldmotive, eine Anfahrtsskizze usw.
http://users.skynet.be/pro-rail
Jacques Le Plat hat auf seinen Webseiten viele Informationen zum Thema Memorydraht
zusammengebracht. Desweiteren findet man einiges zum Thema Finescale Modelle nach
belgischem Vorbild.
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JETZT VERFÜGBAR:
Doppelbausatz LBF II von Bavaria
Der neue Komplett-Doppelbausatz besteht aus einem gebremsten Güterzug-begleitwagen und
einem ungebremsten Großviehwagen (ehemalige Ostbahn) der K.Bay.Sts.B. in Spur H0 in
bekannter Bavaria-Qualität. Die vorbestellten Sets wurden bereits ausgeliefert. Sollten
Sie Interesse an diesem Doppelbausatz haben, dann bitte ich um schnelle Reaktion da nur
noch einige wenige Doppelbausets verfügbar sind. Der Preis beträgt DM 199,- zzgl.
Portokosten.


BITTE BESTELLEN SIE SCHNELL PER EMAIL: ES SIND NUR NOCH WENIGE EXEMPLARE
VERFÜGBAR: lbfshop@frydman.demon.nl
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Ostbahn-Bierwagen in Spur 0
Herr Krämer hat inzwischen die benötigten Ätzzeichnungen für diesen Wagen erstellt.
Sobald ein Prototyp erstellt ist werden weitere Informationen folgen. Nur soviel vorab:
Falls gewünscht werden die Bausätze individuell nach den Wünschen der Besteller
zusammengestellt. Ziel aller Bemühungen ist es den Preis bei guter Qualität so niedrig
wie möglich zu halten. Wenn man die marktüblichen Preise für Kleinteile zu Grunde legt.
müsste ein Preis von zwischen 400,- und 650.- DM je Doppelbausatz möglich sein.
Fertigmodelle sind auch denkbar, dazu aber später mehr. Für Liebhaber der Spur 0 sollte
sich das warten auf jeden Fall lohnen. Vielleicht gibt es im nächsten LBF schon konkrete
Bestellmöglichkeiten.

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