Länderbahn Forum

 

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Friday, 02. April 2004

 

Länderbahn Forum 2/01

Inhaltsverzeichnis:

1. Kurz belichtet: Das Länderbahn Forum nur noch auf dem Internet? (Teil2)

2. Die bayerischen Lokalbahnwagen

3. Elektrisch zur Länderbahnzeit (Teil 1)

4. Der ersten Modulbau-Workshop des LBF (Teil 2)

5. Mein Traum: Die Station Tutzing

6. Fragezeichen

7. Neuer LBF-Doppelbausatz: Die kurzen bayerischen Bierwagen von Bavaria

 

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Liebe Länderbahnfreunde,

Turbulente Wochen und Monate liegen hinter uns. Durch meine Bemerkungen Richtung Internet in der letzten Ausgabe des LBF’s haben sich doch eine Reihe der Leser angesprochen gefühlt und haben mir mitgeteilt dass für sie das Länderbahn Forum auch inZukunft auf Papier erscheinen soll.

Es waren zwar insgesamt weniger als 15% der Gesamtleserzahl, die auf das gedruckte LBF nicht verzichten wollten, aber für war dies Grund genug um an eine Lösung zu kommen. Ab dem nächsten Jahr soll es dann einfach beide Varianten neben ein ander geben. Zwar haben die Internetleser dann zeitlich die Nase vorn, aber dies wurde allgemein als kein Problem gesehen. Die neu schriftliche Form wird sich am Inhalt des Internets orientieren. Artikel die dort erscheinen werden zum Quartalsende hin gebündelt und ausgedruckt. Somit ist für jeden der heutigen Leser gewährleistet, dass das LBF auch weiterhin gelesen werden kann.

Der Internetzugang wird dann auch neue Wege gehen. Der Großteil der Informationen werden gratis zur Verfügung gestellt, aber die verschiedenen Serviceleistungen, wie Kleinanzeigen, Abbildungen, Datenfiles, etc werden für Abonnenten reserviert sein. Ich hoffe dass auf diese Weise auch ein attraktiverer und wesentlich aktuellerer Internetauftritt des Länderbahn Forums möglich sein wird. Hierzu näheres im nächsten Heft.

Wie immer im Frühjahr fanden auch in diesem Jahr die ersten workshops des jahres 2001 statt. Diesesmal war das Modulbauen in Borgeln bei Soest und das immer spassige Löten in Karlsruhe angesagt. Während die Modulgruppe eine feste Mansschaft geworden ist (zwangsläufig, da gemeinsam das Gleiche erarbeitet werden soll), hat sich beim Löten im Juni eine bunte Mischung von alten Hasen und neuen Lötwundern zusammen gefunden. Dieses Mal dabei war auch der Filus eines Länderbahn Forum Lesers, der wohl die Aufgabe erteilt hatte: Sohn, was ich begonnen, bringst zum Ende du..... An Nachwuchs für’s Länderbahn Forum wird also bereits gesorgt!!

In den letzten Wochen habe ich mich intensiv darum bemüht um Anbieter von „Grünzeugs" dazu zu bewegen um dem Länderbahn Forum Informationsmaterial zur Verfügung zu stellen. Grund hierfür war, daß es zwar einiges an Großserienhersteller in diesem Bereich gibt, aber auch eine ganze Reihe hervorragender Kleinsrienanbieter. Silflor und Silhouette sind wohl die beiden bekanntesten aus diesem Kreis aber es gibt da noch genug andere. Mal schauen ob sie sich noch melden, bisher war das Interesse gering. Und dabei erschien mir das Thema durchaus relevant, den wer perfekte Modell kauft, will doch auch eine herausragende Lanschaft haben, oder?

Wie auch immer, jetzt steht erst Mal wieder der Sommer an, und dann kommt sie ja schon fast, die heilige Zeit des Modellbau’s. Sonnige Tage wünscht Ihnen

Ihr    Tobias Frydman

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KURZ BELICHTET

Ab 2002 das Länderbahn Forum nur noch per Internet? Teil 2

Nachdem mich in den letzten Monaten rund 30 Mitteilungen erreicht haben von Lesern die über keinen Internetanschluss verfügen, bzw. das Länderbahn Forum weiter auf Papier erhalten möchten, die überwiegende Anzahl der Leser jedoch positiv auf meinen Vorschlag reagiert haben, habe ich das folgende beschlossen:

Ab dem Jahrgang 2002 wird das Länderbahn Forum vollständig über Internet zur Verfügung gestellt. Dies bedeutet auch, daß nicht mehr nur 1 x in drei Monaten eine Ausgabe erscheint, sondern das Artikel, sobald sie vorhanden sind, erscheinen.

Die Benutzung bestimmter Dienste wird bezahlenden Abonnenten vorbehalten sein, die über ein Password Zugang zum Mitgliederteil meiner Homepage erhalten werden.

Aktive Mitglieder ( = wer verspricht 2 Beiträge per Jahrgang zu liefern – und das auch tut) erhalten gratis Zugang zum Mitgliederteil meiner Homepage.

Alle drei Monate werde ich die elektronischen Beiträge bündeln und ausdrucken lassen. Gegen Bezahlung eines Unkostenbeitrags erhalten die Leser, welche sich für ein schriftliches Abonnement entschieden haben, diese Version zugeschickt.

 

Ich hoffe daß diese Lösung für alle Leser zufriedenstellend ist. Für mich ist dies ein Kompromiss der mir einerseits mehr Flexibilität bietet und weniger Arbeitsaufwand zum Quartalsende, anderseits den Internetbenutzern mehr Aktualität und Funktionalität bietet, während die Leser, die gerne das LBF weiter auf Papier erhalten möchten, hierauf nicht verzichten müssen. Punkt 3 spricht wohl für sich. Mein Vorrat an Artikeln ist weitgehend erschöpft. Ich habe in zunehmenden Masse in den letzen 6 Monaten Kritik erhalten, daß das LBF zu Süd-lastig ist (Bayern etc...) und daß die anderen Länderbahnen vernachlässigt werden. Tut mir furchtbar leid, aber mein Interesse liegt nun mal bei den bayern und über die anderen Gesellschaften weiss ich zu wenig, bzw. habe ich unzureichende Informationen um hierüber etwas sinnvolles zu schreiben. Leider ist es mir aber in den letzten 4 Jahren nicht gelungen eine ausreichende Anzahl „schreibender" Leser zu finden, jetzt muss ich es eben auf diesem Wege probieren.

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Die bayerischen Lokalbahnwagen – Vorbild und Modell – 

von  Jochen Schnitker

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Sie waren schon eine Besonderheit, die bayerischen Lokalbahnwagen. In einer überaus großen Vielzahl von Typen von den bayerischen Waggonbaufirmen MAN in Nürnberg und Rathgeber in München gebaut.

Am 21. April 1884 verabschiedete der bayerische Landtag das Lokalbahngesetz, das mithelfen sollte, das flache Land mit Hilfe einer einfachen und kostensparenden Bauweise verkehrsmäßig zu erschließen. Man hatte dabei nicht nur einfachere Gleisanlagen, Bahnhöfe und Güterschuppen im Auge, sondern auch leichtere und billigere Fahrzeuge, die von den anfangs nur B-gekuppelten Maschinen auch gezogen werden konnten.

Besagtes Gesetz stellte unmißverständlich fest, daß es "illusorisch ist, ältere Hauptbahnwagen einzusetzen und damit `unnütze, todte Lasten´ herumzuschleppen." Nicht zuletzt war daran gedacht, teilweise die bestehenden Straßen zu benützen, womit sich zwangsläufig eine gewisse Einengung des Lichtraumprofils ergeben haben dürfte. Dieses Konzept bewährte sich in der Folgezeit so gut, daß die Lokalbahnen bis zum Übergang der Bayerischen Staatseisenbahnen auf das Reich einen Anteil von über 40% am gesamten Schienennetz ausmachten.

Die erste Gruppe der Lokalbahnwagen entstand in den Jahren 1880-1886. Es waren holzbeplankte Wagen mit 3,65 m Achsstand und einer Gesamtlänge von 8,22 m. Jedes Baujahr brachte eine Neuerung hinsichtlich Radstand, Aufbau des Wagenkastens, Anordnung der Fenster, Belüftung und Beleuchtung u. ä.. Umso erstaunlicher muß festgestellt werden, daß von gewissen Gesetzmäßigkeiten, allein schon im Interesse möglichst unkomplizierter Wartung und begrenzter Lagerhaltung von Ersatzteilen nie abgewichen wurde. Bis auf zwei PPostL-Arten von 1902 waren alle Wagen als sog. Durchgangswagen mit offenen Bühnen an beiden Wagenseiten entstanden. So ließ sich das vom Gesetzgeber als am zweckmäßigsten erkannte Interkommunikationssystem verwirklichen.

Bevor auf die Besonderheiten näher eingegangenen wird, soll das Bezeichnungssystem erläutert werden. Die Gattungsbezeichnungen aller Lokalbahnwagen erhielten zu ihren von der Wagenklasse bestimmten Buch- staben noch ein "L" angehängt. Der offene Übergang ergab zusätzlich das "i" als letzten Buchstaben. Um die Jahrhundertwende wurde aus Vereinfachungsgründen auf diesen Zusatz verzichtet, um dann allerdings von der späteren Reichsbahn wieder verwendet zu werden; diesmal jedoch unter Voranstellung des "L" an die erste Stelle. Gepäckabteile oder –wagen wurden mit einem "P", Postabteile mit "Post" gekennzeichnet. Als 1918 zur 3. Klasse noch die vierte hinzukam, wurde ein Großteil der CL-Wagen zu DL-Wagen umgetauft. 

Aufbau und Ausrüstung

Bei den anfänglichen Baureihen wurde zwischen die Achsen ein großer Unterkasten eingebaut, wie er damals allgemein auch bei den pferdebespannten Möbelwagen zu sehen war. Diese Kästen waren hauptsächlich für die Unterbringung der sog. Zugausrüstung (Schaufeln, Beile, Sägen usw.) vorgesehen.

Die ersten Wagen hatten eine Verkleidung aus senkrecht angebrachten Holzleisten. Erst nach 1890 wurde diese Konstruktion verlassen und die Blechbeplankung eingeführt. Die Scheiben steckten in Holzrahmen. Mit einem langen Lederriemen konnten die Fenster auf und ab bewegt werden. Die Dächer sämtlicher bayer. Personenwagen hatten keine Oberlichter. Für die nötige Belüftung und genügende Ausnützung des Tageslichtes sorgten eine ausreichende Anzahl Fenster und wenn nötig, zusätzliche Lüfter an den Seitenwänden oder auf dem Dach. Bei Dunkelheit wurden Öllaternen entfacht, die in den Stirnwänden bzw. Abteilwänden angebracht waren und ihr Licht sowohl ins Abteil als auf die offene Plattform abgaben. Der Rauch der Lampen wurde über Lüfter auf dem Dach abgeleitet. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch den offenen Plattformen und ihren Absperrungen gewidmet. Bis 1890 wurden die Plattformen bei den Personenwagen nur durch Umlegen eines einfachen Flacheisens gesichert, bei den PPost- und Packwagen entfiel die seitliche Absicherung. Zutritt hatte nur bahneigenes Personal.

Bremsen

Jeder Wagen besaß auf einer der beiden Plattformen eine Handspindelbremse, welche rechts des Übergangs ihren Platz hatte. Dies war die einzig vorhandene Zugbremse. Erst später kam die Hardy-Luftsaugebremse und ab 1911 dann die Westinghouse-Druckluftbremse hinzu.

Beschaffung

Die holzbeplankten Lokalbahnwagen wurden in vier Varianten beschafft: als CL, als BCL, PPostL (Post- und Packwagen) und als PBL, also Packwagen mit einem Abteil zweiter Klasse!

Ausführung der Modelle

Die Modelle besitzen ein komplettes Messingfahrwerk mit nachgebildeter Handspindelbremse, die einseitig außen auf beide Achsen wirkt. Der Unterkasten aus gegossenem Kunststoff sitzt mittig zwischen den Achsen. Alle Bühnengitter sind zum Öffnen, ebenso die Stirntüren. Durch das Herunterdrücken einer Türklinke kann die Tür geöffnet werden und sie können ins Innere sehen. Die Stirntüren besitzen eine Innenverbretterung. Innen sind Bänke und die Innenverbretterung nachgebildet. Die Fensterscheiben sind von innen mit einem zusätzlichen Rahmen bedruckt, dadurch sind keine Klebestellen von innen sichtbar. Das Dach ist aus Aluminium, die Innenbänke aus Weißmetall. Gefederte Achslager, Federpuffer, Originalkupplung und Beschriftung (Bayer. Staatseisenbahnen oder DRG) sind selbstverständlich. Die Fensterrahmen lassen sich auch in geöffnetem Zustand montieren. Passend dazu gibt es die Figur eines bayerischen Bremsers und eines Bremsers der DRG, der auf der Plattform steht und die Handbremse dreht.

Spannen Sie eine Berg, einen Glaskasten oder eine andere bayer. Lokalbahnlok vor die Wagen und einer vergnüglichen Fahrt in die Sommerfrische der bayer. Staatseisenbahnen oder der DRG mit offener Tür und geöffneten Fenstern steht nichts mehr im Wege.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Ich wäre bereit, 2 fertige Züge abzugeben in Länderbahnausführung

Infos erhalten Sie bei J.Schnitker@web.de, Tel./Fax.: (+49) (0)5242 / 3182 (möglichst abends).

Literatur:

  1. "Die bayerischen Lokalbahnwagen", Eisenbahnjournal, Jahrgang unbekannt, S. 48
  2. Schwäbische Eisenbahn, Siegfried Baum, Verlag W.Zimmer, Eppstein im Taunus, 1969, S. 162 ff.

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Elektrisch zur Länderbahnzeit (Teil 1)

Von Andreas Heinecke, Dresden

  1. Vorwort

Liest man die einschlägigen Artikel über die Eisenbahn in Deutschland zur Länderbahnzeit, so ist man geneigt, sich nur darunter die gute alte Dampfeisenbahn vorzustellen. Das die Geburtsstunden der elektrischen Traktion auch in der Länderbahnzeit liegt, scheint bis jetzt von geringem Interesse gewesen zu sein. Um dies eventuell bei dem einen oder anderen Länderbahnfreund ändern zu können, habe ich mich zu diesem Artikel entschlossen.

Vorwegschicken möchte ich, dass ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe und für erstgemeinte Vorschläge, Ergänzungen bzw. Richtigstellungen immer dankbar bin. Der nun folgende Artikel soll einen Abriss zur Entwicklung der elektrischen Traktion von den Anfängen bis zum Jahr 1918 gegeben.

Folgende Schwerpunkte werden hierbei betrachtet.

  • Die Anfänge als Rangierlokomotiven für die Staats- und Industriebahnen
  • Die ersten elektrischen Vorortbahnen in Berlin
  • Die Elektrifizierung der ersten Strecken und deren Betriebsmittel
  • Die Oberleitungsanlagen
  • E-Loks und Triebwagen im Modell

Die Schnellfahrversuche auf der Militäreisenbahn sowie die Entwicklungsgeschichte der Akkutriebwagen sollen den bisher von verschiedenen Verlagen herausgebrachten Büchern vorhalten sein.

2. Die Anfänge als Rangierlokomotiven für die Staats- und Industriebahnen

2.1 Beschreibung

Der Betrieb der ersten funktionsfähigen von Siemens erbauten elektrischen Eisenbahn auf der Berliner Gewerbeausstellung stellt die Geburtsstunde der elektrischen Traktion dar.

Die erste E-Lok überhaupt, welche als Betriebsmittel für den rauen Eisenbahnbetrieb im Deutschen Reich geeignet schien, war die für die Königliche Eisenbahn-Hauptwerkstatt Potsdam der KPEV im Mai 1895 in Betrieb genommen Rangierlokomotive (Bild 2.1a und b). Erbaut worden ist diese B-Gleichstromlokomotive von Siemens & Halske. Man kann sich streiten, ob bei der einmotorigen Maschine die Achsformel A1 besser wäre oder die Achsfolge B aufgrund der beiden gekuppelten Treibachsen. Als Basis soll für das Untergestell sowie die Radsätze soll eine Borsig-Tenderlok der ehemaligen Rheinischen Eisenbahn gedient haben.

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Der ersten Modulbau-Workshop des LBF (Teil 2)
ein Beitrag von Paul Hartman


Am 5. und 6. Mai 2001 fand in Soest/NRW, der zweite Teil des ersten Länderbahnforum Modulbauseminars statt. Ab Samstag 10.00 Uhr waren alle Teilnehmer mit ihrem Modul, jeweils einer Nagelschere und Pinzette zur Teilnahme eingeladen. Hans-Jürgen Begau hatte uns hierfür einen kleinen Saal des Schützenhauses in Borgeln besorgt. Die Verpflegung war in bester Hand bei Frau Begau, die uns während des gesamten Wochenendes bestens versorgte. Dafür nochmals unser herzlicherDank namens aller Teilnehmer!
Rechtzeitig konnte mit der Vorbereitung angefangen werden. Jedem Teilnehmer stand ein eigener Arbeitstisch zur Verfügung und so konnte gleich kräftig losgelegt werden. Mancher Teilnehmer hatte schon Vorarbeit geleistet indem er zu Hause sein Modul schon mittels Styrodur eine gewisse Landschaftskontur gegeben hatte. Für diejenigen die dazu nicht in der Lage gewesen waren, galt es zuerst Styrodurplatten (Isolierplatten aus dem Dachdeckerbedarf, erhätlich in verschiedenen Dicken) mit einer Heissdrahtsäge in Form zu schneiden, damit sie an der Innenseite der Modulkasten verklebt werden konnten, so dass die Landschaftskontur bündig mit der Oberseite des Modulkasten verläuft. Obwohl die Heissdrahtsäge eine happige Investition darstellt (mancher hat sie aber inzwischen wohl schon selbst gebaut), kann man bei dieser Arbeit kaum auf sie verzichten. Vielleicht einen Tipp um dieses Gerät alsnochselbst zu bauen oder ein Fertiggerät in Gemeinschaft mit anderen Modulbauer zu beschaffen?

Die Styrodurplatten werden mit TESA Alleskleber (nicht wasserlösslich; erhältlich im Bürobedarf) in den Modulkasten geklebt. Theoretisch greift der Kleber Hartschaum an, in der Praxis kann man eine dünne Schicht Kleber auf dem Hartschaum anbringen und nach einer kurzer Ablüftungszeit mit den Modulkasten verkleben. Auch wenn man eine Heissdrahtsäge verwendet hat, wird man nicht darum herum kommen die Styrodurlandschaft mit einem Messer oder dergleichen in Form zu bringen. Jetzt können Wege, Stützmauern, Brücken usw. mit zum Beispiel Styrodur in
der Landschaft eingearbeitet werden. Den abschliessende Schritt bildet dann die Verspachtelung der Landschaft mit Molto Leichtspachtel, in den Niederlande auch von Allabastine vertrieben. Es handelt sich hierbei um einen weissen ganz leichten fertigen Spachtelmasse, den man mit einem
Palletmesser oder dergleichen prima auf Styrodur anbringen kann. Die Spachtel hält manälth am Besten nass mit Wasser. Der Spachtel trocknet relativ schnell (30 Minuten pro Schicht von 1mm). Nach Aushärtung kann der Spachtel mit Schleifklotz und Schmirgelpapier gut verarbeitet werden. Sie bekommen damit fast die gleiche Struktur wie mit dem Hartschaum. Jetzt gilt es die Landschaft mit zum Beispiel Abtönfarbe braun zu lackieren. Wege werden Grau und können gegebenenfalls mit Splitt eingesiebt werden. Eine Aquariumsieb tut hierbei dabei gute Dienste. Nachdem die Abtönfarbe getrocknet ist, gibt es einen ganz wichtigen Job beim Modulbau: das Schottern der Gleise. Zuvor wurden die Schwellen mit Tesakreppband abgeklebt. Lediglich die Schienenprofile und Kleineisen werden frei gelassen. Mit einer Spritzpistole wird Rostfarbe aufgebracht. Ich bevorzuge Rostfarbe Nr. 13023 von M+F, Vertrieb über Modellbau Gebhardt Reitz in Bopfingen-Schlossberg. Die Farbe kann mit Isopropanolalkohol gut verdünnt werden und trocknet schön matt auf. Wichtig ist dass die Schienenprofile vorher gut sauber gemacht werden, z.B. mit einem Glasfaserpinsel und Waschbenzin. Die Schienköpfe können nach dem Spritzen mit klarem Alkohol gut sauber gemacht werden. Jetzt wird geschottert! Jetzt mussten sich die Teilnehmer für einen gewissen Schotter entscheiden. Anhänger der süddeutschen Länderbahnen verwendeten meistens Kalksteinschotter von Asoa, entweder in feiner oder in normaler Ausführung. Der Kalksteinsplit hat sich als zu fein herausgestellt. Dieser kann mit vertretbarer Aufwand nicht zwischen die Schwellen geklebt werden (Anmerkung von Tobias Frydman: ich hab’s mit Kalksteinsand probiert und musste leider halber Wege. Stoppen und neu beginnen. Es sah zwar gut aus, liess sich aber absolut nicht in Form bringen!) Sieben wäre da eher angebracht, aber das hat den Nachteil das Sie die Schienenköpfe und Kleineisen auch mitschottern würden.

Die "Reichsbahner" hatten es da schon einfacher mit Diabasschotter von Asoa. Mit einem kleinen Löffel zwischen den Schwellen gestreut, lässt sich der Schotter mit verschiedenen Pinsel (anfangs gross; später kleiner) an die richtige Stelle anbringen. Der Schotterpegel wird erstellt indem mit z.B. der Rückseite einer Pinzette der Schotter nochmal in Richtung der Gleise "nachzieht". Hier stellte sich eine erste richtige Hürde für die Teilnehmer dar: es kostet viel mehr Zeit als geplant war um ein sauberes und egales Schotterbett hin zu kriegen. Die Zeit war uns wegen des
nähernden Abends eigentlich nur bedingt gegeben: wichtig war das der Schotter noch am gleichen Abend verklebt wurde, damit gewährleistet war, dass die Module am Sonntag in die Heimat transportiert werden konnten. Fazit: beim Schottern muss man sich generell Zeit lassen. Die Gleise und deshalb auch das Schotterbett sind der erste Blickfang auf Ihrem Modul. Ist das nicht in Ordnung, dann ist der ganze Eindruck des Moduls negativ beeinträchtigt. Geduld ist hier deshalb angesagt.


Bevor der Schotter geklebt wird, ist es wichtig dafür zu sorgen dass die Oberflächenspannung in dem Kleber entsorgt wird. Dazu nimmt man am Besten Fliessverbesserer von Asoa. Eine Misschung von Wasser mit Odol oder Benetzer aus dem Fotobedarf tut es aber auch. Nachdem das fertige Schotterbett satt mit dem Fliessverbesserer eingespritz ist, wird eine Misschung aus Wasser und Weissleim (ungefähr 1:1) mit einer Tropfflasche (Conrad) aufgebracht. Auch hier ist es zu geraten einen Tropfen Odol oder Benetzer zu zu fügen. Sie merken jetzt dass der Kleber in das Schotterbett einsinkt ohne grosse Spuren vom auftropfendenKleber zu hinterlassen. Jetzt kann mit einem Pinsel oder Pinzette nachkorrigiert werden. Anschliessend war dann Feierabend und leistete sich die Gruppe ein wohlverdienten Mahlzeit, bevor es rechtzeitig "in die Heia" ging; am Sonntagmorgen wurden die Teilnehmer schon um 9.00 Uhr wieder bei der Schützenhalle in Borgeln erwartet. Es stellte sich heraus, dass das Schotterbett in gewissen Hinsichten nach dem Trocknen korrigiert werden musste. Dies geht ohne weiteres mit einer Pinzette. Nachdem an manchen Stellen nachgeschottert war, wurde nochmal einen Kleberschicht aufgebracht. Jetzt sahen die Schotterbetter recht gut aus. Allmählich ging es dann in Richtung Landschaftsbau, das Thema worauf die Teilnehmer gewartet hatten!

Grundsätzlich wurde begrünt mit Produkten aus der Silflor Linie, vor allem mit Wiese Sommer, Frühherbst und Spätherbst. An dieser Stelle sei ausdrücklich hingewiesen auf einen Beitrag in Hp1, Eisenbahnmodellbau Heute, Nr. 6, in dem von Alexa Wisniewski und Willy Kosak ausgiebig beschrieben wird, wie mit diesen Produkten gearbeitet werden sollte.

Wichtig ist es, dass versucht wird eine saubere Bodenbegrünung her zu stellen. Das wird vor allem mit Wiese erzielt. Persönlich mache ich die ganze Bodenbegrünung mit Wiese Sommer, die ich dann nachlackiere mit Marabu (Acryllack in Spritzdosen, erhältlich im Künstlerbedarf) in den Farben Mittelbraun und Ocker. Das Lackieren gescheht indem man (am Besten im Freien) eine Wiese auf eine alte Zeitung legt und mit Marabu einnebelt, am Besten mit verschiedenen Farben durch einander. Zu bedenken gilt, dass in der Natur auch viele verschiedene Farben vorhanden sind, je nach Jahreszeit. Ab Juni/juli findet man in der Natur schon seht viele Gelb- und Brauntöne. An Stellen wo nicht gemäht wird (z.B. der Bahndamm) trifft man viele Gelbtöne an; wo regelmssig gemäht wird mehr grün. Wichtig ist dass viele kleine (zirka 1 Quadratzentimeter) Grasbüschel
nebeneinander gepflanzt werden. Sie werden nach dem Schneiden an den Seiten schräg nach unten angeschnitten, damit das Trägermaterial nachher nicht mehr sichtbar ist. Aufgeklebt werden die Büschel mit Tesa Alleskleber aus dem Bürobedarf. Am Besten streichen Sie die einzelnen Grasbüschel auf der Rückseite mit ein wenig Kleber ein, legen es an die gewünschte Stelle und lassen es ein Paar Minuten ablüften. Jetzt kann der Büschel ohne weiteres mit einer Pinzette angepresst werden, ohne dass der Kleber nach oben durch die Matte quilt. Falls dies passiert haben Sie zu viel Kleber verwendet oder war der Kleber noch nicht trocken genug. Es gilt in dem Falle den Büschel zu entfernen. Er ist leider nicht mehr zu retten und sollte deshalb icht mehr verwendet werden. Die Landschaft fängt erst richtig an zu leben, wen man an manchen Stellen (nicht überall; am Bahndamm sehr oft, in Wiesen nicht immer) Gestrüpp oder Gebüsch anbringt. Das geschieht am Besten mit den verschiedenen Sorten Laub (Buche; Pappel; Birke) und Schachtelhalmen, die beide in verschiedene Jahreszeiten erhältlich sind. Am Besten mischt man die verschiedenen Sorten, so möglich aus verschiedenen Jahreszeiten, durch einander, damit die Landschaft nicht zu gleichmässig wird. Hier stellte sich heraus dass die verschiedenen Teilnehmer schon schnell überzeugt waren von dem Silflor Material und den damit zu erziehlenden Resultaten. Klar dargestellt werden muss, dass nicht jeder auf Anhieb in der Lage sein wird mit Silflor Produkten zu arbeiten. Es braucht schon ein bisschen Erfahrung und ein gutes Auge für das Vorbild um Erfolg zu haben. Das Endeffekt kann sich aber mit jeder anderer Landschafts-baumethode messen.

Die Teilnehmer gingen zufrieden mit dem erzielten Erfolg am späten Sonntagmittag nach Hause. Bevor die Schützenhalle in Borgeln allerdings verlassen wurde, wurden ale Module verbunden und einige Lokomotiven drauf gefahren. Dies klappte ausgezeichnet und liess sehen, dass allen Anfän-gern das Gleisverlegen beim ersten Workshop gut gelungen war. Im Herbst wird der dritte Teil des ersten Länderbahnforum Modulbauseminars veranstaltet. Dann werden Bäume gebaut und Aus-stattungsdetails produziert.

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Fragezeichen

Herr Martin Schoplocher (MSchoplocher@buehlermotor.de) hat folgende Frage:

Dann hätte ich auch noch gleich eine Frage: (Vielleicht kann ein Leser sie mir beantworten): Ich bin auf der Suche nach Informationen zu den Zugzusammenstellungen auf der Nebenbahnstrecke Georgensgmünd-Spalt (ca. 30 km südlich von Nürnberg). Hat hier jemand nähere Infos, Fotos etc zum Vorbild und auch zu verfügbaren Modellen?

Michael Schulz ( www.schulzmodellbahn.de) fragt:

Wir produzieren zur Zeit den ETA"Wittfeld" für Spur I.Selbstverständlich auch in KPEV-Version.Da wir gerade Fotos und vorschriften zur Lackierung studieren,sind wir bei einigen Bildern auf einen hellen Zierstreifen waagerecht unterhalb der Fenster gestoßen.Von diesem ist in keiner -vorschrift etwas zu lesen.Haben Sie eine Idee.die Vorschrift von 1905 sagt etwas über schwarz gestrichene Deckleisten aus.Wenn sie sich unser Fahrzeug anschauen wollen(DRG) dann.

Herr Thomas Scheidt (Am Feuerberg 20, 67824 Feilbingert) fragt:

I. Wer kann mir einen weiterführenden Tipp für die Motorisierung mit Schwungmasse der Baureihe 88 (Schiffsbrückenlok zw. Speyer und Schwetzingen) von „DJH /England" geben?

II. Von der Firma „Raimo" gab es sehr viele Bausätze der „K.Bay.Sts.B." und der "Königl. Württembergischen Eisenbahn" und der „KPEV".

Meine Frage an die Leserschaft und als Anregung für eine Besprechung ist:

  • Sind die Wagennummern hinter den Gattungsbezeichnungen richtig?
  • Was ist falsch, bzw., was kann der Interessierte besser machen?
  • Stimmen die Raimo-Beschriftungen in ihrer Vollständigkeit?
  • Auf welchen Zeitraum beziehen sie sich?
  • Wie haben für diese Wagen die Beschriftungen evtl. davor, falls es die Wagen schon gab,

und danach zu Länderbahnzeiten ausgesehen?

- Für welchen Zeitraum sind sie zutreffend?

 

Herr Andreas Mehrl ( Schleißheimer Str. 155, D-80797 München) ist auf der Suche nach:

Zeichnungen und Photos pfälzischer Schnellzugwagen

 

Gesucht wird: Streckenaufnahmen und Zeichnungen von Gleisoberbauten

Wer besitzt Streckenaufnahmen bzw. Aufnahmen von der K.Bay.Sts.B. von vor und nach der Jahrhundertwende (1900!) aus denen Aufschlüsse auf den Bau von vorbildgerechten Gleisen geschlossen werden können. Auf den bekannten Stationsaufnahmen sind in der Regel die Gleise eingesandet, wodurch die Kleinteile bzw. die Schwellen kaum oder nicht mehr sichtbar sind. Wie sah es aber auf der Strecke (Haupt- und Nebenbahn) aus?

Natürlich sind auch Streckenaufnahmen der anderen Länderbahnen willkommen, den auch hier gibt es Bedarf. Natürlich werden auch noch immer Zeichnungen von Gleisen, Weichen und Kleineisen und anderen Oberbaumaterialien der diversen Länderbahnen gesucht. Ihre Hilfe Falls vorhanden bitte ich um Abzüge bzw. gute Kopien! Senden Sie diese bitte direkt an die Redaktion des LBF. VIELEN DANK FÜR IHRE HILFE!

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Mein Traum: Die Station Tutzing

 

Seit dem Erscheinen des Bayern Reports 3 aus dem Hause Merker, steht für mich fest: diese Station will ich nachbauen. Zwar verbindet mich nichts mit diesem Ort an der Strecke München-Peissenberg, aber der Gleisplan hat es mir angetan. Nicht zu gross, aber auch nicht zu klein, bietet die Station genügend Raum für fröhliches Betriebmachen. Zwar gehöre ich nicht zu dem Kreis Modellbahner, die mittels Auftragskartchens etc. richtigen Vorbildbetrieb machen, aber ein bisschen hin und her fahren – ohne Unfalle möchte ich auch. Deshalb schwebt mir eine U-Anlage vor, die in Teilstücken (Modulen) aufgebaut ist. Ein Schenkel des U’s soll die Station darstellen, der zweite Schenkel ist dann Strecke, hierzu werden genormte Fremo-Module gebaut, damit dieser Teil einmal auf Ausstellungen gezeigt werden kann.

Die Vorbereitungen

Die Recherchen zum Vorbild begannen vor Ort. Auf einem meiner Bayernbesuche habe ich in Tutzing Station gemacht. Das Stationsgebäude ist eigentlich noch ganz gut erhalten und gibt einem einen guten Eindruck des ursprünglichen Gebäudes. Was für mich insofern eine Überraschung war, war die Lage des bahnhofs. Obwohl ich wusste, dass Tutzing am Ufer des alten Würmsee (heute Starnberger See) lag, hatte ich es mir doch ganz anders vorgestellt. Dies hatte vor Allem mit meiner Modellbahnerperspektive zu tun. Der Hintergrund sollte nie abfallen, aber wenn ich die Station aus dem Blickwinkel des Gleisplans aus oben genannten Heftes nachbauen wollte, dann wäre genau das geschehen. Mist, also wieder alles anders, oder? Naja, freelancing wird es schon geben. Schliesslich will ich ja gerne auch einen kleinen Lokschuppen (habe mir gerade ein tolles Modell unter den nagel gerissen, den Holzbausatz von Brawa/Micro) haben, und eine Drehscheibe soll auch her. Es gab zwar beim Vorbild eine kleine Wagendrehscheibe, aber die ist mir zu klein, ich will auch Loks drehen können (müssen ja keine S 3/6 sein).

Um mehr über meine Station zu erfahren habe ich mich mich an die Gemeinde Tutzing gewandt. Die dortige Archivarin war so freundlich um mir einiges an Material zu kommen zu lassen. Unter den Kopien war auch eine Diplomarbeit eines Schülers, der über den Verkehr auf der Station Tutzing geschrieben hat. Ganz schön aufschlussreich, auch wenn leider nahezu jegliches Bildmaterial fehlt.

Die Modellumsetzung

Dies ist zunächst ein extrem schöpferischer prozess, will sagen, dass seit dem ich meine Liebe für diese Station entdeckt habe, nur in meinem Kopf einiges passiert ist. Weder die Modulkästen stehen, noch eine Umsetzung des Gleisplans ins Modell. Hier ist auch Vorsicht geraten, denn welche Periode will ich nun genau nachbilden? Am liebsten so 1890 bis 1900, da fuhren meine Lieblingsloks bereits auf Bayerns Schienen (ob auf der Strecke Starnberg - Peissenberg sei dahin gestellt), aber von wann ist der Gleisplan im Bayern Report? Bei meinem Recherchen entdeckte ich einen weiteren Gleisplan. Schnell war ersichtlich dass er um einige Jahre jünger als der oben erwähnte Plan war.

Und dann der Gebäudebau? Bau unter Benutzung vorhandener Industriebausätze? Nichts passt und währe vorbildgerecht. Außerdem sind die Ansprüche gestiegen in den letzten Jahren. Feines Messing auf den Schienen und dann schnödes Plastik? Wie sagte schon Wolfgang Hug, der einstens den aufwendigen Umbau eines Fleischmann KPEV-Wagens mit einem superdetaillierten Messingfahrwerk so kommentierte: 100 Stunden gesupert und trotzdem ist es ein Plastikmodell mit Messingteilen?!

Alos echte Steinchen an ein ander mörteln? Naja, soweit wollen wir es auch nicht übertreiben. Dennoch, es gibt da schon ganz konkrete Ideen, und man muß nicht unbedingt ein Gipskopf sein um hinter das mögliche Geheimnis zu kommen, wie meine Gebäude entstehen sollen. Bei der Landschaftsgestaltung wird Silflor etc. helfen, das "Grünen" geht mir inzwischen ganz gut ab. Die Bäume wollen gebaut sein, auch gibt es da tolle Modellbäumchen von Modellbauern aus Westfalen (der Leser, der gemeint ist, wird jetzt wohl wissen wen ich meine), die als Vorbild dienen können.

Ja, und ist es dann volbracht, dann muss natürlich alles mit den entsprechenden Sicherheitsdetails wie Weichensignal, Perronsignal, etc ausgerüstet werden. Sieht dann toll aus, aber echt gefahren werde soll - DIGITAL. Zwar ist mein Wissen auf diesem gebiet ziemlich eingestaubt seit den zeiten, in denen ich in der Miba von meinen Herausforderungen mit dem amerikanischen Digitrax System berichten durfte, aber aufgebe gilt nicht. Dank sei Zimo ist es möglich um den Faulhabern exzellentes   Digital-Fahrvergnügen auf zu legen, ohne den scheusslichen Geräuschpegel.

  Aber jetzt Mal ganz konkret, wie gehe ich es an:

Das Gleismaterial

Lange habe ich hin und her überlegt, dann hat sich die ganze Sache ganz banal entschieden: ein günstiges Angebot an Peco-Finescale Weichen konnte ich nicht abschlagen und damit war die Wahl getroffen: Peco Finescale mit seinem Code 75 Schienenmaterial wird benutzt!. Zwar habe ich noch immer einiges an Spur Z Schienenprofil in der grossen Rolle liegen, aber bis das Profil in einer verarbeitbaren Form ist, wird wohl noch ein Weilchen dauern.

Dennoch habe ich mir fest vorgenommen um im vordersten Anlagenteil der Station das Spur Z profil auf selbstgebauten Schienen ein zu setzen. Das Löten von Weichen habe ich definitiv aufgegeben, nachdem ich bei Paul Hartman gesehen habe, wie wenig an einem Wochenende erreicht werden kann )schön fluchen kann der Paul auch ganz gut, wenn der Lötkolben mal zu nahe an den Finger kam, inzwischen sogar in Fränkisch, was für einen Kaskop eigentlich eine reife Leistung ist).

Weiter gehts im nächsten LBF!

 

Seit dem Erscheinen des Bayern Reports 3 aus dem Hause Merker, steht für mich fest: diese Station will ich nachbauen. Zwar verbindet mich nichts mit diesem Ort an der Strecke München-Peissenberg, aber der Gleisplan hat es mir angetan. Nicht zu gross, aber auch nicht zu klein, bietet die Station genügend Raum für fröhliches Betriebmachen. Zwar gehöre ich nicht zu dem Kreis Modellbahner, die mittels Auftragskartchens etc. richtigen Vorbildbetrieb machen, aber ein bisschen hin und her fahren – ohne Unfalle möchte ich auch. Deshalb schwebt mir eine U-Anlage vor, die in Teilstücken (Modulen) aufgebaut ist. Ein Schenkel des U’s soll die Station darstellen, der zweite Schenkel ist dann Strecke, hierzu werden genormte Fremo-Module gebaut, damit dieser Teil einmal auf Ausstellungen gezeigt werden kann.

Die Vorbereitungen

Die Recherchen zum Vorbild begannen vor Ort. Auf einem meiner Bayernbesuche habe ich in Tutzing Station gemacht. Das Stationsgebäude ist eigentlich noch ganz gut erhalten und gibt einem einen guten Eindruck des ursprünglichen Gebäudes. Was für mich insofern eine Überraschung war, war die Lage des bahnhofs. Obwohl ich wusste, dass Tutzing am Ufer des alten Würmsee (heute Starnberger See) lag, hatte ich es mir doch ganz anders vorgestellt. Dies hatte vor Allem mit meiner Modellbahnerperspektive zu tun. Der Hintergrund sollte nie abfallen, aber wenn ich die Station aus dem Blickwinkel des Gleisplans aus oben genannten Heftes nachbauen wollte, dann wäre genau das geschehen. Mist, also wieder alles anders, oder? Naja, freelancing wird es schon geben. Schliesslich will ich ja gerne auch einen kleinen Lokschuppen (habe mir gerade ein tolles Modell unter den nagel gerissen, den Holzbausatz von Brawa/Micro) haben, und eine Drehscheibe soll auch her. Es gab zwar beim Vorbild eine kleine Wagendrehscheibe, aber die ist mir zu klein, ich will auch Loks drehen können (müssen ja keine S 3/6 sein).

Um mehr über meine Station zu erfahren habe ich mich mich an die Gemeinde Tutzing gewandt. Die dortige Archivarin war so freundlich um mir einiges an Material zu kommen zu lassen. Unter den Kopien war auch eine Diplomarbeit eines Schülers, der über den Verkehr auf der Station Tutzing geschrieben hat. Ganz schön aufschlussreich, auch wenn leider nahezu jegliches Bildmaterial fehlt.

Die Modellumsetzung

Dies ist zunächst ein extrem schöpferischer prozess, will sagen, dass seit dem ich meine Liebe für diese Station entdeckt habe, nur in meinem Kopf einiges passiert ist. Weder die Modulkästen stehen, noch eine Umsetzung des Gleisplans ins Modell. Hier ist auch Vorsicht geraten, denn welche Periode will ich nun genau nachbilden? Am liebsten so 1890 bis 1900, da fuhren meine Lieblingsloks bereits auf Bayerns Schienen (ob auf der Strecke Starnberg - Peissenberg sei dahin gestellt), aber von wann ist der Gleisplan im Bayern Report? Bei meinem Recherchen entdeckte ich einen weiteren Gleisplan. Schnell war ersichtlich dass er um einige Jahre jünger als der oben erwähnte Plan war.

Und dann der Gebäudebau? Bau unter Benutzung vorhandener Industriebausätze? Nichts passt und währe vorbildgerecht. Außerdem sind die Ansprüche gestiegen in den letzten Jahren. Feines Messing auf den Schienen und dann schnödes Plastik? Wie sagte schon Wolfgang Hug, der einstens den aufwendigen Umbau eines Fleischmann KPEV-Wagens mit einem superdetaillierten Messingfahrwerk so kommentierte: 100 Stunden gesupert und trotzdem ist es ein Plastikmodell mit Messingteilen?!

Alos echte Steinchen an ein ander mörteln? Naja, soweit wollen wir es auch nicht übertreiben. Dennoch, es gibt da schon ganz konkrete Ideen, und man muß nicht unbedingt ein Gipskopf sein um hinter das mögliche Geheimnis zu kommen, wie meine Gebäude entstehen sollen. Bei der Landschaftsgestaltung wird Silflor etc. helfen, das "Grünen" geht mir inzwischen ganz gut ab. Die Bäume wollen gebaut sein, auch gibt es da tolle Modellbäumchen von Modellbauern aus Westfalen (der Leser, der gemeint ist, wird jetzt wohl wissen wen ich meine), die als Vorbild dienen können.

Ja, und ist es dann volbracht, dann muss natürlich alles mit den entsprechenden Sicherheitsdetails wie Weichensignal, Perronsignal, etc ausgerüstet werden. Sieht dann toll aus, aber echt gefahren werde soll - DIGITAL. Zwar ist mein Wissen auf diesem gebiet ziemlich eingestaubt seit den zeiten, in denen ich in der Miba von meinen Herausforderungen mit dem amerikanischen Digitrax System berichten durfte, aber aufgebe gilt nicht. Dank sei Zimo ist es möglich um den Faulhabern exzellentes   Digital-Fahrvergnügen auf zu legen, ohne den scheusslichen Geräuschpegel.

  Aber jetzt Mal ganz konkret, wie gehe ich es an:

Das Gleismaterial

Lange habe ich hin und her überlegt, dann hat sich die ganze Sache ganz banal entschieden: ein günstiges Angebot an Peco-Finescale Weichen konnte ich nicht abschlagen und damit war die Wahl getroffen: Peco Finescale mit seinem Code 75 Schienenmaterial wird benutzt!. Zwar habe ich noch immer einiges an Spur Z Schienenprofil in der grossen Rolle liegen, aber bis das Profil in einer verarbeitbaren Form ist, wird wohl noch ein Weilchen dauern.

Dennoch habe ich mir fest vorgenommen um im vordersten Anlagenteil der Station das Spur Z profil auf selbstgebauten Schienen ein zu setzen. Das Löten von Weichen habe ich definitiv aufgegeben, nachdem ich bei Paul Hartman gesehen habe, wie wenig an einem Wochenende erreicht werden kann )schön fluchen kann der Paul auch ganz gut, wenn der Lötkolben mal zu nahe an den Finger kam, inzwischen sogar in Fränkisch, was für einen Kaskop eigentlich eine reife Leistung ist).

Weiter gehts im nächsten LBF!

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Länderbahn Forum: Doppelbausatzangebot Bavaria Bierwagen

 

Ab sofort können Sie den oben gezeigten Doppelbausatz von bavaria exklusiv beim Länderbahn Forum bestellen. Der Bausatz liegt mir bereits vor, wird aber noch mit den Beschriftungen und der Bauanleitung komplettiert. Auslieferung erfolgt dann gegen ca. Ende Juli 2001.

Der Preis dieses Doppelbausatz liegt bei DM 240,- (zzgl. Portokosten).

Mir liegt nur eine kleine Anzahl von Bausätzen vor, also bitte schnell bestellen, Zuteilung erfolgt nach Eingang der Bestellungen.

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