Länderbahn Forum

 

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Neu beim  Länderbahn Forum ?

 

      

Friday, 02. April 2004

 

Länderbahn Forum 4/98

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Das Länderbahn Forum auf dem Internet
2. Inhaltsverzeichnis des Länderbahn Forum 1997/1998
3. Sprechen wir über Torf - bei den bayrischen Loks, Teil 3
4. Kurz belichtet
5. Wagenbauprojekt 1999
6. Feedback zum Ostbahn-Bierwagen
7. Neu beim Länderbahn Forum: Produkte von Thomas Hey’l
8. Die italienischen Länderbahnen, Teil 2: Die ersten Bahnen von 1865 - 1876
9. Angebote/Gesuche
10. Neue Länderbahn-Produkte
11. Länderbahn Shop

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Sehr geehrte Länderbahnfreunde,

Es ist jetzt zwei Jahre her seit das Länderbahn Forum zum Ersten Mal erschienen ist. Daß es überhaupt so lange bestehen konnte ist vor Allem dem großen Interesse der Leser zu danken, wobei insbesondere die aktiven Leser, also diejenigen, die einen oder mehrere schriftliche Beiträge geleistet haben, den Erfolg ermöglichten. Leser wie Herr Spielhoff, Herr Spohr, unser Baden- Freak Wolfgang Hug aus Karlsruhe, Herr Timmermans, Herr Höschele und seine C III, Herr Krämer, Greg Procter aus Neuseeland und neuerdings unser italienischer Kollege Dr. Fabio Peluso haben wesentlich zum Inhalt der Ausgaben und zur Themenvielfalt beigetragen. Nicht vergessen werden sollten aber auch die Herren Echtermeyer, Spielhoff und Schünemann, die mir regelmässig Informationen aus Ihren Sammlungen und Beständen zur Verfügung gestellt haben. Den bisherigen Autoren und „Informanten" möchte ich an dieser Stelle nochmals herzlich danken und ich hoffe auf Ihre Mitarbeit in der Zukunft.

Ich bin selbst natürlich sehr stolz auf das Erreichte, denn vor zwei Jahren konnte ich diese Dimensionen nur erträumen, von der Realisierbarheit war damals sicher noch keine Sprache. Was haben wir bisher gemeinsam erreicht? Es ist Erstaunliches: Da einen eigenen website auf dem Internet gibt, daß es einen eigenen Kleinserienbausatz gibt, daß zwei Lötworkshops in 1998 stattgefunden haben, daß Produkte von Thomas Hey'l wieder verfügbar sind, darauf können wir wirklich stolz sein. Mein Ziel war es nämlich immer, Wünsche zu realisieren und diese nicht nur an zu kündigen.

Zum Jahresbeginn 1999 werde ich eine neue berufliche Herausforderung angehen (ich nehme an, daß Sie wissen, daß die kleine Bahn nur ein Hobby und kein Beruf für mich ist!). Ich freue mich bereits sehr hierauf, aber als Konsequenz wird noch weniger Zeit für mein Hobby (und hierzu gehört das Forum inzwischen als fester Bestandteil dazu) verfügbar sein. Ob ich alles auf die bisherige Manier weiterführen kann, weiss ich noch nicht, aber ich werde alles daran setzen um Ihnen alle 3 Monate ein neues und interessantes Länderbahn Forum anbieten zu können. Aber mehr denn je bin ich auch auf Ihre Mitarbeit angewiesen. Und somit wiederhole ich meinen Aufruf um aktive Mitarbeit. Erzählen Sie uns über Ihre Bauerlebnisse, über Ihre Pläne und Wünsche. Es gibt schliesslich noch genug zu tun. Noch fehlen Beiträge über Sachsen, Preussen, dem hohen Norden und aus den Nachbarländern. Über den Bau von eigenen Gebäuden und Zubehör, Landschaften und epochegerechten Details,….Aus den vielfältigen Kontakten mit Ihnen weiss ich, daß viel Wissen und Erfahrung vorhanden ist - bitte teilen Sie es mit uns!!!

Was wird das kommende Jahr bringen ? Noch kennen wir die Pläne der Groß- und Kleinserienhersteller nicht, aber auch im Jahr 1999 wollen wir versuchen Ihnen die aktuellen news von der Messe in einem Special (als Erster) vor zu stellen. Ich hoffe hier auch auf die Mitarbeit der Hersteller, die das Länderbahn Forum kennen und lesen. In dieser Ausgabe werde ich Ihnen aber auch die Frage stellen: Was erwarten Sie vom Länderbahn Forum dieses Jahr ? Eines kann ich Ihnen bereits sagen. Es wird keinen neuen Bierwagen vom LBF geben….. Eine weitere Frage wurde von einem Dozenten einer Journalistenschule stimuliert. Er findet die Aufmachung des LBF verbesserungswürdig. Ich habe in dieser Ausgabe einiges angepasst um die Lesbarkeit zu erhöhen (auf Andringen meiner lieben Ehefrau habe ich den "Trauerrand" ebenfalls entfernt) und bitte um Ihr feedback. Wie wollen Sie das Forum gerne haben? Wie bisher oder neu gestaltet?

Last but not least: Im letzten Forum habe ich eine Erhöhung des Unkostenbeitrages ab 1999 angekündigt. Dies hat mit meiner veränderten Arbeitssituation zu tun und dem daraus entstehenden Problem bei der Vervielfältigung des Forums. Dies konnte ich bisher über unseren hauseigenen Copyshop erledigen, aber in der Zukunft bin ich auf externe Kopierer angewiesen - und die sind nun Mal teurer. Ich habe dies einmal durchgerechnet und glaube mit einer erhöhten Unkostenpauschale von DM 25,- (hfl 28,-) müsste ich hinkommen. Ich hoffe, daß es für Sie akzeptabel ist, daß ich diesen erhöhten Beitrag für neue Abo's ab dem Heft 1/99 (bzw. für ab heute zu verlängernde Abo's) in Rechnung bringe. Bereits laufende Abo's bleiben hiervon natürlich ausgeschlossen.

Am Schluß meiner Beschauung bleibt mir nur noch die erfreuliche Pflicht Ihnen Allen für die kommenden Festtage alles Gute zu wünschen und Ihnen und Ihren Familien für das neue Jahr 1999 viel Gesundheit und Glück und natürlich Muse und Zeit für das Hobby zu Wünschen. In diesem Sinne: Auf ein Neues in 1999!

Mit freundlichen Grüssen aus Utrecht,

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Verzeichnis der bisherigen Artikel des Länderbahn Forum

Als kleinen Service für neue Leser bzw. Leser die nicht alle Ausgaben des Forum verfügbar haben habe ich im folgenden alle bisher erschienen Artikel, sortiert nach dem jeweiligen Erscheinungsdatum, aufgelistet:


Ausgabe 1/97

1. Rundschreiben für Selbstbauer
2. ARGE Modellbau
3. Messebericht Nürnberg 1997
4. Neue Bayern-Beschriftungen
5. Freundeskreis der K. Bay. Sts. B.
6. Bayerisches auf dem Internet
7. Angebote-Gesuche

Ausgabe 2/97

1. Bezeichnung der Wagen bei der K.W.St.E.
2. Neuheitenbericht für Selbstbauer
3. Umbaubeschreibung württemb. Litera J
4. Angebote/Gesuche
5. Fragezeichen?
6. Wagenbauprojekt
7. Leseecke   
8. Workhops
9. Länderbahn Shop
10. Beschriftungen
11. Anbieterübersicht
12. Fragebogen

Ausgabe 3/97

1. Nachtrag zur Übersicht der Wagen der K.W.St.E.
2. Zwischenbericht der Leserumfrage in 2/97    
3. Entwicklungsdarstellung des Wagenparks der K.Bay.Sts.B. (Teil 1)
4. Voraussetzungen für die Realisierung authentischer Fahrzeugmodelle (Teil 1)
5. Wagenbauprojekt - Ein Wunschmodell entsteht
6. Fragezeichen?
7. Angebote/Gesuche
8. Technisches Modellbahn Forum: Radsatz und Spurkranz
9. Technisches Modellbahn Forum: Länderbahngleise - Vorbild und Modell
10. Kurz belichtet
11. Länderbahn Shop

Ausgabe 4/97

1. Entwicklungsgeschichte des Wagenparks des Bayerischen Staatsbahnen (Teil 2)
2. Voraussetzungen für die Realisierung authentischer Fahrzeugmodelle (Teil 2)
3. Kurz belichtet
4. Fragezeichen
5. Gliederung der Eisenbahn-Verkehrsordnung von 1899
6. Wagenbauprojekt “ bayrischer Ostbahn-Bierwagen”
7. Angebote/Gesuche
8. Schienenoberbau süddeutscher Länderbahnen und die Modellumsetzung (Teil1)
9. Arge-Selbstbau
10. Neuigkeiten
11. Länderbahn Shop

Ausgabe 1/98

1. Nachtrag zum Beitrag EVO in LBF 4/97
2. Schienenoberbau süddeutscher Länderbahnen und die Modellumsetzung (Teil2)
3. Länderbahnschienen im Modell - Eine Ergänzung
4. Kurz belichtet
5. Sprechen wir über Torf......bei den bayrischen Dampfloks (Teil 1)
6. Messe-Report II: Die anderen Spuren!
7. Fragezeichen
8. Rückblick auf den ersten LBF-Lötworkshop in Karlsruhe
9. Angebote/Gesuche
10. Neue Länderbahn-Produkte
11. Länderbahn Shop

Ausgabe Messe Special

Messebericht zur Spielwarenmesse in Nürnberg 1998

Ausgabe 2/98

1. Einladung zum Lötworkshop in Utrecht
2. Sprechen wir über Torf......bei den bayrischen Dampfloks (Teil 2)
3. Auszug aus “ Die Lokomotive” von 1905: Neue preussische Schnellzugwagen
4. Technisches Forum: Vorlagenerstellung für die Platinenfertigung im Modellbau
5. Eine Bavaria CIII ensteht - eine alternative Bauanleitung
6. Bayerische Länderbahnweichen im Vorbild
7. Angebote/Gesuche
8. Kurz belichtet
9. Neue Länderbahn-Produkte
10. Länderbahn Shop

Ausgabe 3/98

1. Der Bierwagen des Länderbahn Forum - jetzt in Auslieferung
2. 2. Lötworkshop des Länderbahn Forum in Utrecht
3. Eine Bavaria C III ensteht - eine alternative Bauanleitung (Teil 2)
4. Die italienischen Länderbahnen, Teil 1: Die ersten Bahnen von 1839 - 1865
5. Die badische IId von Lemaco
6. Kurz belichtet
7. Feedback
8. Die Alte Zeit Gruppe
9. Angebote/Gesuche
10. Neue Länderbahn-Produkte
11. Länderbahn Shop


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Modellbau-Workshops in 1999

Nachdem im laufenden Jahr die ersten beiden workshops des Länderbahn Forum mit, wie ich nicht ganz unbefangen meine, sehr großem Erfolg verlaufen sind, ist es jetzt an der Zeit über neue Aktivitäten nach zu denken. Ja, was’s hätten’s den gern ?

Das Löten in H0 können wir jetzt ja alle bestens, wie wäre es den Mal mit einem Lötverein der anderen Spuren ? Die Anhänger der Spur 0 sind inzwischen so zahlreich, daß dies doch sicher interessant sein könnte. Oder noch größer? Aber die Fans der Spur N sollten auch nicht vernachlässigt werden.

Und wieso überhaupt löten? Es gibt noch so viel anderes, was man unter der Anleitung eines oder mehrere Modellbaukollegen lernen und verbessern könnte. Wie wäre den das Interesse an einem workshop epochegerechter Gebäudebau und wer könnte hierzu seine Erfahrung zur Verfügung stellen ?

Bitte melden Sie sich doch und teilen Sie mir Ihre Wünsche mit. Abhängig von der Realisierbarkeit und einer entsprechenden Nachfrage wollen wir gerne wieder einige workshops im neuen Jahr veranstalten.

Und Spass macht es sicher...........
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Sprechen wir über Torf - bei den bayrischen Loks, Teil 3. Wie kommt der Torf vom Moor zur Lok

von Rainer Spohr, Kassel

In Bayern werden dem Tender besondere Torfwagen angehängt, aus denen der Torf dem Heizer auf der Lokomotive mittels kleiner Wagen durch zwei Arbeiter zugefahren wird..."/1/. Und "...um das bei Torf sehr zeitraubende, häufige Nachladen an den Bahnhöfen zu vermeiden, wurde bei den Bayerischen Staatsbahnen noch ein besonderer Vorratswagen mitgeführt der mit dern Tender durch eine kleine Schienenbahn verbunden war. Auf dieser beförderte ein besonderer Arbeiter den Torf zum Heizerstande."/2/. Auch Hausding erwähnt nochmals einen "zweiten Heizer...1I/3/, der zur Herbei-schaffung des Torfes dem Lokomotivheizer zur Hand gehen muss, "...was eine verhä1tnismässig anstrengende Arbeit war, da die beiden Arbeiter stetig beim Packen and Feuern bleiben mussten."/4/.

Auf einer torfgefeuerten bayerischen Lokomotive sind vier Mann beschäftigt: der Lokomotivführer, sein Heizer, der zweite Heizer, der Torflader im Torfwagen, auch Torf-Munitionswagen genannt. Wem dies nicht ausreicht, der schaue sich die historisch entsprechenden Bilder/Fotos an, die dies bildlich nachweisen. Eines der aufschlussreichsten Fotos aus dieser Zeitepoche scheint mir das in Bauingenieur Hugo Markgraff "DIE KGL. BAYERISCHEN STAATSEISENBAHNEN" im vorderen Vorsatz abgebildete zu sein: "Wertachbrücke bei Augsburg; B V- Lokomotive Maisach
( Betr.-Nr. 127)"5/.

Diesem Bild kann man einen ganzen Aufsatz widmen - aber hier interessiert im Moment nur die Lokbesatzung. Deutlich zu erkennen sind der Lokführer ( er steht vorne rechts an der 'Windbrille' und dem Geländer); der Heizer steht an den Tender gelehnt, vor sich einen (linken?) Fuß gesetzt; der zweite Heizer steht auf dem Tender, neben sich einen Torf-korb ( vielleicht sitzt er auch?); der vierte Mann endlich sitzt an der besagten Schienenbahn auf einem gefüllten Torfkorb ( vor und neben sich fein säuberlich aufgeschichtete 'intakte' Torfstücke neben einem weiteren Gefäß - ein umgestülpter Torfkorb ?).

Die Lokbesatzung in Fotografierpose - also eine sehr seltene Position. Im Betrieb war der vierte Mann im ersten Torfmunitionswagen ( TMW ) hinter der Lok ver-schwunden und damit beschäftigt, die Torfstiicke in die Körbe zu packen; dann mußte er sie auf die Schienenbahn hieven; von dort holte sie der 3. Mann - der zweite Heizer -ab und rollte sie in den Tender, wo er sie entleerte and wieder zum TMW zurückrollte; der zweite Mann der Besatzung, also der Lokheizer - erster Heizer - schob per "muldenförmig gestalteter langen Schaufel" /6/ den Torf in den Feuerraum der Lok.

Es ist anzunehmen, daß bei anstrengender Bergfahrt der 4. Mann, also der TMW-Mann, seine vollen Körbe selbst über den kleinen Schienenwag vom TMW zum Tender schieben musste, dort leerte and zurück ging, um zu packen, da der 1. and 2. Heizer voll beschäftigt waren, dem gefrässigen Feuer den 'Schlund zu stopfen'. Weiterhin kann festgestellt werden, da der Torf nicht nass werden durfte, dass bei Regenwetter der Loktender nur wenig Torf enthielt, and somit die Beschickung des Lokfeuers sehr anstrengend war, da die drei Mann eine Art 'Korbkette' vom TVM zur Feuerttür der Lok bilden mussten!

Vier Mann Besatzung um eine torfverfeuernde Lok zu bewegen - d.as war auf die Dauer and bei den steigenden Lohnkosten nicht lange durchzuhalten /7/. Man sann auf Abhilfe. Der Lösungen gab es - für die Torffeuerung ge-sehen - nur ganz wenige. Hier seien genannt: zwei "Lösungen", die sofort ins Auge fallen, nämlich die Erhöhung der Lokomotivtenderseiten ( = mehr 'Stauraum' für den Torf), bzw. die Einführung der Trichterschüt-tung für Lokomotiven nach Ober-maschinenmeister Prüsmann /8/. Da Letzteres für die Modellbahn-er nicht relevant ist, wird es nicht vorgestellt.

Für den Kurzstreckenverkehr genügten sich die baierischen Staatsbahnen dergestalt, dass sie auf den Loktendern hohe Bretterwände anbrachten, die es erlaubten, ohne TMW zu fahren. Problematisch blieb es aber bei Regenwetter/Schnee: der Brenntorf wurde nass!/9/. Man brauchte eine Abdeckung, am Dach! "...3-achsige Tender vielfach für Torf, ganz geschlossen, mit bis oben glatt durchlaufen-den Seitenwänden and Dach.." /1O//11/12/. Aus einer weiteren Quelle: "… Bei Verfeuerung von Torf und Holz mußten die Seitenwände sehr hoch geführt, bei Torf überdies am Dach zum Trockenlagern angeordnet werden." /13/. Und "...ferner erhielten....und von Anfang an ganz geschlossene, nach der Umgrenzungslinie überdachte Torftender, deren Fassungsraum nun allein (ohne Munitionswagen) genügte."/14/.

Bleibt ein Kuriosum der Neuzeit -1994 - nämlich der Torfzug von den Firmen Märklin/Trix: die B VI -Lok MURNAU mit o.g. Torftender ist ein prächtiges HO-Modell, kein Zweifel! Aber was sollen die Wagen dahinter im 'Wagen-Set "Torf-Transport" '?/15/.

Der baierische Torftransport-Wagen, auch Torfmunitions-wagen genannt.

Laut Verzeichnis über die baierischen Wagen von 1897 gab es von den Torfmunitionswagen wie sie die Firmen Märklin/Trix als Modell herausbrachten lediglich drei ( 3 !)…"Torf-Trans- portwagen, lfd.Nr. 278, Wagen-Nummern 82103-82105, mit 2 Achsen, Radstand 3590mm, Tragfähigkeit 10500 kg bei einem Eigengewicht von etwa 6600kg" /16/.

Ohne Zweifel ist dieser Wagen in H0 ein vorbildgetreues Modell - aber keinesfalls als ein TMW hinter der Lok MURNAU einzustellen, als verlängerter Tender. Dies ist aus folgenden Gründen nicht möglich:

- der Torftender der Lok MURNAU ist an die Umgrenzungslinie ( Lichtraumprofil) heran gebaut
( s.a. Fussnote 14).

Selbst wenn man also die Ladeklappen auf dem Tenderdach zum Einladen der Torfstücke während der Fahrt öffnen würde, würden sie in den 'freien'Raum ragen mit dem fatalen Ergebnis, bei der nächsten Brücke, Tunnel usw. abgerissen zu werden - von dem Schicksal des dabei verunglückenden Arbeiters ganz zu schweigen;

- es ist an den ab 1871 gebauten hohen Torftendern Im baierischen Wagenverzeichnis von 1897 ist bereits der Umbau der Torftransportwagen im Jahre 1887 beschlossen;


- sie wurden nicht mehr benötigt. Einerseits wegen der ab 1871 gebauten 'hohen' Torftender, an-dererseits wegen der ab-nehmenden Torffeuerung bei den Lokomotiven;

- keine Schienenbahn zum Transport vom angehängten TMW zur Lokfeuerbüchse mehr vorhanden; kein Korbtransport möglich;

- beim neuen Torftender ( und der Prüsmann-Trichterschüttung) braucht man den 4. Mann nicht mehr, und auch der zweite Heizer war wegrationalisiert worden!

Eine recht eigenartige Beschreibung hat dieser HO-Modell -"Spezialwagen für den Torftransport"der Firmen Märk1in/ Trix von einem Herrn Bernd Beck in der Zeitschrift MIBA /18/ erhalten: "...Dieser komplett neue Wagen ist als Besonderheit an jedem der beiden Bremserhäuser mit zu öffnenden, zweiteiligen Türen ausgestattet. Werter Herr B.Beck - nicht nur, dass Sie hier irren; es sind keine -Bremserhäuser, sondern Ladeluken für den 4. Mann; nein, es ist Herrn Beck gar nicht aufgefallen, dass dieser Wagen keinerlei Bremsen hat!!   

Anders sieht es dabei mit dern Torftransportwagen der ä1teren Bauart aus, die lt. Verzeichnis aus Wagen der Serie E2 umgebaut worden sind. Im neuen Verzeichnis von 1897 sind sie eingereiht unter Nummern 82021 bis 82102; im ä1teren Verzeichnis fingen sie mit Nr.30, 34, 37 und 38 an, um mit
(großen!) Lücken bis 3248 zu reichen /19/. Die Wagen waren 3-achsig, aus Holz, ohne Bremsen (Brandgefahr!), sie besassen nur an einer Stirnwand eine Luke 920x876mm ( für den Torflader = 4. Mann ), sowie eine Art Rolldach, jeweils an einer Längsseite abgespannt - zum Beladen des Torfes an den Torfschupfen/Torfremisen. /20/21/.


Der 3-achs-TMW ist nicht nur zeichnerisch, er ist auch fotografisch dokumentiert. Aus der Fülle hervorgehoben seien diese Fotos: "Lok STEINACH, eine B VI mit Birnschornstein, gebaut 1866 von Maffei ", mit ".. einen ..hinter dem eigentlichen Tender angehängten Vorratswagen für Torf - Torfmunitionswagen genannt"/22/. Vom Sommer 1859 stammt ein Foto (Fotograf?) von der hölzernen Behelfsbrücke über die Wertach westlich von Augsburg, die A V- Lok KUFSTEIN ( mit Kirchwegerschen Kondensation) , fünf (!) Mann Lok-Personal, einem 3-achs-TMW, 1 Pw, 3 Personenwagen und ein weiterer Pw /23/24/. Vergleicht man auf S.37 im Bayern Report Nr. 4, die Fotos 56 und. 57, so kann man sehr schon sehen, dass die 3-achs-TMW nur eine Ladeluke an nur einer Wagenstirnseite hatten, nämlich links zur Lok hin. /25./. Übrigens zeigt Foto 56 die A V-Lok INNSBRUCK von der anderen Seite der Wertach; die Lok INNSBRUCK fährt mit ihrem 3-achs-TMW in die gleiche Richtung wie die A V-Lok KUFSTEIN in Bild 57. Die Lok B II ISAR im Jahre 1857 ebenfalls mit einem TMW, vier Mann auf der Lok und die Schienenbahn zum TMW sind gut zu erkennen /26/. Im Archiv Krauss-Maffei erhalten ist eine Nahaufnahme der B V-Lok JUNO

mit Torfschornstein (bayr. Birne), 3-achs. Torftender mit ausgeklappter Schienenbahn, auf der 2 torfgefüllte Körbe stehen, und im Hintergrund noch gut auszumachen, ein 3-achsiger TMW, Stirnseite ohne Torfladeluke!

Warum sieht man aber auch Fotos mit zwei TMW hinter der Lok, wie bei der B V-Lok MAISACH im Juni 1860 auf der neuen Wertachbrücke /28/.? Der Autor nimmt an, daß nicht wegen der längeren Bahnfahrt auch mehr Torf benötigt wurde - das ist unlogisch, denn wie sollte der Torf vom zweiten TMW hinter dem Tender in diesen gelangen ohne Schienenbahn und Verbindungsluken an den lukenlosen Stirnseiten jener TMW?. Nein, es scheint ein anderer Grund vorzuliegen: es gab in Bayern keine so großen Drehscheiben, daß man Lok und TMW hätte gleichzeitig drehen können. Es mußte reichen, wenn die Loks dies tun mussten. Also kuppelte man zwei 3-achsige TMW so aneinander, daß auf der Rückfahrt dieser nun leer "hinten" stand, und der noch volle Zweite jetzt Lieferant war…. Also Zeit- und Arbeitsersparnis. (Der Autor lässt sich aber auch anhand von Beweisen überzeugen, daß andere Gründe vorlagen).

Soweit der erste Teil dieses dritten Teils der bayrischen Torf-Geschichten von Herrn Spohr, welcher sich wieder sehr viel Mühe gegeben hat um uns mit neuen Informationen zu diesem Thema zu versorgen - Vielen herzlichen Dank hierfür namens aller Leser!. Im nächsten LBF folgt die Fortsetzung mit einer ausführlichen Beschreibung der Torf-Verladestellen, wobei uns herrliche Handzeichnungen von Herrn Spohr erwarten. Ich freue mich schon sehr darauf Ihnen dieses Schmankerl vorstellen zu dürfen.


Quellenangabe:

/1/ -    Hausding, Torffeuerungen, Seite 360
/2/ -     Helmholtz/Staby, S. 302
/3/ -    Hausding, S.445
/4/ -    Hausding, S. 360
/5/ -    Mühl/H. Marggraff, vorderer Vorsatz, Foto; sowie Foto der B VI-Lok TRISTAN, Sommer 1867 vor
    Königszug (Archiv:Stadtmuseum München)
/6/ -     Hausding, S.360
/7/ -     R.Spohr: LBF-Heft 1/98, S.15 ff
/8/ -     Hausding, S. 361-362
/9/ -     Marggraff, S.226, Lok B VI '422' WREDE
/10/-     Marggraff, S. 279, Gattung B VI
/11/-    Marggraff, S.237, Skizze der C III 1868 ( in HO als Modell der Fa. BAVARIA 1.01, LBF-HeI't 2/98,
    S.16)
/12/ -    Märk1in/Trix, H0-Modell der Torflok MURNAU
/13/ -     Helmholtz/Staby, S.302
/14/ -    Helmholtz/Staby, S.122: Type B VIn2 '495', 1871 KLOPSTOCK, SerIe 1863-1871, 106 Loks;
    Gerhard Krauth, DampfIok-Verzeichnis der BOB/KglBStsB, Teil 2, Blatt 19
/15/ -    Katalog 94/95, 5.84-85; Neuheitenblatt 94,S.10-11
/16/ -    Lothar Spielhoff, Bay WagenVerzeichnis 1897, Kopien aus dem BWV von 1867
/17/ -    Amtl. bayerisches Wagenverzeichnis ( 1882?)
/18/ -     MIBA-Heft 12/94, S.90
/19/-     H-P. Schäfer, Die Anfänge der fränk. Eisenbahn, S.78
/20/ -     s.a. Skizze Nr.74 In der Anlage:Skizzen
/21/ -    Bayern-Report No.1, S.36
/22/ -     B. Ucker, S. 97 oben
/23/ -    Bayern Report .2, S.75, Bild 191
/24/ -    Bayern Report 4, S.37, Bild 57
/25/ -    ebenda, Bild 56
/26/ -    ebenda, S.47, Bild 74
/27/ -    ebenda, S. 56, Bild 89
/28/ -    ebenda, S.57, Bilder 92 u. 93

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Kurz belichtet


- Im EJ 1/98 findet sich eine Beschreibung des Bausatzes einer sächsischen T8 von Westmodell;

- Im Eisenbahn Modellbahnjournal 12/98 beschreibt unser Autor Jacques Timmermans den
Umbau eines 0-Halle (von Fleischmann, Roco oder Sachsenmodell) in einen echt bayerischen
Länderbahnwagen;

- Im gleichen Heft gibt es einen Dioramenbeitrag einer Spur 0 Anlage die ebenfalls unter weiss-
blauem Himmel beheimatet ist;

- In der Miba-Spezial 38 - Brücken, Mauern und Portale - findet sich die Baubeschreibung der
Großhesseloher Brücke in Spur N und Z in Messing. Es finden sich auch Zeichnungen der
Brücke und Pfeiler aus dem Vorbild (schon wieder Bayern, ich weisss....);

- Im EM 11/98 finden wir wieder eine Vielzahl Länderbahn-relatierter Thema, u.a. einen kurzen
Artikel über 150 Jahre Eisenbahn in Spanien, ein Spur I Länderbahndiorama aus ...... und
einen Bausatzbeschreibung säsischer TT-Messingwagen. Desweiteren finden wir einen Testbe-
richt über preußische Vierkuppler von Trix und Klein;

- Im EK 11/98 finden die Baden-Fans (Hallo Wolfgang, wach werden....) einen Bericht zu 150
Jahre Eisenbahn in Baden und gleichzeitig eine ausführliche Beschreibung der bad IId im
Vorbild und Modell (Lemaco);

- Im gleichen Heft finden wir noch unter dem Thema Modellbahnwerkstatt einen Beitrag von
Bertold Langer, der zwar nicht zur richtigen Zeit spielt, aber ich finde seine Gebäudemodelle
sehr vorbildgerecht und die Technik können wir auch anwenden;

Genug der Zitate aus anderen Modellbahnzeitschriften. Was gibt es sonst noch zu berichten:

- Auf der Modellbahnaustellung in Köln im November traffen sich die Modellbahnkleinserienher-
steller. Mir sind noch nie soviele kleine Hersteller auf einer Veranstaltung aufgefallen. Es gab
darum auch viele Schätzchen zu bestaunen und auch Neuheiten (hierzu lesen Sie weiter hin
ten in dieser Ausgabe mehr); Ich kann Ihnen einen Besuch in 2 Jahren empfehlen!

- Ein Hinweis von Herrn Heede aus Aschersleben: Bei der Firma Fohrmann - Werkzeuge wurde
in der Sonderliste 1997 ein Weissmetalllot unter der Bestell-Nr. 61013 und dazugehörig
Flußmittel unter der Bestell-Nr. 61014 angeboten. Der Schmelzpunkt des Lots liegt bei ca 70C,
somit können alle Weissmetallbausätze (z.B. Rai-Mo, Weinert, Günther) damit gelötet werden.
Hierzu sollte aber ein temperaturgeregelter Lötkolben Verwendung finden.

- Was halten Sie von einer Länderbahn- Kleinserienmodell-Börse ? Dieser Vorschlag erreichte
mich kürzlich und ich finde die Idee eigentlich gar nicht schlecht, nu wie bekommt man Anbieter
und suchende zusammen ?

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Die bayr. C III im Modell - Eine Ergänzung aus den Niederlanden zu unserem Baubericht

von Paul Busschers

Ich habe die C III vollständig gelötet, wobei ich den Proxon Flammlöter benutzt habe. Allerdings habe ich vor Beginn des Zusammenbaus erst einmal den Bayern Report Nr. 5 (aus dem Hause Merker), in dem die CIII umfassend beschrieben wird, ausführlich gelesen und die Vorbildaufnahmen in Ruhe studiert. Dies ist meiner Meinung nach auch nötig um einen vorbildentsprechenden Nachbau realisieren zu können.

Die Lok wurde im Vorbild im Prinzip in 4 Ausführungen gebaut worden.:

- die ursprüngliche Torfausführung mit einem zweiachsigen Tender, Baujahr 1868;
- die Braunkohleausführung mit ihrem markanten Schlot;
- in Kohleausführung, in welcher sie bis 1879 gebaut wurde, wobei zu beachten fällt, das bei späteren Ausführungen der Rauchdom mittig am Kessel angebracht wurde und das Dach des Führerhauses verlängert wurde;
- die Sigl Ausführung.

Die hier oben genannte Torfausführung sowie die Sigl-Variante sind mit dem Bavaria Bausatz Nr. 1.01 (zur Zeit leider nicht lieferbar, Anm. Red.) nicht realisierbar. Die beigefügten Zeichnungen zeigen die Lok in der Ausführung um ca. 1870 (in den letzten Jahren der Produktion dieser Lok saß der Schlot mittig auf dem Kessel). Die Braunkohlenausführung lässt sich relativ leicht im Modell realisieren, wenn man selbst (oder über einen Bekannten) einen dergleichen Schlot auf der Drehmaschine ausarbeitet.

Hierzu dient man den vorhandenen Schornstein wie in der folgenden Zeichnung angegeben zu bearbeiten:

Dann kann man den neuen Schlot auflöten, wobei man eventuell den Sanddom und den Schlot auf dem Kessel austauscht. Hierbei muß man allerdings darauf achten, daß der Schlot und der Sanddom gut am Kessel anschliesst. Mögliche Ritzen können durch Anfeilen der Gußteile geschlossen werden. So einfach ist es, ein eigenes, exclusives Modell zu erstellen. Im Vorbild wurde diese Variante bis ca. 1910 eingesetzt.

Nach 1900 wurden übrigens bei den meisten Loks die Sanddome nach der Mitte des Kessels versetzt, um eine bessere Gewichtsverteilung zu erzielen. Gleichzeitig wurden auch die Führerhäuser weiter verbessert und boten den Lokführern besseren Wetterschutz.

Ich habe meine Lok in dieser Ausführung gebaut. Der Austausch von Sanddom und Schlot ist schnell und einfach zu realisieren (aber unbedingt an die Sandleitung denken!) und mit einem Stück 0.5 mm dickem Messingblech mit einer Länge von 26 mm habe ich ein neues Führerhausdach gebaut. Der Name der Lok verändert übrigens zusammen mit dem Schlot seine Position am Kessel. Mit diesen einfachen Anpassungen erhält man ein vorbildgerechtes Modell einer „modernen" C III, wie sie in Bayern nach 1900 unterwegs war.

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Wagenbauprojekt 1999

Nachdem unser erstes Wagenbauprojekt erfolgreich abgeschlossen ist und die ersten fertigen Messing-modelle des Ostbahn-Bierwagens auf Ihre vorbildgerechte Beschriftung warten ist es eigentlich wieder an der Zeit um über neue Projekte nach zu denken.

Vielleicht erinnern Sie sich noch: Einer der Startpunkte des Länderbahn Forum war die Idee, ein eigenes Modell in Kleinserienqualität, in EIGENREGIE her zu stellen. Der Bierwagen ist zwar ein sehr schönes Modell geworden, aber die Produktion ist durch die Firma Bavaria ausgeführt worden. Von unserer ursprünglichen Idee ausgehend, ist dies also ein Mischling geworden. Ist dies ein Problem? Sicher nicht, denn Herr Kebbel liefert eine ausgezeichnete Qualität und diesbezüglich könnte das folgende Projekt auf gleicher Basis hergestellt werden.

Aber ist das in Ihrem Sinne ? und wenn überhaupt, welches “ Modell hätten Sie den gern? ” Einen Güterwagen, einen Personenwagen, etwas ganz anderes... und von welcher Staatsbahn ? Preuße muß er sein, oder vielleicht ein Bade, aber auch die Sachsen hatten schöne Vorbilder und überhaupt fehlt noch so mancher Anhang für die edlen österreichischen Kleinserienloks aus Landshut..........

Sollte man nicht überhaupt warten bis auf der Messe die Machtworte der Hersteller gerufen wurden ?


Jetzt aber Spass beiseite!

Ich rufe Sie nunmehr formell auf, Ihre Stimme zu gebrauchen um bei der diesjährigen Wahl des Bauprojekts Ihr Wunschmodell durch zu setzen. Ich werde als unpateiischer Schiedsrichter ( ein bisschen Eigennutz müssen Sie mir aber schon gönnen...) auftreten und die Wünsche soweit aufaddieren, daß ich Ihnen in der Ausgabe 1-99 das Ergebnis präsentieren kann.

Wichtig ist aber nicht nur die Angabe Ihres Wunschmodells, sondern auch Vorschläge zur Realisation. Währen Sie bereit um aktiv mit zu arbeiten, und wenn ja, welche Tätigkeiten könnten Sie ausführen. Es gilt vor Allem Vorlagen für die Ätzung zu zeichnen, möglicherweise selbst ätzen bzw. Ätzen lassen (echt ätzend...), möglicherweise Gußteile vorbereiten, Bauanleitungen schreiben,.... - oder wir können auch wieder einen Kleinserienhersteller um Mitarbeit fragen.


Was möchten Sie gerne ? Ach ja, da gäbe es ja auch noch die Frage der richtigen Spur! Zwar hat die Spur H0 die meisten Anhänger, aber aus Gründen des Konsenz könnte man sich ja auch auf eine andere Spurweite einigen, oder noch besser, man stellt ein Modell in mehreren Spurweiten her

Genug der Worte (es ist jetzt auch gleich 01:00 Uhr und meine Augen finden den Laptop-Bild-
schirm auch nicht mehr sympathisch) die Wahl ist nunmehr bei Ihnen. Bitte denken Sie ruhig über Ihre Wahl nach - obwohl ich vermute, daß die meisten unter Ihnen schon längst eine konkrete Vorstellung von Ihren Wünschen haben - und teilen Sie mir Ihre Wahl so detailliert möglich mit. Bitte auch Ihre Vorlieben bzgl. Radsätzen, Kupplungen, etc......

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Feedback zum Ostbahn-Bierwagen

Nach meinem Artikel zu obigem Thema im letzten Forum haben mich eine Vielzahl Reaktionen von Ihnen erreicht. Einige hiervon will ich folgend an Sie weitergeben:

Von Herrn von Rosen erhielt ich folgende Informationen:

In den mir bekannten BOB-Skizzenbüchern ist noch nicht von Bierwagen die Rede. Sie sind praktisch in den aufgeführten Güterwagen eingeschlossen und es gibt auch keinen Hinweis über eine besondere Bauausführung. Denkbar ist, dass die Bierwagen erst zu Staatsbahn-Zeiten durch Umbau von BOB Güterwagen entstanden sind. Andererseits enthält das Skizzenbuch von 1875 (?) von Wagen, die um 1873 gebaut wurden, entweder nur provisorische oder gar keine Skizzen. Es können also um 1874 BOB-Bierwagen enstanden sein, auf alle Fälle durch Umbau aus Güterwagen der Jahre 1871 und 1872. Erst das Staatsbahnver-zeichnis von 1877 listet die 36 Bierwagen auf (24+1 ungebremst, 11 gebremst). Später scheinen 6 ungebremste und 3 gebremste Wagen zu fehlen. Dem 1891-Verzeichnis kann man aber entnehmen, daß sie alle weiter existierten, aber (ab 1887?) unter Kühlwagen eingereiht sind. Ab 1894 tragen sie die Nummer 51501 - 15509, das sind neun Stück, aber jetzt alle gebremst. Sie waren den Bahnhöfen Kulmbach, Bamberg, Lichtenfels, und München C. zugeteilt, in 1915 den Direktionen Nürnberg, Augsburg und Regensburg. Von den mit Fragezeichen versehenen Wagen liefen zwei, 80152 und 80164, mit eisernem Kastengerippe unter 80643 und 80644 für die Firma Ehemann in Kitzingen (1905).

Auch wenn es zu BOB-Zeiten Bierwagen gegeben hat, über deren Originalausführung weiss ich nichts. Sind die Doppelflügeltüren Überhaupt ursprünglich oder erst bei einem Umbau ca. 1870 entstanden? Die Skizze ist späteren Ursprungs! Möglicherweise waren es erst niedrige, quadratische Türen, wie sie die Staatsbahn auch bei Wagen mit endständigen Eiskästen hatte (siehe Nr. 19769, Schloßbrauerei Hohenaschau). Ich bin sicher, daß es zu BOB-Zeiten keine bsonderen Nummerierung der Bierwagen gegeben hat. Damals wurden alle Wagen, unabhängig vom Typ, nach Lieferung fortlaufend nummeriert, also werden sie Nummern innerhalb der Güterwagenserie getragen haben.

Nicht alle Angaben in den Verzeichnissen kann ich deuten. So ist z.B. 1891 zum Wagen 15551 bzw. 85056 zu lesen, daß die privaten Einrichtungen 1890 ausgebaut worden ist. Trotzdem wird der Wagen sogar noch 1915 (jetzt Nr. 601074) als Privatwagen der ursprünglichen Firma aufgeführt.

Soweit die Ausführungen von Herrn von Rosen. Auch von Herrn Spielhoff habe ich anfüllende Informationen zum gleichen Thema erhalten:

In Bayern wurden die ersten Bierwagen, nachweislich ab 1865 gebaut, die Ostbahn kam am 1. Januar 1875 zur Staatsbahn. Die ersten Bierwagen der Ostbahn wurden 1871 und 1872 geliefert. Sie erhielten danach die Staatsbahnummerierung. Die bayerischen Personen- und Güterwagen wurden fortlaufend nummeriert, die Ostbahnwagen wurden in das bayrische System aufgenommen.

Die Wagen 15180, 15182, 15191 und 15198 hatten einflüglige Türen, geliefert 1872, bayr. Bauart, keine Bremse, Eigengewicht 7600 kg, Tragfähigkeit 10500 kg, Untergestell aus Holz.

Die Angaben von Ihnen, in der Stüclzahl, daß einige ausgemustert wurden stimmt nicht, im Verzeichnis von 1913 waren noch alle Ostbahn-Bierwagen vorhanden, dagegen die 15180, 15182, 15191 und 15198 nicht mehr. Nach dem Verzeichnis von 1913 mit der damaligen Nummerierung 600xxx waren noch 8 Wagen mit Bremse, 17 Wagen ohne Bremse vorhanden, mit den Nummern 600024-600031, 600033-600046 und 600420-600421, er privateigene mit der Nr. 601074, diese waren typische Ostbahnbauarten. Vermutlich sind die Wagen 600420 und 600421 zwei der ehemaligen Wagen 80150, 80152,80160 und 80164.

Ihre Angaben zur Nutzung ab 1882 sind nicht richtig, alle Wagen wurden nach Indienststellung durch die Bahn sofort verwendet, mit der nächstfolgenden Bahnnummer.

Woher Sie die Zahl von 36 Bierwagen der Ostbahn bringen ist mir schleierhaft, denn es waren wie Sie in der Aufstellung bringen nur 27 Stück, in allen amtlichen Unterlagen steht es so.

Die alte niedrigste Bierwagennummer (bahneigen) war 6673, die höchste 27591, bei den Privaten 10481 als niedrigste und 25597 die höchste, die dann 1893 in die 80-er bzw. 85-er Nummern aufgeteilt wurden.

Im Jahre 1894 gab es in Bayern 692 privateigene Bierwagen, verteilt auf 71 verschiedene Brauereien, diese Aufstellung liegt mir vor. Für die bahneigenen Wagen wurden Verträge abgeschlossen, die vorgaben, daß die Wagen in 3 Monaten mindestens 2500 km zurück zu legen hat. Wenn dies nicht erreicht wird, mußte ein Strafgeld von 3 Mark pro Tag bezahlt werden. Für Unterhaltung und Reinigung der Wagen war die Staatsbahn zuständig.

Die bahneigenen Wagen haben die Werbeschrift der Brauereien erhalten, die Bezeichnung BOB verschwand schnell. Bei den Beschriftungen gibt es nur die allgemein bekannten Aufnahmen als Vorlage, sonst aber gestalten die Modellbahnfirmen mit viel Phantasie ihre Modelle.

Übrigens, der Unterbau der Ostbahn-Bierwagen waren alle aus Holz, keine Eisenträger wie Ihre Modelle, dies geht aus den mir vorliegenden Unterlagen verschiedener Wagenverzeichnisse hervor. In den Skizzen und Angaben von 1913 war das Untergestell aus Eisen, also erhielten die Wagen im Laufe der Zeit ein neues Untergestell.

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Nachtrag zur badischen IId

Herr Spielhoff hat noch die folgende Anfüllung auf den Artikel von Wolfgang Hug: 1919 kamen 10 dieser Lokomotiven zur ETAT als 221901 - 910, als Reperationsleistung. Die Loks wurden dort bis Mitte der dreißiger Jahre gefahren. Die restlichen 7 waren 1923 im vorläufigen Umzeichnungsplan als Nr. 14401 bis 14402 der Reihe 1, die Reihe 2 als 14451 bis 14454 vorgesehen, beim 2. Umzeichnungsplan von 1925 erhielten sie keine DRG-Nummer mehr, sie wurden als Splittergattung Mitte der zwanziger Jahre ausgemustert.

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Bierwagen-Beschriftung

Zunächst eine weniger erfreuliche Nachricht für Besitzer der Modelle der bayrischen Ostbahn-Bierwagen: Zwar haben mich eine Reihe von Informationen erreicht zu diesem Thema (wie Sie folgend lesen können), aber die Reproduktion der Vorlagen ist doch wesentlich zeitintensiver und aufwendiger als geplant. Hierdurch kann ich meinem Versprechen, Ihnen die Beschriftungen vor dem Ende dieses Kalenderjahr zu liefern leider nicht nachkommen. Ich wollte
aber sicher stellen, daß Sie Beschriftungen in einer hochwertigen, vorbildgerechten Ausführ-ung erhalten und dies hätte ich durch Scannen etc. nicht realisieren können. Nun werden die Beschriftungen auf Basis von den vorhandenen Vorbildaufnahmen neu ausgearbeitet, wobei Buch-staben für Buchstaben neu erzeugt werden. Da dies aber neben allen anderen Arbeiten (Beruf und Familie nicht mal berücksichtigt) daß es zeitlich nicht zu realisieren war. Die gute Nachricht ist: Die Arbeit an den Beschriftungen geht gut voran, wie das folgende Vorbild zeigt:

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Mehr News zum Thema Bierwagenbeschriftungen -

von Herrn Madsen aus Eindhoven


Aus den S. 5/6 ausgesprochenen Zweifeln über die Beschriftung der Wagen und aus der Tatsache daß Sie angeben, daß Ihnen keine Bilder vorliegen von Bierwagen der Brauereien "Salva-tor", "Schmederer", "Pschorr", "Erich", und "Niirnberger Aktien-brauerei", geht hervor daß Ihnen das große Bild auf Seite 10 in Bernhard Ücker: 150 Jahre Eisenbahn in Bayern (Hermann Merker Verlag, Fürstenfeldbruck 1985) unbekannt ist

Etwa in Bildmitte befindet sich der Ostbahn-Bierwagen (ganz in weiß) mit Beschriftung der Salvator-Brauerei. Mit ihm gekuppelt ist ein Wagen der "Zacherlschen Bierbrauerei Gebrüder Schmederer", auf dem Nebengleis steht ein Wagen der "Pschorrbräu München". Anhand der lesbaren Beschriftung einiger abgebildeter Bierwagen (Nummern in 20000-Bereich) ist festzustellen daß diese Aufnahme deutlich vor der letzten Jahrhundertwende entstanden sein muß. Sie entstammt der Sammlung des Verkehrsmuseums München und vielleicht könnten aus einer echten Fotografie noch mehr Einzelheiten geholt werden als aus dem (großformatig) gedruckten Bild.

In Bezug auf die kommende Beschriftung für das Modell "stimme" ich für eine Variante der Salvator-Brauerei, da diese Be-schriftung nach einem konkreten Vorbild gefertigt werden kann. Es liegt auf der Hand, ist aber nicht sicher, daß der Schriftzug schwarz war. RaiMo bot seiner-zeit einen Beschriftungssatz (000820) an, in dem auch ein Schriftzug 'SALVATOR BRAUE-REI MÜNCHEN" (in schwarz) enthalten war, allerdings in einem nicht dem Bild entsprechen-den Western-Stil ähnlichen, fetten Schrifttyp. Auf dem Bild ist zu erkennen daß es sich beim Vorbild um einen dünnen Typ mit eckigen Serifen handelt.

Als zweite Variante kommt meines Erachtens zuerst die der Freiherrlich Tuchersche in Frage, da diese Brauerei der wichtigste Benutzer des Ostbahnwagens in der Ausführung mit Handbremse war (5 Wagen mit und 5 ohne Handbremse), Kurz/Reif brachte es auf die gleiche Gesamt-stuckzahl, davon waren jedoch 7 Wagen ohne Handbremse.

In Anbetracht der Tatsache daß altes Photomaterial alles andere als panchromatisch war und für rotes licht kaum, für blaues dagegen sehr empfindlich war, bezweifle ich übrigens ob eine blaue Beschriftung auf einer alten Aufnahme mit einer schwarzen verwechselt werden könnte. Rot und schwarz waren dagegen tatsächlich für altes Photomaterial annähernd gleich. Ich halte daher auch die im erwähnten RaiMo Beschriftungssatz erhaltene hellblaue Beschriftung "HACKER-BRÄU MÜNCHEN, die ansonsten der Vorbildbeschriftung der beiden im Bild gezeigten Hacker-Bierwagen mit senkrechter Verschalung entspricht, für unwahrscheinlich:

eine so hellblaue Beschriftung auf weißem Wagenkasten hatte auf einem so alten Bild keinen deutlichen Kontrast gezeigt.

Die Verwendung von Schatten-schrift ist keinesfalls ein Kenn-zeichen des 20. Jahrhunderts. Ich möchte daran erinnern daß die dänischen Bahnen für ihre Beschriftungen an Loko-motiven und Reisezugwagen fast durchweg Schattenschrift benutzten, eine alte Tradition die sich bis in unsere Zeit gehalten hat (abgeschafft bei Durchführung des neuen Design-Programms der siebziger Jahre). Es gibt deutliche Hinweise darauf daß auch in Deutschland schon frühzeitig Schattenschrift zur Beschriftung von Eisenbahnfahrzeugen benutzt wurde, sowohl an Privatwagen (auch belegt für in Preußen, Sachsen und Baden eingestellte Privatwagen aus den frühen neunzigern) als an Bahneigene Wagen (Preußen, Sachsen, alte Privatbahnen), bei diesen jedoch hauptsächlich in der Frühzeit, eben im neunzehnten Jahrhundert (bei den ältesten Beschriftungsvorschriften für preußische Güterwagen aus 1883/1884 wurde zum Beispiel auch Beschriftung in Schatten-schrift vorgeschrieben, siehe Diener Anstrich und Bezeichnung von Guterwagen S. 59).

Man könnte auch die Beschriftung des Henninger Bierwagens 9141 (MAN Werkfoto Beilage) dahingehend interpretieren, daß hier Schattenschrift benutzt wurde (etwa 1870). Für den 1878 gebauten Wagen 19769 der Schloß-brauerei Hohenaschau ist die Schattenschrift sowohl für den Schriftzug als für die Nummer und das KürzeI K.Bay.Sts.B. eindeutig durch ein Werkfoto belegt (abgedruckt im BK-Band 150 Jahre Schienenfahrzeuge aus Nürnberg). Welche Farbe die eigentliche Schrift und der hellere "Schatten" hatte, ist allerdings eine ungelöste Frage. RaiMo ging seinerzeit von schwarz und gelb (gold) aus.

Soweit die Ausführungen von Herrn Madsen. Viele vergleichbare Reaktionen haben mich erreicht und ich hoffe, daß ich Ihren Erwartungen gerecht werden kann bei der Umsetzung der Modellbeschriftungen.

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Jetzt exklusiv beim Länderbahn Forum: Produkte aus dem Hause Thomas Hey’l

Unter Kennern gilt er noch immer als der große Filigrankünstler der Kleinserienbranche und unter dem Motto: ....Hund samma scho... hat Herr Hey’l bis zum Jahre 1992 viele Freunde exklusiver Kleinserienmodelle der bayrischen Bahnen in der Spur H0 mit hervorragend gestalteten Messingmodellen und einer Vielzahl einmaliger Messinggussteile zum Selbstbau erfreut. Leider ist es in den letzten Jahren nicht mehr möglich gewesen um diese Produkte zu erhalten, aber ich kann Ihnen heute die erfreuliche Nachricht übermitteln, daß das vorhandene Angebot von Bausätzen und Bauteilen aus dem Angebot von Herrn Hey’l den Lesern des LBF nun angeboten werden kann.

Es handelt sich hierbei übrigens in der Regel aus massiv gegossenen Wagenbauteilen, welche den Vergleich mit Produkten aus neuerer Produktion absolut nicht zu scheuen brauchen. Besonders interessant ist die Vielzahl von Bauteilen, welche bei keinem anderen Hersteller Angeboten werden. Eine vollständige Übersicht der vorhanden Bauteile mit Stückzahlen und Preisen finden Sie auf den folgenden Seiten. Zwar sind teilweise nur geringe Stückzahlen vorhanden, aber bei entsprechender Nachfrage ist eine Neuauflage bzw. die Produktion neuer Bauteile und Bausätze geplannt.

Ich hoffe Ihnen durch Mittel dieser Kooperation mit Herrn Hey’l wieder eine exklusive Serviceleistung bieten zu können und hoffe auf Ihr Interesse. Aufgrund der noch zu tätigenden Vorbereitungsarbeiten kann ich Ihre Anfragen erst ab Beginn 1999 bearbeiten, bitte haben Sie hierfür Verständnis. Ihre Bestellungen werden auf Basis des Eingangsdatums honoriert, was insbesondere bei den Bausätzen angesichts der kleinen Auflagen wichtig ist. Die genannten Produkte sind übrigens ausschliesslich über das LBF erhältlich, also sind anderweitige Nachfragen sinnlos.


Verfügbares Bausatzangebot

Ein Schmankerl für die Freunde der bayrischen Bahnen ist sicher der Bausatz eines Kran-wagens der K. Bay. Sts. B. Das Vorbild wurde ursprünglich für die bayrische Ostbahn gebaut und steht als Denkmal auf dem Nürnberger Werksgelände der MAN, der Nachfolger des ehemaligen Wagenmanufaktur Klett & Comp.

Der Wagen wurde bis 1962 als Werkstattwagen im Bahnbetriebswerk Rothenkirchen eingesetzt, wie ein Foto beweist. Da der Wagen auf der Modellbahn mit dem niedrigen Originalfahrwerk nur herumstehen würde, wird der Aufbau mit dem Fahrgestell des Schemelwagens H333 kombiniert: Von Baujahr und Ausführung her eine glaubhafte Freelance-Lösung. Damit erreicht der Kranwagen die Ausmaße vergleichbarer Schienenkräne der K. Bay. Sts. B.

Zur Auslieferung werden zunächst 7 Komplettbausätze (aus hochwertigen Messinggussteilen und Micro-Radsätzen) zum Preis von DM 250,-zzgl. Porto kommen. Die Lieferung der Bausätze erfolgt nach der Fertigstellung einer entsprechenden Bauanleitung, dies kann aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Bitte reagieren Sie bei Interesse schnell. Bei einer entsprechenden Nachfrage ist eine eventuelle Neuproduktion möglich.

Eine komplette Übersicht der Bausätze und Bauteile ist auf Anfrage erhältlich.

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Die italienischen Eisenbahnen, Teil 2

von Dr. Fabio Peluso

Bitte beachten Sie, dass die folgende Einleitung eigentlich schon in der letzten Ausgabe des LBF erscheinen hätte sollen, aber aufgrund eines Fehlers meinerseits ist dies nicht geschehen. Hier also die einleitenden Gedanken von unserem italienischen Modell-bahnkollegen:

Einführung

Das Ziel dieser Artikelreihe ist es Ihnen einen Einblick in die Entwicklung der Eisenbahn-geschichte Italiens zu geben. Natürlich kann diese Abhandlung nicht komplett sein und könnten viele weitere Dinge berichtet werden, aber ich hoffe, meine Artikel können dem interessierten Leser einen Einblick verschaffen und die gewünschten Informationen vermitteln.

Wie in anderen Teilen Europa's und der Welt, wurde die Entwicklung der Eisenbahn in Italien zu einem großen Teil durch den historischen Kontext seiner Zeit beeinflusst
.
Der Großteil dieser Informationen stammt aus Publikationen, welche nicht einmal auf dem italienischen Markt erhältlich sind. Am Ende jedes Teils wird eine Quellenangabe diese Publikatio-nen erwähnen, alle erwähnten Referenzen kommen aus offiziel-len Publikationen, Zeitschriften etc.

Wie in anderen Teilen Europa's und der Welt, wurde die Entwicklung der Eisenbahn in Italien zu einem großen Teil durch den historischen Kontext seiner Zeit beeinflusst. Ich werde versuchen auch die wichtigsten historischen und politischen Umgebungsfaktoren zu beschrei-ben. Auf diese Weise wird es dem Leser leichter fallen, zweifelhafte Entscheidungen zu verstehen, wie z. B. den Fakt daß bis zu Beginn dieses Jahrhunderts ausländische Lokomotivbauer den ansässigen italienischen Bauern bevorzugt wurden.

Aus dieser Einleitung können Sie schon entnehmen, daß der Beginn der italienischen Eisenbahnen mühsam war, obwohl sie kurz nach den Länderbahnen startete (allerdings im reichsten italienischen Staat dieser Zeit, dem borbounischen Königreich "Due Sicilie")..

Dieser ursprüngliche Aufwand kann direkt an den historischen und geopolitischen Geschehnissen relatiert werden, welche die Halbinsel im letzten Jahrhundert beschäftigten; Die italienischen Bahnen wurden ursprünglich (vor der Vereinigung) von vielen kleinen privaten Gesellschaften betrieben, aber nach und nach wurden diese nach der Vereinigung des Landes entweder verstaatlicht oder in Privatbesitz zurück geführt, je nach der politischen Orientierung der jeweiligen Zeit. Erst im Jahr 1905 wurde die italienische Staatseisenbahn verstaatlicht, und wurde die "Ferrovie dello Stato" gegründet. In den letzten Jahren hat aber wieder privates Management Einzug gehalten in den Führungs-etagen der italienische Staats-eisenbahn, auch dies verursacht durch wirtschaftliche und noch immer politischen Gründen.

Die Entwicklung der Eisenbahn und der Lokomotiven in Italien können in fünf Perioden unterteilt werden (diese haben aber nichts mit der Epocheneinteilung der Modellbahn zu tun):

Erste Periode: Ab 1839 (am dritten Oktober 1839 fuhr der erste Zug von Neapel nach Granatello di Portici) bis zum jahr 1865, Geburt der Eisenbahn in Italien und erste Entwicklung.

Zweite Periode: Von 1865 bis 1876; erste private Betreiber tauchen auf;

Dritte Periode: von 1876 bis 1885; erste öffentlicher betrieb (wenn auch nur indirekt).

Vierte Periode: von 1885 bis 1905; Rückkehr der privaten Betreiber durch die Betriebsstruktur: "Convenzioni".

Fünfte Periode: Seit 1905 bis heute; Der Staat übernimmt den Betrieb definitiv und die "Ferrovie dello Stato" wird gegründet.


Die italienischen Länderbahnen, Teil 2: 1865 - 1876

von Fabio Peluso

Nach den beiden Unabhängigkeitskriegen war die öffentliche Administration Italiens nicht im Stande um die gestarteten Aktivitäten zu kontinuieren (genausowenig wie den Bau neuer Opern sicher zu stellen). Aus diesem Grunde wurde ein Gesetz angenommen (Gesetz Nr. 2279 vom 14. Mai 1865) welches die Entflechtung der Direktionen der beiden vorhandenen Eisenbahn-gesellschaften vorschrieb und somit die Entstehung neuer privater Gesellschaften stimulierte. Die wichtigsten Gesellschaften welche hierauf hin gegründet wurden, waren:

- SFAI: società delle Strade Ferrate dell'Alta Italia (North Italy Railways Company), mit mehr als 2.200 km Schienenweg, welche durch die Rothschilds kontrolliert wurde. Ab dem ersten Juni 1865 gehörten zu dieser Gesellschaft auch die Strecken der Strade Ferrate dello Stato Piemontese.

- SFR: società delle Strade Ferrate Romane (Railways of Rome), welche sich aus vielen kleinen Gesellschaften zusammen setzte.

- SFM: società italiana delle Strade Ferrate Meridionali (South Italy Railways Company), welche seit dem 21. August 1862 bestand und ungefähr 1.150 km Strecke vorwies

- SFVM: società delle Strade Ferrate Vittorio Emanuele (Vittorio Emanuele Railways Company), mit nicht mehr als 150 km Schienenwege, welche sich aus einigen kleinen norditalienischen Linien ergab, der Rete Calabra (welche damals noch nicht exisitierte) und der Rete Sicula. Im Jahr 1868 übernahm der Staat wieder die Kontrolle dieser Bahn, da die Gesellschaft mit erheblichen finanziellen Problemen kämpfte und gründete im Jahr 1874 die SFM.

Die neue Organisation der italienischen Eisenbahnen führte zur Entwicklung und Bau neuer Eisenbahnstrecken. Zwischen 1861 und 1866 wurden 2.600 km neu gebaut. 1866 wurde die Strecke Rom-Orte-Falconare, welche über den Apenin führte, in Betrieb genommen und 1871 wurde der Frejus Tunnel, welcher das Alpi Gebirge zwischen Bardonecchia and Modane verband, offiziell eröffnet. Durch diesen Zugang nach Zentraleuropa durchquerte die wichtige Schienenverbindung "Valigia delle Indie" ab 1871 Italien und ergab die durchgehende Strecke Turin-Alessandria-Piacenza-Boulogne-Ancona-Brindisi und über diesen Seehafen den Suezkanal, das Rote Meer und den Indischen Ozean. Die Strecke Rome-Neapel-Foggia wurde 1874 vollendet.

Die Leistungsfähigkeit und Effizienz der italienischen Bahnen wurden während dem dritten Unabhängigkeitskrieg auf die Probe gestellt, als 250,000 Soldaten und ihre Ausrüstung die Kriegsschauplätze mittels der Schienen erreichten.

Was das rollende Material betraf, also Lokomotiven, Wagen und anderes Schienenmaterial, so ist nochmals fest zu halten, daß die Gesellschaften dieses (gezwungenermassen) bei ausländischen, hauptsächlich französischen, Anbietern einkauften

Da die ansässigen Offcine di Pietrarsa und Giovanni Ansaldo finanzielle Schwierigkeiten unterfanden, stoppte Ansaldo zwischen 1871 und 1883 den Bau von Lokomotiven, da die Piemontische Bahn zur SFAI gehörte, welche durch Rothschild geleitet wurde. Aufgrund der großen Macht dieser französischen Familie wurde nach dem zweiten Unabhängigkeitskrieg das rollende Material noch immer in Frankreich, England und natürlich Österreich (um den Frieden mit diesem einflussreichen Nachbarn zu wahren) gekauft, obwohl ein fast einheitlicher Staat entstanden war.

Erst 1872 wurde in Turin die erste Eisenbahnentwicklungs-abteilung der SFAI, die "Ufficio d'Arte delle Strade Ferrate" gegründet, welche unter der Leitung von Ing. Frescot stand. Diese Abteilung entwickelte die wichtigsten Lokomotiven der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, einige von ihnen überlebten selbst die Gründung der FS im jahr 1905. Um nur ein Vorbild zu zeigen: Die Lokomotive "Ariosto" gab einer ganzen Lokomotivklasse mit gleicher Achseinteilung ihren Namen. gave the name to a complete class of locos with the same axes arrangment. Dieser Lokomotivtyp kennmerkte sich durch besonders große Raddurchmesser, welche benutzt wurden um Geschwindigkeiten zu erreichen, welche für den Personentransport geeignet waren. Dies da die anderen mechanischen Lösungen dieser Zeit höhere Geschwindigkeiten nicht zuliessen. Andere Vorbilder sind die Lokomotiven der Serie 1201-1260 SFAI, (später FS 420), der 601-610 SFAI (später FS 510), der ersten italienischen Lok mit mit langem Vorzylinder. Diese Maschine wurde 1878 auf der Internationalen Ausstellung in Paris und später (1881) in Mailand vorgestellt und erhielt Paris in 1878 aufgrund ihrer technischen Lösungen viel Aufmerksamheit.

1875 verfügten die italienischen Staatsbahnen über ein Schienennetz von 7675 km, aber die finanziellen und politischen Probleme verhinderten immer noch das entstehen einer eigenen italienischen Industrie. Die Möglichkeit einer Verstaatlichung und des Staatsbetriebs wurde auch im Parlament besprochen, wobei als Argument die absolute Notsache zur Einführung von technischen Standards (jede Bahn hatte ihre eigenen Richtlinien) diente. Ein erster Vorschlag in dieser Richtung wurde 1876 eingedient, dieser wurde aber nicht nur abgelehnt, sondern führte sogar zu einer politischen Veränderung , welche durch den Aufstieg von Agostino Depretis verkörpert wurde.

Dieses war der zweite Teil der Abhandlung von Dr. Fabio Peluso. In der nächsten Ausgabe des Länderbahn Forum geht es dann weiter mit der dritten Periode.

Vielleicht möchte ja ein anderer Leser diesen Bericht ergänzen, es böte sich die Geschichte der Eisenbahn in Österreich oder der Schweiz geradezu an. Wer hat hierzu Informationen und Lust und Laune um diese auf Papier zu bringen ? Haben Sie nur Mut, es macht richtig Spass!
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Neue Länderbahn-Modellbahnprodukte

 

Neuer Güter- und Viehwagen, Typ K 2071 der Gotthardbahn, von GB modell erhältlich

Das H0-Messingmodell ist in den folgenden Varianten erhältlich:

K 2153        grau oder grün ( mit altem Schriftbild) bis ca. 1890   

K 2071        grau (mit neuem Schriftbild)     ab ca. 1890 - 1909

K 28652    grau, Übernahme der SBB    ab 1909

 


Alle Fahrzeuge sind mit NEM-Kupplung ausgestattet.

Preise:

einfache Ausführung                 sFR 255,-
bei 2 Wagen                            sFR 470,-

Feinaustattung mit Schlusslampenhaltern
RP25 Radsätzen und Originalkupplung    sFr 280,-
bei 2 Wagen                                            sFr 520,-

Alterung auf Wunsch.

Die Modelle sind direkt bei Herrn Ch. Gohl, Sägengasse 1 in CH-9472 Grabs (Tel./Fax: 081-771 18 30) erhältlich.


Vorankündigung von Hammerschmid in Spur N: Württembergische Personenwagen


Passend zu dem Kleinserienmodell der Reihe C werden in limitierter Auflage eine stilgerechte Wagengarnitur württembergischer Personenwagen angeboten. Die Garnitur besteht aus Wagen der Klassen BC4iWü 00, C4iWü 01 und Pwi Wü 09a )alle in Epoche I, II und III Ausführung erhältlich).
Die Preise der Messingmodellwagen liegen bei ca. DM 500,-

Ebenfalls von hammerschmid wird ein superfiligranes Oberleitungsszstem für Spur N angeboten, aber nicht für uns Ep. I-Fans....

Bei Interesse können Sie sich an hammerschmid präzisionsmodelle (Pfarrer-Behr-Weg 12 in D-82402 Seeshaupt) wenden. Tel./Fax: 08801-1744

bayr. Kohletrichterwagen-Set von Märklin/Trix nun in Auslieferung

Selbst habe ich schon eine ganze Weile keinen Fuß mehr in einen Modellbahnladen gesetzt (keine Zeit) aber aus wohlinformierten Brunnen ist mir zugetragen worden, daß die Sets in den Schaufenstern bereits aufgetaucht sind. Bin schon gespannt, welche Radsätze unter den Wagen sitzen..... und hoffe, daß nun auch bald die neue Torf-B VI ausgeliefert wird.

Feinste Ausstattungsdetails aus Messing von Haberl und Partner

Auf der Modellbauaustellung in Köln habe ich auf dem Stand von Haberl und Partner allerfeinste Maibäume und andere feine Ausstattungsdetails entdecken können. Diese details sollten eigentlich auf keiner süddeutschen Modelllandschaft fehlen.....

10-Tonnen-Kühlwagen von Sachsenmodelle

Das gelungene Kunststoffmodell der KPEV-Direktion Berlin stellt einen Butterwagen dar, der dem Standardtyp G der preussischen Staatsbahn entspricht. Vor allem auch die gelungene Beschriftung machen es zu einem begehrenswerten Modell. Muß ja auch nicht immer nur Messing sein....

Preussische Bahnhofsgebäude und Nebengebäude in H0 von ARTITEC Models

Die Niederländer haben das Klagen der Nachbarn im osten erhört und haben tolle H0-Gebäudemodelle hergestellt. Leider nicht ganz billig, aber die Optik macht das schnell wieder gut. Eine echte Empfehlung für Preussenfans!

Und wieder ein Preussenset von Fleischmann

Wie beinahe jedes jahr um diese Zeit erfreut Fleischmann uns mit der jährlichen Einmalserie. Dieses Mal ist es ein preussischer Gmp, wobei es auch noch drei Ergänzungswagen zum Set gibt.


Bayrische D VI von Besig in Spur I

Wahre Traummodelle sind die beiden Messingmodelle der Berg und der Donaustauf aus dem Hause Besig. Für Liebhaber der großen Spur wird der Herzschlag vermutlich enorm steigen bei Ansicht dieses Modells.


Exklusivmodell der sächsischen VT in H0 bei EUROTRAIN-Fachhändlern

Wie vermutet ist die Piko-Lok nunmehr als Ep. I Modell erhältlich, allerdings nicht über Piko sondern nur über die Spielwarenkette Eurotrain. Passend dazu gibt es ebenfalls von Piko einen offenen Güterwagen aus Sachsen.

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