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Friday, 02. April 2004 |
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Länderbahn Forum 2/02 Nachbau
des Bahnhof Würzburg im Verkehrsmuseum Gemünden Inhaltsverzeichnis
1. Neuer Doppelbausatz Ostbahn Giebelwagen
jetzt verfügbar
2.
Schotter,
Schwellen und Profile, Oberbau und Gleise der K.Bay.Sts.B., Teil 1
3. Fleischmann und die Preussen Kommentar zum 2002 Sonderset4.
Kurz Belichtet
5.
Lokomotiven
der Gattungen 690-691 der FS 6.
Aus
der Frühzeit der K.Bay.Sts.B.: Die Farbgebung
7. Lothar
Spielhoffs Bierwagenbuch und die Brawa Modelle
8. Neue Länderbahn Produkte
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Schienenform |
Regellänge
m |
Raddruck
to. |
Schwellen-anzahl
auf Regellänge |
Stoßschwellen-abstand
mm |
Vorhandene
Länge km (1928) |
Anwendungsgebiet |
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Holz |
Eisen |
Holz |
Eisen |
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II
a |
9 |
6,5-8,0 |
13 |
13 |
400 |
340 |
855 |
Hauptbahnen
II. Ordnung, Neben- und Lokalbahnen |
|
V |
9 |
6,25 |
13 |
13 |
456 |
400 |
460 |
Neben-
und Lokalbahnen |
|
IX |
12 |
8,0
-10,0 |
17 |
17 |
400 |
340 |
2210 |
Haupt-
und Nebenbahnen |
|
X |
15 |
8,5-10,5 |
22 |
22 |
420 |
340 |
6110 |
Haupt-
und Nebenbahnen |
Die Profile IIa und V sind Localbahnprofile, wobei die Form IIa
ursprünglich als Regelschiene entwickelt und auch eingesetzt wurde, jedoch von
den gestiegenen Anforderungen bald überholt wurde (1883). Die Entwicklung der
SF V geht auf die sog Vizinalbahnform zurück, die für die Bahnen
geringer Bedeutung geschaffen wurde um Kosten einzusparen. Die Gleise der
Vizinalbahnform waren zwar, ebenso wie der sehr leichte Oberbau kostengünstig
zu erstellen, jedoch wog der enorme Kostenaufwand für die Instandhaltung und
Pflege diesen Vorteil bei weitem auf Hauptstaatsarchiv,
5756 Vergleichsrechnung der Oberbaukosten.
Erwähnung finden sollen noch die Formen III und IV, die für
Langschwellenoberbauten verwendet wurden. Diese waren weiter verbreitet und länger
in Betrieb als gemeinhin angenommen. Laut Marggraf lagen auf Lokalbahnen 63 %
der Haupt- und Nebengleise auf eisernen Langschwellen des Systems Hilf, 10,7 %
auf eisernen Querschwellen und nur 25 % auf hölzernen Querschwellen.
Die Profilformen IX und X haben ihren Ursprung in den älteren
Hauptbahnprofilen bis zurück zur Birnenform. Sie wurden
entwickelt um den erhöhten Anforderungen des Schienenverkehrs gerecht zu
werden. Die Entwicklungsschritte waren jedoch im Vergleich zu anderen Bahnen
sehr klein. Um die Jahrhundertwende waren in den USA Achsdrücken von 28-32 t
nicht unüblich (auf sehr viel leichterem Ober- und Unterbau), in Frankreich
wurde mit immerhin 24 t experimentiert. Die Generaldirektion der K.Bay. Sts. B
gab 1904 die SF X nach langen Versuchsreihen auf geeignetem, verstärktem
Unterbau für eine Achslast von 18t, die SF IX für 17t frei. Freiherr von
Welser reklamiert in seinen Fahrzeugbeschreibungen häufig die Einschränkungen
die aus dem niedrigen zulässigen Achsdruck resultieren. Jedoch zeigte sich die
Bahnverwaltung hier sehr rigide und war bis 1908 nicht bereit höhere Achsdrücke
zuzulassen, obwohl die Erkenntnisse aus verschiedenen Versuchsreihen dies
durchaus ermöglicht hätten.
1904 stellte die Bahnverwaltung zum wiederholten Mal mittels eingehender
Untersuchungen (Der Bericht hat ca. 200 Seiten Hauptstaatsarchiv 5756) fest, das die Kostenersparnis
bei Verwendung nur eines Regelprofils durch Einsparungen bei der Materialhaltung
(just in time production war noch unbekannt, die Lieferverträge wurden jährlich
mit fixen Lieferterminen und mengen geschlossen) so groß waren dass es die günstigste
Alternative sei, nur noch eine Profilform und die dazu benötigten
Oberbaumaterialien zu beschaffen (Verfügung vom April 1905). Die Bahnverwaltung
verfügte gleichzeitig auch, dass altbrauchbare Materialien der Schienenformen
IIa, V und IX auf Strecken mit geringerer Belastung (nicht zu verwechseln mit
geringer Bedeutung!) weiterzuverwenden wären bis eine endgültige Auswechslung
nicht mehr zu umgehen sei. Für den Zweck der Wiederverwendung und Aufarbeitung
war auch die Beschaffung von neuem Material für alte Schienenformen zulässig.
Daher trifft man auf bayerischen Strecken die Formen IX und X sowie Bestände älterer
Schienformen bunt gemischt und anscheinend keiner Logik folgend an. Eine klare
Aussage welche Schienenform Verwendung fand ist nur mit Hilfe von authentischen
Quellen möglich, aufgrund der Wertigkeit der Strecke kann nicht auf eine
bestimmte Profilform geschlossen werden. Selbst für Streckenneubauten wurde mit
Ausnahme von Schnellzuglinien altbrauchbares Material verwendet.
Dem aktiven Modellbahner stellt sich hier natürlich die Frage inwieweit
sich eine Nachbildung der Unterschiede lohnt. Bei den Schienenprofilen sind die
Unterschiede gering, die durch maßstäbliche Nachbildung verursachten
Schwierigkeiten jedoch groß
Geeignet für den Nachbau erscheinen die Spur Z Profile von Märklin und
Peco, wobei Märklin für SF X und Peco für die Form IX maßstäblicher ist.
Der Unterschied ist jedoch selbst im direkten Vergleich nur schwer zu erkennen.
Für die Formen IIa und V wäre Code 40 Material in etwa maßstäblich,
die auftauchenden Probleme werden aber sehr groß, wenn nicht mit H0pur gefahren
wird.
Die für die Weichenzungen erforderlichen niedrigeren Profile verhindern
allerdings das befahren mit NEM-Rädern und auch für RP 25 sind einige
Anpassungen erforderlich wenn Gleitplatten eingebaut werden sollen. Hierauf wird
jedoch später noch genauer eingegangen.
Die Unterschiede bei den Schwellenlagen des Streckengleises sind
innerhalb der jeweiligen Gruppen (SF IX/X und IIa/V) bei maßstäblicher
Umsetzung sehr gering und nur im direkten Vergleich zu erkennen.
Es gäbe noch sehr viel mehr zu den Schienenprofilen zu sagen, doch ist
das meiste für den Modellbahner zumindest nicht direkt zu verwerten. Deshalb
soll die Behandlung der Profile im Rahmen dieses Artikels hier abgeschlossen
sein, und wir wenden uns in der nächsten Ausgabe des LBF dem nächsten Thema
zu.
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FLEISCHMANN und die Preußen
-
Kommentar zur 2002er Sonderserie <Preußischer Personenzug> der K.P.E.V., Epoche I.
von
Rainer Spohr
Zugbildung
Die ZB ist (mal wieder) falsch von
FLEISCHMANN im Neuheitenprospekt dargestellt: der Packwagen Pw3i Pr97 muß laut
DV hinter der Lok stehen. Begründung - die Zugleine wurde von der Lok direkt
zum Zugführer in dem Pw gespannt. Siehe auch den Artikel im LBF 01-02
"ZUGLEINE".
1.
Die Schleptenderlok Gattung P 8
Wir erinnern uns, die K.P.E.V. hörte im Jahre 1918 auf als Königlich Preußische Eisenbahnverwaltung zu existieren, da im November der Erste Weltkrieg zu Ende ging, der König von Preußen, zugleich deutscher Kaiser, ins Exil ging, und die Republik ausgerufen wurde!
Schauen wir uns das FLEISCHMANN Modell der P 8 an, so fällt sofort ins Auge die Domanordnung - die gab es in dieser Reihung wie sie FLEISCHMANN bringt erst ab 1919. Siehe Foto der 38 3386 von 1921!
Sehen wir uns nun die Pumpen an - die gab es erst zu Bundesbahn-Zeiten, also ab dem Jahre 1950 aufwärts! ( Luftpumpe mit Tolkien-Steuerung, Speisepumpe als Kesselspeise-Verbundpumpe der Bauart Knorr-Tolkien); siehe ua Harder, Niederstrasser, Fotos von DB-P8ern wie 38 3544 (1958), 38 2208 (1965), 38 3708 (1968) uam.
Es fehlen weiterhin die markanten Kolbenstangenschutzrohream Fleischmann Modell. Unschön ist weiterhin die Drehgestellpartie: die viel zu kurzen und dazu viel zu hochgezogenen "Radbleche" werden noch frappand markiert durch die mickrig und zu kurz ausgefallenen Stummelschläuche für die Bremsluft. Es fehlt die Darstellung der Sicherheitskupplung, und die Rangierergriffe sucht man vergebens.
Über Maßabweichungen
im Fahrwerksbereich wird nicht eingegangen, da FLEISCHMANN den Kessel
entsprechend "angepasst" hat...Wer hier genaueres erlesen möchte, sei
zb auf die P 8 Artikel in den emb-Heften aus Soest erinnert, oder an das recht
umfassende Buch DIE PREUßISCHE P 8 von Hansjürgen Wenzel, EK Verlag, u.a.m.
Fazit:
wir haben vor uns stehen eine P 8 Maschine der "Nach-K.P.E.V.-Zeit"-
ab Baujahr 1919 ! - mit falscher
Beschriftung, falschen Symbolen und Tafeln, und modernen DB-Pumpen, die erst
Jahrzehnte später passend wären.
Selbst geübte
Bastler werden Probleme bekommen mit dem Fleischmann P 8 Modell, sollten sie
versuchen, eine P 8 der Bauserie 1914 daraus zu schnitzen...
Da wäre dann schon die herrliche Spitzführerhaus P 8 von REITZ mit Hängeeisensteuerung und korrektem Tender die bessere Alternative, denn die Umbauteile, der Faulhabermotor, die Messingschilder, Abziehbilder und die Lackierung des GFN P 8 Modells kommen den Bastler fast so teuer zu steh wie ein perfektes Modell von REITZ.
Über die Wagen hinter der "falschen" P 8 ist ua zu sagen, daß zwei davon mit ihren 3./4. Klasse Kurs-Wagen darstellen, und -mal wieder! -nicht den DVs gemäß eingeordnet sind. Am auffälligsten ist der fehlende Oberlichteranstrich in den Wagenkastenfarben - ein Manko nicht nur bei Fleischmann.Nicht beachtet wurde auch die Anzahl der Klassensitzplätze nach preußischer Norm, aber das kann jeder Modellbahner ja nach seinen Gegebenheiten durch weitere Modell selbst korrigieren.
Dass
der Zugführerwagen von FLEISCHMANN entgegen der ZV am Zugende eingereiht
ist - wo er nicht hingehört, wurde bereits an anderer Stelle gesagt.!
Schlußbemerkung
Ein (nicht gerade billiger) "bunter Zug", der wohl seine Liebhaber finden wird. Ein Zug jedoch, der nicht den historischen Vorbildern gerecht wird. Schade drum.
R.Spohr ©2002
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Württ.
Bierwagen-Foto
BRAUEREI
LEICHT VAIHINGEN A./F.
von Hans-Erhard Lessing
Man
soll über ein Eisenbahnbuch nicht reden, bevor man jede Seite angeschaut hat.
Tatsächlich ist in Herrn Spielhoffs Bierwagen-Buch (EK-Verlag) ein 9.
historisches Vorbildfoto versteckt (auf Seite 10). Interessanterweise zeigt
die Postkarte aus dem französischen Ort Montcornet
(I. Weltkrieg) einen Bierwagen der Brauerei Leicht Vaihingen A./F.
(d.h. auf den Fildern, wo der Kohl fürs Sauerkraut wächst; also nicht
Vaihingen an der Enz). Der Wagentyp mit Bremserhaus gehört zu den 24
Umbau-Bierwagen nach Skizze 3 mit 9.37 m LÜP. Die Brauerei Leicht besaß die
meisten Bierwagen bei den KWSt, und zumindest kennen wir jetzt einen
authentischen Epoche-I-Schriftzug dieser Brauerei, was für die württembergische
Güterwagenserie von BRAWA nicht uninteressant sein dürfte, wenn mal ein
rundum authentisches Bierwagen-Modell aufgelegt werden soll (vgl. LF 01/02).
Auf Seite 289 findet man das 10. historische Vorbildfoto: BÄREN-BRAUEREI
SCHWENNINGEN, ebenfalls Bierwagen mit Bremserhaus
Kurzkommentar
In der letzten Ausgabe des LBF hat Herr Dr. Costin Manolache einen eindringenden Aufruf an die Länderbahngemeinde geschrieben. Zu seiner wie auch meiner Enttäuschung und Überraschung haben sich hierzu keine Reaktionen aus dem Leserkreis ergeben. Ich möchte deshalb alle Leser nochmals hierauf aufmerksam machen und hoffe auch namens Herrn Manolache doch noch auf Reaktionen und Anmerkungen aus dem Leserkreis des Länderbahn Forum.
![]()
Von
Dr. Fabio Peluso
| FS Betriebsnummer | 69001 bis 69033 (später 690-001 bis 690-033) | ||
| 691-001 bis 691-033 | |||
| Baujahr | 690 | 1911-1914 | |
| 691 | 1928-1934 | ||
| Stück | 33 | ||
| Bauart | 2C1h4v | ||
| Zylinder | 2+2 | ||
| Steuerung | Walshaerts | ||
| Lokgewicht (kg) | 690 | 87.200 | |
| 691 | 97.200 | ||
| Reibungsgewicht (kg) | 690 | 51.300 | |
| 691 | 60.000 | ||
| Kesselüberdruck (bar) | 690 | 12 | |
| 691 | 16 | ||
| Leistung (HP) | 690 | 1400 | |
| 691 | 1750 | ||
| Höchstgeschwindigkeit (km/h) | 130 | ||
| Treib-Kuppelraddurchmesser (mm) | 2.030 | ||
| Laufraddurchmesser vorne (mm) | 1.090 | ||
| Laufraddurchmesser hinter (mm) | 1.360 | ||
| LüP (mm) | 690 | 22.275 | |
| 691 | 22.590 | ||
| Heißdampf | |||
| 4achsig Tender Wasservorrat (l) | 690 | 22.000 | |
| 691 | 29.000 | ||
| Kohle (kg) | 690 | 7.000 | |
| 691 | 5.500 | ||
| Hersteller: | Breda (Milano) (20) | ||
| Ansaldo (Genova) (10) | |||
| Officine Meccaniche di Milano (3) |
Die
Lokomotiven der Gruppe 690 waren die ersten Pacific Maschinen der FS und wurden
durch eine einzelne Expansion Maschine angetrieben. Auf dieser Lokomotive wurden die allgemeinen
Konstruktionsprinzipien der FS für Passagierlokomotiven, d.h. vier Zylinder,
Heissluftdampf und einzelne Expansion bestätigt. Auch die berühmteren 685 wurden durch eine ähnliche
Maschine, die einzige Ausnahme waren die 746-747, angetrieben. Die FS Techniker glaubten, daß der Vorteil dieses Antriebs
darin lag, daß er eine sehr hohe Leistung auch ohne eine schwierigere
Antriebsform, die nur wenige Proyentpunkte mehr leisten konnte, bringen konnte. Folglich
vertrauten sie dem Prinzip 4 Zylinder, einzelne Expansion (Zwilling).
Eine Konsequenz war, daß die Dampfkessel für einen höheren Druck von
nur 14 Stäben, anstelle von 16 errichtet werden mußte wie sie bei den
Dampfkesseln der Compoundlokomotiven vorkamen.
Diese Wahl erwies sich letztendlich übrigens auch als die weniger
kostspielige Lösung.
Von der
Auftragerteilung bis zur Lieferung der ersten Einheit, dauerten es nur acht
Monate. Die erste Lok wurde von der
Officine Meccaniche aus Mailand geliefert und erhielt die Betriebsnummer 69007.
Sechs Tage danach wurde die erste Lok von Breda, mit der Nummer 69001,
geliefert. Insgesamt wurden 33 Lokomotiven durch OM, Breda und Andaldo
(Genova) an die FS geliefert. Die
Lokomotiven hatten erschienen elegant waren aber gleichzeitig robust.
Das Modell hatte drei gekuppelte Achsen, die zentrale Achse wurde durch 4
Zylinder angetrieben und die Räder hatten einen Durchmesser von 2,030
Millimeter. Der vordere Antrieb
hatte eine seitliche Exkursion von +/- 40 Millimeter, welcher guten
Fahreigenschaften auch bei großen Geschwindigkeit (130 km/h) ermöglichte.
Die hintere Achse wurde von
einem einzelnen, kurzen RadialBissel angebracht, dessen Chassis im Hauptchassis
der Lokomotive angebracht wurde. Die
Achslast betrug 18 Tonnen und entsprach einer Gesamtzugkraftmasse von 54 Tonnen.
Da der Wert von 18 Tonnen pro Achse das Maximum der auf den damaligen
italienischen Linien zugelassenen Achslast übertraff,
erhielten die Lokomotiven eine speziellen Federeinheit um die
Achslastverteilung an zu passen. Auf diese Art wurden eine Achslast von 17
Tonnen erreicht.
Die
Baureihe 690 erwies sich als gute
Maschinen was die Achsenverteilung und den
Antrieb mit 4 Zylindern betraf. Das
einzige Problem diesen Lokomotiven war der Dampfkessel, d.h. der Dampfgenerator.
Die Quelle lag vermutlich in der Rasterfeldoberfläche und betrug nur 3,5
sq.m.. Diese Beschränkung hatte
seinen Ursprung in der Tatsache, daß die Entwerfer es vorzogen, die Mitte der
Masse der Lokomotive ausschliesslich in der mittleren Antriebsachse zu legen.
Als Folge wurde der Dampfkessel auch in Richtung der Frontseite der
Lokomotive verlegt. Folglich wurde der Heizteil zwischen den hinteren
Antriebswellen positioniert, wodurh die Oberfläche
beträchtlich verringert werden musste.
Wegen dieses Problems, wurden diese Lokomotiven nie in aktualisiert
(Bremspumpe, Vorheizungsgerät, usw..) aber
die FS zog es vor, die Loks unverändert für einige Jahre zu nutzen, bis die
Entscheidung getroffen wurde um den Heizkessel zu verändern.
Dieses geschah 14 Jahre später, nach der Bestätigung der 746.
Während
der einleitenden Tests der 690, 1911, leisteten die zwei Testmaschinen 1480 PS
bei einer konstanten Geschwindigkeit von 65km auf einer Rampe von 10mm/m
Steigung. Wegen ihrer allgemeinen guten Eigenschaften, mit Ausnahme von dem
Dampfkessel, wurden 24 weitere Lokomotiven bestellt, alle geliefert im Jahr
1914. Die Lokomotiven dieser
zweiten Reihe hatten einige ästhetische Unterschiede bei den ersten 9 Loks, die
größte davon der Fakt dass die Fahrerposition auf der linken Lokomotiveseite
lag. Die Loks der Baureihe 690 wurden den Expresszügen auf der Strecke
Milano-Bologna zugewiesen, die einzige die eine Achslast von 17 Tonnen erlaubte.
Mittlerweile entwickelte die FS das Projekt 746, die Mikado Lokomotiven, die
für Gebirgslinien und mit einer Compound-Maschine und ein neuer Dampfkessel
entwickelt waren. Nach den
einleitenden Tests auf diesen Lokomotiven, bestellte die FS insgesamt 48
Maschinen. Während der Testperiode
wurden diese Lokomotiven für viele eigentümliche Eigenschaften geschätzt,
unter ihnen der neue Dampfgenerator. Das
Uffico Studi von Firence zog in Betracht den Dampfgenerator der Baureihe 746 auf
den 690 zu benutzen. Der Auftrag
wurde an Ernestro Breda gegeben,welcher die erste Loks 1928 lieferte. Die Hauptunterschiede waren der neue Arbeitsdruck von 14 Stäben
anstelle von 12 und eine Rasterfeldoberfläche (Heizoberfläche) von 4,75
Quadratmetern.
Der neue Boiler war größer als der alte, und das hintere Chassis der
Lokomotive wurde dementsprechend geändert, um seine Anwendung zu erlauben.
Als Folge wurde der hintere Antrieb auch geändert und entsprach hiermit
dem der Baureihe 746. Das Fahrerhaus der Lokomotiven wurden auch ähnlich dieser
Baureihe angepasst. Die neue Masse der geänderten Lokomotive lag bei 63 Tonnen,
was einer Achslast von 21,000 Kilogramm entsprach. Aber mittlerweile was der Oberbau der italienischen
Bahnlinien, obgleich nur auf der Strecke Milano-Bologna, geändert.
Die Tests mit den geänderte
Lokomotiven befriedigte die FS Techniker vollständig, woraufhin alle restlichen
33 Maschinen der Reihe 690 auf die Reihe 691 umgewandelt wurden.
Die Arbeit hierzu wurde an Ernesto Breda von Milano vergeben.
Während
der Umwandlung der Loks, entwarf die FS aufgrund der Erfahrung mit der 746 einen
neuen Dampfkessel, der für 11 Maschinen angenommen wurde.
Folglich erhielten nur die ersten dreizehn 690er einen Dampfkessel ähnlich
der Baureihe 746, die restlichen Loks wurden mit einem neuen geänderten ausgerüstet.
Die letzten 10 Maschinen empfingen schließlich noch einen anderen
Dampfkessel und hatten einen Arbeitsdruck von 16 Stäben (der dem der Baureihe
685 entsprach). Zusammenfassend
kann man aus dem Gesichtspunkt des einzigen Dampfgenerators, drei Untergruppen
unterscheiden. Die Tender für
diese Lokomotiven wurden richtig entworfen.
Mit dem Ziel die Reise zwischen Bologna und Milano ohne Zwischenstationen
zu leisten, wurden die neuen Tender mit einer Wasserkapazität von 29 Kubikmeter
ausgerüstet. Dies genügte um den gesamten Abstand zu fahren.
Die
Gesamtleistung der neuen 691 war 1650 PS und für die Loks mit dem Dampfkessel
der 746 wurden 1750 PS erreicht. 1939 wurde
eine der 691 geändert, um ihr ein aerodynamischeres Äusseres zu geben.
Die Lok war die 026, welche als 691.A026 eingereiht wurde, wobei A für
aerodynamischen Prototyp stand. Diese
Lok wurde in der ursprünglichen Version 1943 wieder aufgebaut.
![]()
Von
Dr. Gert von Rosen
Im Jahre 1835
wurde der Betrieb auf der privaten Nürnberg Fürther Eisenbahn aufgenommen,
1839/40 auf der gleichfalls privaten München Augsburger Bahn. Wie in
verschiedenen Farblithographien dargestellt ist, waren bei beiden Gesellschaften
die Wagen mit dem Gelb der damaligen Postwagen versehen. Für die Königl.
Bayerische Staatsbahn gilt das Grün als typisch. Das war aber nicht von Anfang
an so.
Mit der Vorbereitung der
technischen Details für die zukünftige Staatsbahn war die Kgl.
Eisenbahnbau-Commission in Nürnberg unter der Leitung von Oberbaurath Friedrich
August v. Pauli befasst, die dann von der Generalverwaltung der kgl. Eisenbahnen
abgelöst wurde, an die ab 1.6.1847 noch die Postverwaltung angegliedert wurde.
In dem besprochenen Zeitraum hatten die Oberleitung nacheinander das
Innenministerium; das Außenministerium (Ministerium des Kgl. Hauses und des Aeußern);
das Finanzministerium und das Ministerium des Handels u. der öffentl. Arbeiten.
Am 13.7.1843 richtete die
Eisenbahnbau Kommission an das Ministerium, angeschrieben mit Allerdurchlauchtigster,
einen Bericht, der Anträge zur Ausführung der zukünftigen Transportwagen,
z.B. ihre Abmessungen, Einrichtung und Ausstattung, der Schutz der Passagiere
und die Betriebssicherheit usw. enthielt. Die Kommission hielt eine Entscheidung
bei der Farbgebung noch nicht für vordringlich: so wagen wir es nicht bezüglich
der Farben des Anstrichs einen Antrag zu stellen, für den Zweck ist die Farbe
unwesentlich.
Dennoch lieferte sie gleichzeitig
gewichtige Argumente für die Diskussion um das geeignetste Farbschema: doch
neigt man sich in unserer Zeit vielfach zur grünen, als einer wohlfeilen und
dauerhaften Farbe. Auch dürfte dieselbe mit den auf den Wägen anzubringenden
Emblemen nicht außer Zusamenhang* stehen, worüber uns noch keine Allerhöchste
Bestimungen zugekomen sind. Wir bemerken nur, daß eine
Kenntlichmachung der Sitzenklasse durch einen mit der Farbe der Billeten übereinstimenden
Anstrich der Felder, in welchen die Aufschrift sehr zum schnellen Ordnen des
Publikums beitragen würde, wie denn auch die sächsisch-bayer. Bahn ihre
Wagenklassen durch Farben kentlich gemacht hat.
Hier werden also Argumente für die
beiden wichtigsten Standpunkte angeführt, zum einen eine Farbgebung, die günstig
ist, das heißt dauerhaft und billig, zum anderen eine, die auf eine
Erleichterung des praktischen Betriebes zielt.
Um
die Angelegenheit entscheidungsreif zu machen, erhielt die Wagenbauverwaltung am
11.2.1844 mit einer höchsten Ministerial-Entschließung folgenden Auftrag: Die
Wagenbauverwaltung hat sobald als möglich Brettchen von entsprechender, jedoch
gleicher Größe vorzulegen, welche grün, braun, hellgelb, cromgelb und
florentinerlackroth schön und dauerhaft lackiert, und außen herum mit
entsprechenden Farben eingefaßt sind.
Anscheinend
ist die Dokumentationslage für den jetzigen Zeitraum lückenhaft, denn der nächste
vorliegende Kommentar der Wagenbauverwaltung vom 1.7.1844 bezieht sich auf
Farbvorschläge von seiten des Ministeriums vom 3.2.1844, in der offensichtlich
auch die Farbe Blau angeführt wird:
Blau
hebt sich zwar in der Zeichnung sehr hervor; allein es komt diese Farbe
nicht nur sehr schwer, sondern sie hat auch nach den bei der Postanstalt
gemachten Erfahrungen weder Dauer noch Haltbarkeit. (siehe unten)
Roth.
die vorliegende Farbe ist von Kugellack; Wiener oder Florentiner Lack gibt ein
ungleich schöneres Roth, welches sich bei einem grünen Untergestelle sehr
hebt, allein auch dieses schönere Roth ist sehr theuer.
Gelb
ist in der Zeichnung viel zu hoch Schwefelgelb gehalten, ein blässerer Ton dürfte
diese Farbe empfehlender und weniger grell machen.
Violett
ist unseres Wissens noch nicht angewendet, wohl aber
Grün
und Braun welche beide Farben wir als die gewöhnlichen für die
haltbarsten und besonders letztere für die billigste halten.
Indem
wir übrigens von jeder der bezüglichen 8 Abdrücke 6 Exemplare für den Fall
anlegen, als E.K.M. (Eure Koenigliche Majestaet, vR) für
erforderlich erachten sollten, noch andere Farben oder Farbtöne versuchen zu
lassen, fügen wir die aller-ehrfurchtsvollste Bemerkung an, daß wir für den
nicht länger verschiebbaren ersten Anfang eine solche Farbe, wie die
anverwahrten beiden Muster für die I und II. Wagenklasse ersehen lassen, gewählt
haben, welche zu jeder Lackfarbe der Wägen paßt. Hier erscheint auch
die Farbe Braun mit dem Hinweis, dass dieses die billigste Farbe sei.
Möglicherweise
war dieses Argument auch ein Grund dafür, dass 15 Jahre später die sparsame
Bayer. Ostbahngesellschaft Wagenkästen und Lokomotiven mit braunem Anstrich
versehen ließ (VAM 1804).
Die endgültige
Entscheidung zur Farbgebung fiel mit dem Signat vom 20.7.1844, das als sog.
Randnotiz von Ludwig I, der gerade in Palermo weilte, auf die entsprechenden
Vorlage des Ministeriums geschrieben wurde. (VAM 4227) Sie konnte erst am
1.8.1844 an die ausführenden Organe weitergegeben werden:
Seine
Majestät der König haben für den Anstrich der Personen- und Gütertransportwagen
der k. Eisenbahnen nachfolgende Farben zu bestimmen geruht,
I.
Personenwagen
für jenen der 1ten Classe
roth
für jenen der 2ten Classe
violett
für jenen der 3ten Classe
gelb
II.
Für die Lokomotivwagen,
Tender, Gepäck- und Gütertransportwagen:
grün
In
Bezug auf das Roth der 1ten Wagenklasse befehlen seine Majestät
der König, es soll hierzu eine solche Farbe genommen werden, daß, wenn auch
alt geworden, sie sich in die Augen springend, von violett, welches die 2te
Klasse bekömt, unterscheidet. Die K. Eisenbahn-Commission in Nürnberg
hat hiernach schleunigst das geeignete zu verfügen. Das vorgelegte Heft von
Farbmustern folgt zurück. (VAM 30189)
Diese so
angeordnete Farbgebung haben die Wagen, die in der kgl. Wagenbau-Anstalt in Nürnberg
hergestellt wurden, mit Sicherheit bereits bei der feierlichen Eröffnung der
Staatsbahn am 25.8.1844 (Geburtstag des Königs) getragen. Der reguläre Betrieb
wurde erst am 1.10.1844 auf den beiden Strecken München Augsburg (als
Staatsbahn) und Nürnberg Bamberg aufgenommen.
Die damalige
Farbgebung ist auf zeitgenössischen Lithographien festgehalten worden; z. B ist
hat auf der bekannten Ansicht: Fürther Kreuzung der Staatsbahnzug (der
linke Zug) hinter der Lokomotive einen dunklen (grünen) Wagen, der eine
Tenderwache, also ein Dienstwagen ist, wofür seine Position und die nicht
geschweiften Seitenwände sprechen. Dann folgen andersfarbige
Personenwagen. Die Fernansicht mit Bahnhof Bamberg" von Lachmüller
(1844) zeigt ebenfalls die grüne Tenderwache hinter der Lokomotive und
einige unterschiedlich gefärbte Personenwagen.
Verschiedene
Vorgänge zeigen aber, dass die Farbgebung weiterhin Diskussionsthema blieb.
Nachdem vorher geklärt war, daß der Wagenbau nicht dem Bahnbau sondern
dem Betriebe angehöre, fand sich am 07.10.1844 die K. Eisenbahnbau-Comission,
jetzt als vorläufige Betriebsverwaltung Gestützt auf die bisherigen
Wahrnehmungen zu folgender Verfügung an das K. Bahnamt in München
ver-anlaßt: Der Anstrich der Wagen I und II Classe entspricht der allerhöchsten
Anordnung und Vorschrift nicht, indem, wie bereits mündlich bemerkt, das Roth
viel zu hell, beinahe Siegellackroth, das Violett mehr lichtgrau ist.
Damals gab es natürlich noch keine RAL-Farben, so dass gewisse Abweichungen
trotz der Vorgaben in Gestalt der oben erwähnten Farbtafeln vorkamen.
Am 7.10.1849
schreibt v. Pauli an die General Verwaltung in Anregung gebracht, daß die
violette Farbe der Wagen II Classe im Gebrauche meistens häßlich auch grau
wird, was eine häufige Erneuerung des Anstrichs zur Folge habe. Die Anstalt
stellt daher den Antrag, geeignete Schritte zu thun, damit allerhöchst
gestattet werde, diesen Anstrich in dunkelblau umzuwandeln. Dieser Antrag
kam nicht zur Genehmigung, sondern wurde von dem Gang der Dinge überholt. Das
zeigt die Aktennotiz von Exter auf diesen Antrag am 3.8.50 geschrieben: Nachdem
die Entscheidung über den Anstrich erfolgt ist, zu den Akten
Dennoch wurden
nicht genehmigte Farben verwendet. So musste das K. Bahn Amt in München am
28.2.1850 feststellen: Bey der nun herrschenden günstigen Witterung ist
es nothwendig den ... bereits angefangen gewesenen Personenwagen die Deckfarbe
zu geben. Da nun nach einem Berichte der K Wagenbau-Anstalt vom 26t
d. M. auch in unserer Zeit wieder dunkelblau lackierte Personenwagen II
Claße vorkommen, in dessen die bisherige Allerhöchste Vorschrift violett
war, so erlauben wir uns auf unser ergebenstes Schreiben vom 7t
Oktober v. J. No 12137 zurückzukommen, und um Veranlassung
einer recht baldigen Allerhöchsten Entscheidung über eine etwaige Aenderung
des Anstriches zu ersuchen.
Letztere
Bemerkung ist hoch interessant und weist auf die zukünftige Entwicklung. So
kann man im Protokoll der kollegialen Berathung, d.h. einer
Besprechung der Vertreter aller zuständigen Dienststellen, vom 8.3.1850
entnehmen, daß der Anstrich der I und II Klasse dunkelgrün, III Klasse die
bisherige gelbe Farbe haben solle. Acht Tage später in einer weiteren
derartigen Versammlung wurde ein Gegenvorschlag besprochen und zum Beschluss
erhoben: alle Wagen mit Schweinfurter Grün zu versehen, mit einer Aufschrift an
den Türfeldern in Bronce-Gold Ier Classe etc.
Das Staatsministerium für Handel u. öffentliche Arbeiten spricht am 7.5.1850
in einer Stellungsnahme von einem weiteren Antrag: den
Anstrich mit grüner Farbe auf alle Wägen auszudehnen, ist genehm,
dagegen wird bei der Aufschrift der Wägen das Wort Classe füglich
wegbleiben können, die Bezeichnung vielmehr nur durch hervortretende Ziffern I,
II & III im Bronce-Gold herzustellen seyn.
Diese Vorschläge
liegen auch der abschließenden Entschließung aller Abteilungen vom 16.5.1850
zu Grunde. Pauli berichtet Anfang Juli von Versuchen, ausgeführt mit grünen
Zinnober und einer Ziffer in gutem Golde, da das Schweinfurter Grün nicht gehörig
dekt und Bronce-Gold bald schwarz und unansehnlich wird. Für einen dunkleren
Farbton glauben wir uns nicht aussprechen zu können, da alle grünen Farben an
sich nachdunkeln.
Dem folgt die abschließende
Entscheidung vom 16.7.1850: mit Zinnober ausgeführte grüne Farbe ist ...
genau einzuhalten. Die sämmtlichen schwarzen Einfassungen sind mit weißen
Linien zu begrenzen. Die Wagenklassen sind einfach durch Goldziffern in der auf
dem Musterblatt angegebenen Größe mit Weglassung des Wortes Classe zu
bezeichnen. Unterschrieben haben v. Goeb und Exter.
Mit dieser Entschließung ist das Bild von den Farben der Wagen der Kgl. Bayer.
Staatsbahn entstanden, wie wir es kennen.
Es
gab sicher noch unterschiedliche Auffassungen zur farblichen Behandlung und in
Details gab es immer wieder Änderungen. In einer Anfrage der Wagenbau-Anstalt,
besonders wegen der 1. Klasse- bzw. Salonwagen. Am 28.5.1851 (VAM 30199) heißt
es: ob die Salon-Abtheilungen derselben gleichfalls mit rothen Linien
abgesetzt werden dürfen wie solches mit hoher Entschließung vom 24 März ...
vorzunehmen gnädigst genehmigt wurde, oder ob diese Auszeichnung wegzubleiben
habe und in gewöhnlicher Weise versehen werden soll. Die Antwort vom
28.05.51 enthielt den Auftrag: mit Goldeinfassung.
In dem Progamm für Personenwagen
von 1852, das verbindliche Vorschriften für die Herstellung der Wagen enthält,
steht: Die Facetten der Verkleidungsleisten an den Coupéeabteilungen der
II und der III Klaßen sind schwarz abgesetzt und an den Kanten mit weißen
Linien eingefaßt. Die Facetten der Verkleidungsleisten an den Halb-Coupées I
Classe sind vergoldet und haben gleichfalls Einfaßungen von weißen Linien. ...
Der Anstrich der Jalousien und Fensterrahmen ist nach der Eichenholzfarbe
hergestellt. Jede Coupéethüre III Cl. ist an der inneren Seite mit dem Zeichen
Cl. III in schwarzer Farbe aufzuzeichnen, die Ziffer III auf der Außenseite der
Thüren ist zu vergolden. Der innere Anstrich des Coupées II Klaße ist ebenso
wie bei den Wagen III Klaße ausgeführt, die Fensterrahmen sind nußbaumartig,
die der I Classe aber schwarz angestrichen. ... Der Anstrich der Untergestelle
besteht aus ... Aufträgen von gewöhnlichen grünen Zinnober von dunklerer
Farbe als die Wagenkasten. Die Facetten am Gestell sind schwarz abgefaßt und
eingefaßt. Sämmtliche Eisenbeschlagtheile erhalten ... schwarze Farbe.
Im Programm von 1860 stehen weitere Details: Der Anstrich für sämtliche Wagenkasten wird in grüner Farbe, der der Gestelle in dunkel grüner hergestellt. Die Rä