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Friday, 02. April 2004 |
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Länderbahn Forum 3/01
Inhaltsverzeichnis:
1.
Kurz belichtet
2.
Bayerischer SSm und SSmL im Maßstab 1:43,5 (wird
noch nachgeliefert)
3.
Lokomotiven der Gattung 480 FS
4.
Elektrisch zur Länderbahnzeit,
Teil 1
5.
Bayerische
Nürnberger und die Preußen, Teil 1
6.
Fragezeichen
7.
Reaktion
8.
Interessante
Länderbahnprodukte
es ist wieder einmal soweit, das neue Länderbahn
Forum liegt wieder vor Ihnen. Inzwischen hat der Herbst schon deutlich sein
Gesicht in der Natur sehen lassen und sind damit die schöne Hobbyzeit wieder
begonnen. In diesem
Heft finden Sie hoffentlich wieder viel Interessantes. Es sind seltsame Zeiten
um sich mit unserem Hobby oder etwas anderem - zu beschäftigen. Es ist
gerade 4 Wochen her, als am 11. September sich unsere Welt und Lebensweise
grundsätzlich verändert habe. Vor rund einer Stunde es ist jetzt
Sonntagabend, am 7. Oktober 2001 haben die Amerikaner mit Ihrem Anfall auf
Afganistan begonnen und ich weiss nicht was uns die kommende Tage noch bringen
werden. Ich bin beruflich viel unterwegs, wobei das Flugzeug zum Standard
Fortbewegungsmittel gehört. Inzwischen steige ich mit einem etwas mulmigen Gefühl
in diese fliegenden Kisten ein, den was in Amerika geschah kann auch hier
passieren. Ist dies eine Zeit um
sich mit unserem Hobby zu beschäftigen? Ich denke schon. Ein Hobby dient dazu
um vom Alltag Abstand zu gewinnen und um den Stress und die Sorgen in den
Hintergrund zu schieben. Business as usual ist es zwar nicht, aber dennoch
sollten wir uns mit unserem Hobby, vielleicht intensiver als sonst, beschäftigen
und uns einige unbeschwerte Stunden gönnen. Wenn Sie das
neue Heft durchblättern, dann werden Sie zum zweiten Mal den Beginn des
Artikels über die Elektrifizierung der Eisenbahn in der Länderbahnzeit. Beim
letzten Mal sind die wichtigsten Seiten des Artikels verschwunden und diesen
Fehler möchte ich hier wieder gut machen. Der Autor, Herr Heinecke hat sich
viel Mühe gegeben und es verdient daß seine Arbeit ganz gezeigt wird. Auch
Herr Spohr hat uns wieder einen interessanten Artikel zu kommen lassen über die
Preußen aus Nürnberg, ich bin auf die Reaktion von GFN schon gespannt. Und
Fabio Peluso hat sich für dieses Heft die Baureihe 480 ausgesucht, um darüber
zu berichten. Beginnen werden wir dieses Mal aber mit einem Baubericht von Spur
0 Wagen! Endlich Mal nicht H0 werden die Liebhaber der kleineren und großen
Spuren sagen, aber wieder die Bayern. Nur die Fortsetzung meines Traumberichts
über die Station Tutzing im Kleinen mußte heute ausfallen. Ich hatte einfach
zu Gutes Alternativmaterial und wollte auf meinem ersten Modul einfach
weiter bauen statt zu schreiben. Im nächsten Heft soll es weiter gehen,
vielleicht mit einer kleinen Überraschung in Richtung H0pur (c), wer weiss....
Für den, der über einen Internetanschluß verfügt, gilt: der Fortschritt
meiner Baubemühungen in Sachen Modul sind auf meiner Homepage zu finden. Hier
habe ich auch neues Baummaterial aus Amerika vorgestellt, man muß hin und
wieder was Neues aus probieren. Und über
Neues gesprochen: Das nächste Heft ist die letzte normale Ausführung des
LBF. Ab 2002 soll das Internet die erste Geige spielen. Dennoch gilt, wer nicht
will oder kann, dem steht die Papierversion weiterhin zur Verfügung. Bitte übermitteln
Sie mirIhre Wünsche mittels des Fragebogens auf der letzten Seite dieser
Ausgabe und geben Sie damit an, welche Form des LBF Sie ab Januar wünschen!!
Insebesondere die Benutzer der neuen Mitgliederseiten des LBF-online möchte ich
einladen zur Mitgestaltung Ihre Wünsche mit zu teilen, den Ihre Meinung zählt.
Schliesslich möchte ich diese Seiten Ihren Vorstellung entsprechend gestalten,
insofern mir dies möglich ist. Also teilen Sie Ihre Meinung mit mir!!! Ich wünsche
Ihnen viel Spass beim Lesen, bei der Beschäftigung mit userem Hobby und vor
Allem wünsche ich Ihnen friedliche Tage, Ihr Tobias Frydman |
|
Bild |
2.1a |
2.3a |
2.5a |
|
Baujahr |
1894 |
1898 |
------- |
|
Achsfolge |
B |
B |
Bo |
|
Hersteller |
S&H |
AEG |
AEG |
|
Vmax
[km/h] |
5,5 |
7,0 |
50,0 |
|
Motor |
1 Gs-Motor |
1 Hauptstrommotor |
2 Hauptstrommotoren |
|
P [kW]bei V [km/h] |
13,2 bei 5,5 |
12,0 bei 7,0 |
Ca. 150 PS |
|
Art der Steuerung |
El. Anlasser |
------- |
Umschalter |
|
LüP [mm] |
5700 |
5300 |
|
|
Gesamtgewicht [t] |
11,6 |
9,5 |
20,0 |
Wird fortgesetzt!
Bildquellen:
Bild 2.1a und b, 2.3a und b Die Lokomotive Nr.
3Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg
Bild 2.2
Modelleisenbahner 9/88
Bild 2.4a und b, 2.5 a und b El. Schienenfahrzeuge in Glasers Annalen 1879
- 1908
![]()
BAYER.
NÜRNBERGER UND DIE PREUßEN, Teil 1
Von
Rainer Spohr
KARIKATUREN ODER WAS?
Kann man eigentlich
Eisenbahnmodelle vergleichen mit ihren historischen Vorgängern und dem
Vergleich zustimmen?
Viele
kennen die Firma Gebrüder Fleischmann in Nürnberg (GFN). Sie haben -
und nun sind wir bei den LÄNDERBAHNFANS - in ihrem Programm seit 1983 die
limitierte Serie DIE ALTEN PREUßEN bzw. PREUßENS GLORIA. Einige
davon werden ob obiger Frage näher angeschaut. Halten sie dem Vergleich stand?
Oder sind diese Modelle lediglich von DB/DRG-Vorbildern auf Preußen umgetarnte?
Beispiel A Preußischer Schnellzug, Sonderserie 2001
Die ex-DRG Lok 13
1189 erscheint im Jahre 2001 umgemalt auf Preußenlo(o)k, wobei das Modell
abgewartet werden muß zwecks genauer beweisführender Kritik. Bisher hat
man bei vielen FLEISCHMANN- Preußenloks müde abwinken können, wenn DB
oder DRG-Dampfloks preußisch be-grünt waren! Wenn aber die Pr S6 hält,
was ihre Schwester, die DRG-Lok 13 1189 uns im Jahre 2000 gezeigt
hat, dann wird es wohl die erste echte preußische Modellok von GFN sein, die
fast 100%ig überzeugend auf den HO Gleisen steht...
Hinter der Lok S 6
<638 Altona> läuft ein bekannter Packwagen, nämlich der Pw4ü Pr04
aus der Sonderserie von 1988. Der erste Pw4 von GFN erschien schon 1983 als
Bestandteil des Personenzuges mit der (falschen P8) als Erfurt und ohne
(Faltenbalg) Übergänge. Jetzt im Jahre 2001 jedoch nicht als Halle ( wie
in der Sonderserie 1988), sondern auch als Altona ( wie die S6).
Hoffentlich im richtigen RAL 8012 (rotbraun) lackiert, denn auf den
Messefarbprospekten ist er genauso schokoladenbraun wie der ABC4üPrO9! (Zum
Schnellzug von 1988 samt Lok P 10 siehe
weiter unten).
Es folgt ein ABC4ü
Pr09, olivgrün-schokoladenbraun lackiert ( -wobei wieder einmal! - von GFN die
Oberlichtaufsätze NICHT in Wagenkastenfarben lackiert sind - warum nur beim Pw4ü
??) zum Teil falsch beschriftet. Denn nach der <DV für Anstrich, Bezeichnung
und Nummerung der Wagen> von 1905 und jener von 1911 ergeben sich andere
Farben bei den Beschriftungen der Wagen und ihrer Untergestelle. Ein Beispiel:
das Richtungsschild an besagtem ABC 4ü. Ab 1907 war der Zielort in ROT, ab 1911
in SCHWARZ anzuschreiben. GFN hat ihn in ROT. Das ist falsch. Der Wagen stammt
von 1909. Er hat nicht mehr die bis 1910 vorgeschriebenen Absatzlinien. Zitat
aus der DV von 1905: ...die einzelnen Felder, die Türen und Fenster sind mit
einem 2mm breiten gelben Streifen eingefaßt... die äußeren Wandflächen der
I. Klasse erhalten einen olivgrünen Anstrich... der von einem 30mm breiten
gelben Streifen ringsum eingefaßt ist... die einzelnen Felder, die Türen und
Fenster ( der III.Klasse) sind mit einem 22mm breiten hellroten Streifen
abzusetzen..
Diese Absatzlinien
entfallen ab 1911. Soweit wären die Anschriften am ABC4Ü in Ordnung, wenn da
nicht die falschen Farben der Zielorte der Zuglaufschilder wären
(siehe oben). Interessant Ist, daß GFN in seiner Sonderserie 1988 den
ABC4Ü (und den C4ü) korrekt nach der DV von 1905 lackiert
und beschriftet
hatte. Bei den Zuglaufschildern vom Personenzug
des Jahres 1983 jedoch (wieder) falsch: bei allen Zuglaufanschriften sind die
Orte in ROT- von Erfurt. ..nach Berlin. Was nicht der DV entspricht!
Wie wurden die neuen
Wagen beleuchtet? Die Oberlichtaufsätze haben weder beim ABC4Ü noch beim C4ü
Lampenhutzen, und es fehlen die Gastanks, 1988 waren diese alle noch vorhanden.
Sind diese - auf den Messeprospekten 2001 - nur weggelassen? Also schon
elektrisches Licht? Wo aber sind die Zubehörteile zur Stromerzeugung? Tja, und
ab 1910 wurden keine ABC4ü mehr gebaut...
Es folgt ein WR4Ü
Pr11, ebenfalls schon im GFN- Zug von 1988. Stimmt die braune Farbe überein mit
der von Teakholz? Der WR aus Teakholz soll einen 4Achser der Nummern 0792-0803
darstellen, LüP von 20500mm, Teakholz mit Klarlack, Messingbeschilderung. Die
Herstellerjahre: 1911-1912.
Das Schlußlicht des
GFN-Zuges ist ein C4ü Pr08 (LüP 19775, 8,5 Abteile, nach Musterzeichnung Ia
6a/ während nach MZ Ia 6 die LüP 19390 betrug, mit 8 Abteilen, Bj. 1908 ), äußerer
Anstrich (RAL 8011) nach der DV von 1911, falsche Farben der Zuglaufschilder.
Oberlichtaufsatz nicht in Wagenkastenfarbe. Keine Zugschlußsignale (wie beim
GFN C4 Ruhr-Schnellverkehr, Best.Nr, 5875 eingeführt FLEISCHMANN kann
es, oder?!)
Die GFN-Preußenwagen
stehen zu hoch über S0K, wirken dadurch hochbeinig und plump. Kuppeln mit
Fremdwagen verbietet sieh bei diesen unterschiedlichen Pufferhöhen...
Kommentar: Es bleibt
wohl ein Rätsel, warum GFN keinen der in über 1000 Exemplaren gebauten AB4Ü,
oder einen BC4Ü (über 320 Stück) für den Preußischen Schnellzug
gebaut hat. Schade auch im Hinblick auf einen vollständigen Modell-Schnellzug
unter Hinzuziehung der GFN Modelle von 1988: Da hätte GFN die echte Chance
gehabt, einen 6-achsigen SCHLAFWAGEN anzubieten, statt einer Neuauflage
des -seltenen- 4-achsigen RW 5881
ZUGBILDUNG:
Schaut man sich die
Zugbildungen der Preußischen Schnellzüge an, erkennt man, daß der von GFN
eigentlich (MAL WIEDER! ) ein Unding ist, so wie er im Zugset angeboten wird.
Statt der ABC und C-Wagen dürfte er nur AB und B-Wagen führen im Zusammenhang
mit dem WR. So kann sich der vorbildlichen Zugreihung selbst mit den extra zu
erstehenden Wagen von GFN auch im Jahre 2001 kein Pr-Schnellzug nur mit WR und I
.und 2.Klassewagen zusammenstellen lassen. Sehen wir mal nach in den DVs:
Ein Schnellzug
in Preußen vor der Jahrhundertwende bestand aus 12 bis 32 Achsen (Ausnahmen
bestätigen die Regel).
Ein Beispiel:
1-Lok + P3 Nr. 3109,
3achsig +AB3 Nr. 517 von 1885 +AB3 Nr.556 von 1889 +AB3 Nr.561 Bj. 1891 = 12
Achsen. (In Preußen fuhr man lange Strecken gerne in Abteilwagen, wegen der
RUHE in den Abteilen, also kein Durchgangsverkehr wie in den
Durchgangswagen!). Das änderte sieh erst ab 1907 (siehe DVs).
2-Lok+PwPost4ü+4xAB4
=20 Achsen;
3-Lok+Pw4ü+2xAB4ü+C4ü+Post
(Entweder Post3ü, oder Post4ü, je nach Höchstgeschwindigkeit)=19/20Achsen;
4-Lok+Pw4ü-C4ü+3xAB4ü+C4ü+Post4ü
=28 Achsen.
Komisch, da
taucht ein ABC4Ü noch immer nicht auf - was machen wir jetzt mit dem GFN ABC4Ü?
Nun, der soll
wohl einen Kurswagen abgeben! Kurswagen spielten im Kaiserreich Deutschlands nur
im Königsreich Preußen eine solch starke Vertreterrolle. Es scheint als ob die
K.P.E,V. einen Narren an diesem Wagentyp gefressen hätte. Das zahlungskräftige
Publikum war es zufrieden und frequentierte diesen Wagentyp - bis er der
neuen DRG nach 1920 zu teuer wurde und abgeschafft wurde, wenn auch nur
auf kurze Zeit...Vergessen darf man nicht die Stückzahl der gebauten ABCs: es
waren 361 Stück. (laut E.Konrad, 5.41).
Ob es
unterwegs Kopfbahnhöfe gab, oder Kreuzungsbahnhöfe, wo er umrangiert wurde,
der Kurswagen hatte Konjunktur bei Preußens... Man sieht, daß der Preußische
Schnellzug von 20001 historisch gesehen nicht korrekt ist. GFN hätte mal
lieber den C4ü weglassen sollen. Statt dessen einen AB 4ü dazu, besser deren
zwei... Noch ein Nachsatz zur Zugbildung mit dem GFN-Eilgutwagen. Laut
Prospektangabe von FLEISCHMANN aufS. 23, Neuheiten 2000, steht:
Diese
Wagentype wurde bei allen Zügen direkt hinter der Lok eingestellt, da nach der
damaligen Fahrdienstvorschrift zwischen Lok und besetzten Reisezugwagen ein
Schutzwagen laufen muss. Diese Aussage muß man relativieren. Leider gibt GFN
nicht an, welche DV! Nimmt man die von 1911, so findet man ...es reicht, wenn
die vordere Abteillung des betreffenden Wagens von Reisenden freigehalten
wird. (S.315). Zudem dient der Pw 4ü als Schutzwagen. Zum Nwl soll noch der
Hinweis gelten, daß sie im Winter nicht hinter der Lok eingestellt werden
durften, um die Heizleistung der Lok für die Personenwagen nicht zu schmälern.
Und an der Stelle nicht, wenn sie keine durchgehende Bremsleitung besitzen.
Schnellzug um
1900, EJ ARCHIV, Bd.4, Preußen Report, S.59,Bild 13:
Sehen wir noch einige
weitere Sonderserien Preußen von GFN an und klopfen sie auf ihren
historischen Wahrheitsgehalt ab? Bitteschön.
Beispiel B - Serie von 1983 in HO, Die alten Preußen
Die P 8 ist ein
umlackiertes DRG/DB Modell, das es erst gab, als es keine KPEV mehr gab. Da
helfen auch die Gaslampen, die zierlichen Puffer, und die (falsche) grüne Farbe
nicht! Die Pumpen sind falsch, der Vorwärmer gehört nicht dran, das Führerhaus
war ein Windschneidenführerhaus. Das Baujahr: ab 1910. Diese GFN-P8 gab es erst
ab 1922 (Speisedom, Sanddorn, Dampfdom). Bis 1914 hatten die P8 Hängeeisensteuer-ung.
Bei den Wagen fällt
auf, daß sie zu hoch auf den Drehgestellen stehen. Andere Herstel-lerwagen,
selbst die Dreiachser aus dem Hause GFN passen nicht dran, man sieht es an den
Pufferhöhen! Die Oberlichtaufsätze müssen in der Wagenfarbe gestrichen sein,
die Dächer waren nicht silbern, es fehlen die Griffstangen für die Lampenanzünder.
An den Zuglaufschildem müssen die Orte schwarz angeschrieben sein, der Zielort
jedoch in rot! GFN hat alle ZS in rot beschriftet - das galt ab 1907 bis 1911.
Ab 1910 trat die neue Verordnung der Wegnahme der Ersten Klasse in allen
Personenzügen in Betrieb. Nur die international verkehrenden Züge behielten
die Erste Klasse bei.
Im Jahre 1907 wurden
die Personenzüge bestehend aus 4-achs. Abteilwagen als Eilzüge
deklariert und besonders in dichtbesiedelten Gebieten zwischen den Personenzügen
und den zuschlagspflichtigen Schnellzügen gesetzt. Es waren zuschlagfreie
Schnellzüge. Diese führten jedoch weder Schlaf- noch Speisewagen, auch keine
Kurswagen, und bestanden aus Wagen der I., II., und III. Classe. Nimmt man nun
eine P 8 der Serie von 1911 (ein Modell z.B. von der Firma REITZ ) dann
kommen zuerst ein Pw4, dann folgen 3-4
C4, ein AB4, zwei BC4, 3-4 C4, ein Post4. Bei den <schokoladenbraun>
lackierten C4 entfallen die hellrot abgesetzten Zier-linien, und bei den AB 4
und den BC4 ebenfalls die hellroten bzw. gelben ( die bei den GFN Modellen
ebenfalls entfallen sind. Alle Personenwagen sind jetzt mit Email-klassen-
und Abteilschildern mit schwarzem Untergrund und mit weißen lateinischen
Ziffern versehen, Auf die Zugrichtungsschilderbeschriftungen wurde schon weiter
oben mehrmals hingewiesen. Schließlich werden mit der Anstrichsreform von 1914
alle Pack-, Personen-, Eilzug- und Schnellzugwagen aller Klassen einheitlich
olivgrün gestrichen.
ZUGBILDUNG
Wie oben bemerkt,
fehlen mehrere C4 Wagen, um wenigstens einen historisch korrekten kurzen
Schnellzug bzw. Eilzug im Modell auf die Schienen zu stellen. Angenommen, die
oben besprochenen Fehler sind behoben, dann wäre diese Reihung korrekt
Lok P8, Pw4 pr04, C4
Pr04, C4 Pr04, BC4 Pr05, AB4 Pr04, BC4 Pr04, C4 Pr04, C4 Pr04, Post4. Dies ist zwar nur ein <Minizug>, da die pr Eilzüge
länger waren, aber wir Modellbahner haben ja immer mit Platzmangel zu kämpfen.
Viel problematischer ist aber der Zukauf der fehlenden Wagen: die gab es nur in
der limitierten Serie!! Um also vier C4pr04 zu bekommen mußte man früh
und pünktlich beim Händler bestellen. So bleiben die GFN-Preußen-Zugpackungen
viel zu oft reine Karikaturen beim Versuch, vorbildliche Zugbildungen im Modell
zu erstellen.
D 172 bei Goslar
1908, 1.-3.Kl., Foto: Adolf Wolf:
©2001R.Spohr.
Fortsetzung folgt im LBF 4/01
![]()
Ich bin auf der Suche nach Zeichnungen
von Fahrwerken für bay. Lokalbahnwagen. Da ich zuerst den langen 12
fenstrigen Wagen von Roco auf H0 pur umbauen möchte,suche ich davon
Zeichnun-gen zuerst.Besonders die Maße Abstand
derLangträger zueinander,Lage der Querträger,Form der Träger und Materialstärke,Position
der Westinghousebremse.Der Rocowagen ist in diesem Bereich eine
Katasrophe.Vieleicht können Sie mir helfen.
Ich
habe eine Frage.Ich habe von einem Bekannten den Umbausatz 9252 für Ci bay 10
von Weinert erworben.Jetzt weiß ich nicht für welches Wagenmodell der
Umbausatz ist.Auf eine Anfrage an Wei-nert erhielt ich die Antwort,soweit man
sich errinnern könne,wäre der Umbausatz für einen Fleisch-mannwagen.Tolle
Hilfe! Wissen Sie als Bayernfan für welches Fahrzeug das Ätzblech bestimmt
ist?
Meine Anschrift:Stefan Seim,In der Eck
1,D-35756 Mittenaar.Tel 049/02778/699609.e-mail Stefanseim@aol.com
Herr Oliver Leisner, Wikingerweg
11, 21423 Winsen/Luhe, Tel. 04171-62588, oder eMail Oleisner@aol.com
sucht Fotos und Zeichnugen von der BV Miesbach und BV Schliersee.
Herr Hartmut Damsky (damsky@zur-schoenen-aussicht.de)
hat folgende Frage:
Grundsätzlich gilt im Waggonbau eine Abfederung durch
Blattfedern (-pakete) als härtere Abfederung als beim Einsatz von
Schraubenfedern. Andererseits ist die Blattfederung jedoch deutlich stärker
belastbar als die Schraubenfederung. Beim Einsatz von zu ganzen Paketen gebündelten
Blattfedern ist noch die Unterscheidung wichtig, ob das Federpaket zwischen
Achse und Wagenkörper konkav oder konvex eingebaut wird und auf Zug oder auf
Druck arbeitet (wann spricht man von "Zug" und wann von
"Druck"? Die physikalische Definition bei der Beanspruchung von
Metallen ist mir klar - was, jedoch, bedeutet es hier, im Waggonbau: über
oder unter der Waggonachse? Oder...??). Bisher hatte ich noch keinen
getroffen, der mir sagen konnte, wann man welche Bauart wählte.
Hierbei beschränke ich mich ausschließlich auf Bauarten,
wie sie ab ca. 1835 bis ca. 1945 üblich waren (Epochen I und II). Heutige
Konstruktionen, z.B. in Verbindung mit Teleskop-Stoßdämpfern, usw.,
interessieren mich weniger.
Wer besitzt Streckenaufnahmen bzw. Aufnahmen von der
K.Bay.Sts.B. von vor und nach der Jahrhundertwende (1900!) aus denen Aufschlüsse
auf den Bau von vorbildgerechten Gleisen geschlossen werden können. Auf den
bekannten Stationsaufnahmen sind in der Regel die Gleise eingesandet, wodurch
die Kleinteile bzw. die Schwellen kaum oder nicht mehr sichtbar sind. Wie sah
es aber auf der Strecke (Haupt- und Nebenbahn) aus?
Natürlich sind auch Streckenaufnahmen der anderen Länderbahnen
willkommen, den auch hier gibt es Bedarf. Natürlich werden auch noch immer
Zeichnungen von Gleisen, Weichen und Kleineisen und anderen Oberbaumaterialien
der diversen Länderbahnen gesucht. Ihre Hilfe
Falls vorhanden bitte ich um Abzüge bzw. gute Kopien! Senden Sie diese
bitte direkt an die Redaktion des LBF. VIELEN
DANK FÜR IHRE HILFE!
![]()
Von Herrn Bernd Beck erhielt ich folgende Zuschrift auf
die Frage von Herrn Scheidt im letzten LBF 2/01:
Herr Th Scheidt fragte nach den ehemaligen Raimo- Wagen.
Dazu möchte ich folgendes sagen:
Die württembergischen Güterwagen der ehemaligen Firma
Raimo entstanden auf den Fahrgestellen bayerischer Wagen. Die Proportionen
stimmen zwar einigermassen, die Details, wie z.B. Gestaltung der Achslager,
ist dagegen völlig abweichend. Den gedeckten Wagen hat es in dieser Form,
waag-rechte Bretter mit aussenliegenden Kastenstützen mit 3,6 m Achsstand
nicht gegeben, das Raimo
Modell ist also völlig falsch dem Wagen mit 4,0 m Achsstand (Märklin Modell)
nachempfunden! Bedeckte Wagen mit 3,6 m Achsstand har es nur mit senkrechten
Brettern gegeben, wie die Brawa Modelle.
Grundsätzlich haben sich die Raimo Konstrukteure an das württembergische
Wagenverzeichnis von 1889 gehalten. Dabei wurden einige Zeichnungen falsch
interpretiert. So haben die Württemberger bei sehr vielen Skizzen die Bretter
weggelassen, dies wurde von Raimo dahingehend interpretiert, daß diese Wagen
im Modell Wände aus Platten erhielten, obwohl das zur damaligen Zeit
technisch nicht möglich war und auch alle vorhandenen Fotos dann
entsprechende Wagen mit Brettern zeigen. Dies betrifft den Gepäckwagen, die
Salzwagen usw.
Insgesamt sind die Raimo Wagen für ihre Entstehungszeit
recht nett gewesen, inzwischen aber doch von Technik und historischem Wissen
überholt. Das ist nicht weiter schlimm, gibt es doch jetzt die Brawa-
Modelle!
![]()
Interessante
Länderbahnprodukte
Herr
Wilfried Kaiser aus Ahrendsfelde bietet schon seit einiger Zeit unter dem
Label Preussen-modelle Berlin nützliche und hilfreiche Produkte für Länderbahnfreunde
an. Im Bereich der Lok- und Wagenbeschriftungen werden jetzt
selbsthergestellte Schiebebildsätze angeboten, die ganz nach den Wünschen
des Auftragsgebers erstellt werden können. Natürlich gibt es nach wie vor
die bekannten geätzten Beschriftungen für Lokomotiven etc.
Ebenfalls
zu sehen war ein erstes Handmuster von Lokradsätzen, die aus mehreren
Schichten geätztem Messingblech bestehen. Ich habe dieses Handmuster neben
einen Satz H0pur© Lokradsätze von Teichmann gestellt und kann nur sagen: der
reine Wahnsinn!
Mehr
Info gibt es direkt bei:
Herrn
Wilfried Kaiser, Ahrendsfelder Dreieck 63, D-16356 Ahrendsfelde
![]()