Länderbahn Forum

 

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Friday, 02. April 2004

Länderbahn Forum

Messe Special 2000

 

Soweit verfügbar wurde ein link zum website des jeweiligen Hersteller aufgebaut. Durch das Anklicken des Herstellernamens sollten Sie zur Neuheitenübersicht durchgeklickt werden! Dort finden Sie auch Bilder der neuen Modelle!

As far as possible a link to the webpage of the respective manufacturer was built. By double-clicking on the name of the manufacturer you should be directly linked with the news overview of the manufacturer! There zou also will find pictures of the models


Sehr geehrter Länderbahnfreund,

schon wieder ist ein Jahr vergangen und die Messe 2000 in Nürnberg hat uns Länderbahnfreunde dieses Mal richtig verwöhnt mit entsprechenden Neuheiten. Ob Ihr Wunschmodell allerdings in diesem Jahr dabei ist, können nur Sie selbst beurteilen.

Erfreulich ist in jedem Fall, daß der Marktführer Märklin zusammen mit seiner Zweitmarke Trix eine wahre Flut an Länderbahnmaterial neu anbietet. Obwohl es sich hierbei oft nur um Beschriftungsvarianten oder limitierte Einmalserien handelt, dürfen wir uns hierüber sehr freuen, denn hiermit scheint auch das von vielen befürchtete Ende des Angebots von LB-Modelle aus dem Hauses Trix nicht statt zu finden!

Aber auch im Kleinserienbereich hat sich wieder einiges getan. Wenn alles so hinhaut wie die Hersteller das plannen, werden den Bayernfreund in wenigen Wochen (man spricht von der Intermodellbau in Dortmund) mehrere Varianten der B IX in Sput H0 erreichen. Und er hat die Qual der Wahl, da sowohl Micro-Metakit als auch Bavaria um die Gunst der Messingfreunde buhlen. Aber auch die Freunde der anderen Länderbahnen brauchen angesichts des neuen Angebots nicht zu klagen.

Besondere Erwähnung verdient das Haus Brawa. Hier findet ein stetiger Ausbau des Angebots von Rollmaterial in ausgezeichneter Qualität statt, wobei in diesem Jahr das erwartete LB-Modell der württemberger Tenderlok T3 (nur im Set mit den entsprechenden Wagen in bunter Länderbahnlackierung) erhältlich sein werden. Später im Jahr folgen einige “Amerikaner”, allerdings zunächst in DRG-Ausführung. Des weiteren ist ein Modell der Fc angekündigt (in diesem Jahr DRG und im nächsten Länderbahn?). Ein Modell auf das viele sich schon sehr freuen werden.

Zum ersten Mal seit einigen Jahren wird in diesem Messespecial des Länderbahn Forum kein neuer Workshop angekündigt. Dies hat aber nicht so sehr mit unserem Frust aus dem letzten Jahr zu tun, sondern es hat sich in diesem Jahr eben bisher terminlich nicht ergeben. Mal sehen was der Frühherbst zu bieten hat? Vielleicht könnte ja auch ein erstes Treffen der LB-Modulisten geplant werden? Die ersten Reaktion aus Zuschriften und dem Internet habe ich in diesem Heft zusammen gefasst, damit alle anderen Leser hiervon Kenntnis nehmen können. Es tut sich in dieser Richtung sicher einiges und wir sollten uns bald auf einen Standard einigen. Um weiter Reaktionen wird freundlichst gebeten!

Auch die Idee der Produktion einer Länderbahnweiche hat zu ersten - positiven - Reaktionen geführt. Noch fehlt aber mehr Zuspruch: Wie stehts mit Ihnen eigentlich?

So, und nun wünsche ich Ihnen viel Vergnügen beim Ergründen der Länderbahnneuheiten des Jahres 2000. Vorher aber noch ein herzlicher Dank an Wolfgang Hug, der wie in den vergangenen Jahren sich angeboten hat um für uns auf der Messe Auschau zu halten nach relevanten Neuheiten und dies in Wort und Bild festgehalten hat.



Mit freundlichen Grüßen aus Utrecht

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Messebericht 2000 für Länderbahnfreunde!
von Wolfgang Hug, Karlsruhe

Wie jedes Jahr möchte das Länderbahnforum die Leser über die auf der diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg vorgestellten Neuheiten informieren. Einige vertraute Hersteller wie Bilger, Born, Günther oder Hübner waren dieses Jahr nicht in Nürnberg vertreten, diese Lücken wurden durch zahlreiche neuen Gesichter aufgefüllt. Auffällig war die Zunahme der Firmen mit Produkten aus den Bereichen Automodelle und Anlagenausstattung. Trotz Millenium wurden keine spektakulären Neuheiten präsentiert, über Platinkrokodile kann der echte Modellbahner nur müde lächeln. Langjährige Wunschmodelle bleiben weiterhin auf der Liste. Unter den gezeigten bzw. angekündigten Fahrzeugneuheiten der Epoche I liefern sich die ‚Württemberger' und die ‚Bayern' ein Kopf an Kopf-Rennen, mit Abstand folgen dann die ‚Preussen' und die ‚Sachsen'. Auffällig ist das Bestreben der Hersteller, durch die Ankündigung einer zeitlich limitierten Fertigung eine gewisse Panik beim Kunden zu erzeugen um so ihre Produkte bereits innerhalb des Fertigungsjahres komplett abzusetzen.

Nachfolgend der Versuch einer vollständigen und wertfreien Zusammenstellung der diesjährigen Neuheiten, geordnet nach Spurweiten. Einige kritische Bemerkungen möge man mir verzeihen.

Spur Z
Gaswagenset (letztes Jahr in H0 ausgeliefert) jetzt auch in Spur Z erhältlich. RAILEX bringt eine Neuauflage des Glaskastens sowie ein 2-teiliges Gaskesselwagenset. Gaskesselwagen scheinen ‚taff' zu sein.

Spur N

BRAWA scheint erfreulicher Weise weiter auf Fahrzeuge württ. Ursprungs zu setzen. So werden die im vergangenen Jahr in H0 gefertigten 2-achsigen Personenwagen in einem 3-teiligen Set jetzt auch in der Spurweite N angeboten, vorerst allerdings nur in Ausführung der Epoche II.

MINITRIX zeigte ein bay. Güterwagenset, bestehend aus je einem Bierwagen ‚Unionsbräu Schülein', einem gedeckten Güterwagen Nml, einen Kesselwagen, einem Niederbordwagen H 2 beladen mit einer Feuerspritze sowie einem gedeckten Güterwagen Gm. Ein weiterer Bierwagen ‚Humbser' wird als Profi-Club Sondermodell erscheinen. Für norddeutsche Länderbahnfreunde besonders interessant ist ein Kohlewagenset mit sechs ungebremsten und vier gebremsten Wagen der Gattung O11 in brauner Farbgebung nach Vorbildern der preussischen, sächsischen, oldenburgischen und mecklenburgischen Bahnverwaltungen.

Im der Fine Art Reihe präsentierte MINITRIX eine ansprechende bad. IVh in Ausführung Epoche II. Nachdem aber LEMACO dieses Modell bereits vor einem Jahr angekündigt hatte, sei Kopfschütteln erlaubt. RAILEX präsentierte die bereits früher angekündigten 4-achsigen württembergischen Personenwagen von 1846, passend zur Zuglokomotive ‚Esslingen' von MINITRIX. In einer geänderten und verbesserten Neuauflage erscheint das 4-teilige Personenwagenset ‚Wittekind' nach sächs. Vorbildern um 1840.

Spur TT

Wenig Neues nach Vorbildern aus der Länderbahnzeit in der Spur der Mitte. JATT kündigte ein 3-teiliges Personenwagenset nach pr. Vorbildern in Messing-Komplettausführung an. Es handelt sich dabei um einen Postwagen Pw Post i 84, einen Personenwagen der 4. Klasse Di 82 und einen der 3. Klasse Ci 83.

Spur H0

Eindeutig die meisten Neuheiten wurden in der Spurweite H0 vorgestellt bzw. angekündigt. Die bereits im Jahre 1989 von BAVARIA erstmals angekündigte bay. B IX soll nun endlich gefertigt und sogar schon Ende März zur Auslieferung kommen. Das in Nürnberg gezeigte und komplett überarbeitete Vorserienmodell (zum Vergleich war auch das bislang strapazierte Handmuster ausgestellt) war vielversprechend.

Auch die bereits früher vorgestellten 3-achsigen Nebenbahn-Personenwagen mit 7 bzw. 14 Fenstern wurden überarbeitet und sollen sich bereits in der Produktion befinden. ebenfalls lang erwartet wurden diese dreiachsigen Nahverkehrspersonenwagen der K.Bay.Sts.B.

Erstmals als Handmuster gezeigt wurde ein gebremster Erzwagen nach einem Vorbild der österreichischen Erzbergbahn. Auf dieses Fahrzeug freuen sich sicher viele KKStB 269-Besitzer. Weiter angekündigt wurde ein 3-achsiger Milchwagen und ein 2-achsiger Hochbordwagen jeweils nach bay. Vorbildern sowie ein Heizkessel- und ein Kühlwagen nach preussischen Vorbildern.

BRAWA ergänzt kontinuierlich das Programm der Fahrzeuge nach württ. Vorbildern. Die T3 sowie die zweiachsigen Personenwagen werden wie erwartet jetzt auch in Epoche I-Ausführung angeboten. In einem württ. Themenpacket sind die T3, je ein Personenwagen der 3. und 4. Klasse, ein 4-achsiger ‚Amerikaner'-Packwagen, einige Figuren inklusive ‚Geisbock' mit abnehmbarem Kopf, ein Buch sowie eine CD mit unverzichtbarem schwäbischen Liedgut enthalten.

Den Packwagen soll es auch einzeln geben, die Personenwagen in leicht geänderter Ausführung nur über die Vedes-Geschäfte (der graue Wagen 4. Klasse wurde bereits im vergangenen Jahr ausgeliefert). Die T3 wird vorerst leider nur über obiges Set in den Handel kommen. Hauptneuheit für Länderbahner war sicherlich die württ. Fc, die vorerst in Ausführung der Epoche II als BR 538 gefertigt wird sowie drei ‚Amerikaner'-Personenwagen und zwar die vom Typ D4i wü 99 der DRG bzw. CCi 76 und BCCi der EGD Stuttgart. Der dazu passende Packwagen wurde bereits erwähnt. Die Zusammenstellung des Themensets vom nächsten Jahr lässt sich bereits jetzt unschwer erahnen.

BEMO realisiert mit der BFD HG 3/4 erstmals ein Dampflokmodell mit funktionierendem Zahnradantrieb System Abt. Weitere Neuheiten nach Vorbildern aus der Schweiz sind die Stangenelok Ge 4/6 im Ablieferungszustand von 1914, eine Dampfschneeschleuder von 1910, die Mallet-Lokomotive G 2x2/2 der Landquart-Davos-Bahn sowie ein 2-achsiger Plattform-Personenwagen. Nach sächsischem Vorbild werden die VI K und die III K gefertigt bzw. neu aufgelegt. Für die in Aussicht gestellte Fertigung der II K alt wird noch auf weitere Vorbestellungen gewartet.

Die Firma DRG-MODELL aus Berlin stellte einige Modelle nach preuss. Vorbildern vor, so die Schnellzuglokomotiven der Gattung S1, S3 und S7 sowie die Tenderlokomotive T 51. Auf der Basis des Glaskastens von TRIX soll ein Ur-Glaskasten angeboten werden.

Am Stand von FERRO TRAIN war zu erfahren, dass die Wiener Stadtbahnlokomotive KKStB Serie 30 in ca. 6 Wochen ausgeliefert werden soll. Die dazu passenden Wagen werden nach und nach folgen, ebenso wie die bereits früher angekündigte KKStB Serie 170. Weitere Neuheiten wurden nicht vorgestellt.

FLEISCHMANN kündigte die preussische Schnellzuglokomotive der Gattung S 6 in DRG-Ausführung als BR 1310-12 an, gezeigt wurde wie bei FLEISCHMANN allgemein üblich ein retuschiertes Vorbildfoto. Die allgemein erwartete LB-Ausführung der BR 70 (Pt 2/3) wurde dieses jahr nicht vorgestellt. Ob’s wohl was wird im nächsten Jahr ?

Der Sachsenstolz von GÜTZOLD wurde bereits auf der Messe in München im vergangenen Jahr in Epoche II-Ausführung angekündigt, gezeigt wurde bislang nur ein Vorbildfoto.

Als Ergänzung zu dem LAG-Triebwagen von H&P, dessen Auslieferung sich leider verschieben wird, wurden ein 3-achsiger Personenwagen BC sowie ein Packwagen vom Typ 77 in Messingausführung angekündigt.

Als Farb- und Beschriftungsvariante präsentierte LEMACO die bad. IId der ersten Serie jetzt in der schwarz/roten Ausführung. Diese Maschine wird demnächst im Handel erhältlich sein. In der zweiten Jahreshälfte sollen dann die pr. S 10.1 und die KKStB Serie 170 ausgeliefert werden.

LILIPUT plant eine Neuauflage der bad. IVh aus der blauen Periode, welche es ja nachweislich nicht gegeben hat.

Themenschwerpunkt bei MÄRKLIN/TRIX ist das Jubiläum ‚150 Jahre Geislinger Steige'. Gewichtige Neuheit ist die württ. K in grau/ schwarz/roter Farbgebung, passend zur C. Letztere wird es zukünftig auch in grün/roter Lackierung geben. Bei der Farbgebung scheint allgemein das Prinzip ‚Attraktivität vor Authentität' befolgt zu werden.
Zu der in dieser Farbgebung limitierten württ. K wird es von MÄRKLIN zwei württ. Güterwagensets mit einigen Fahrzeugen ‚ausländischer' Bahnverwaltungen wie Baden, Bayern und Preussen geben sowie ein weiteres von TRIX (siehe weiter unten). Bei den Fahrzeugen handelt es sich weitgehend um Farb- und Beschriftungsvarianten, Neukonstruktionen sind ein württ. Salzwagen und ein gedeckter Güterwagen vom Typ Gml. In einem bay. Güterwagenset sind drei Flachwagen der Gattung SSml mit Ladegüter verschiedener Lokomotivfabriken enthalten. Nach preussischem Vorbild soll ein gedeckter Güterwagen gefertigt werden, dessen Vorbild als Umsetzwagen von Regelspur auf russische Breitspur eingesetzt wurde.

MODEL LOCO betrachtet den derzeitigen Markt merklich zurückhaltend und zeigte nur eine Neuauflage der pr. T 9.1, die im Gegensatz zum Vorgängermodell jetzt absolut maß-stäblich sein soll und einen CNC-gefrästen Rahmen aufweisen soll. Für Schmalspurfreunde soll die 'Rügen-Mallet' gefertigt werden.

Ein bad. Packwagen der Gruppe 122 / Pw bad 11 wurde von PERLMODELL als Vorserienmodell gezeigt. Der Wagen soll in Kürze als Bausatz für die Epochen I bis III ausgeliefert werden.

PIKO kündigte eine sächs. XI HT an, vorerst allerdings in Epoche III - Ausführung als BR 9419-21. Gezeigt wurde bislang nur ein Vorbildfoto.

RIVAROSSI plant einige Varianten der S 3/6 mit neu konstruiertem Antrieb und mit Tender 2'2T31,7.

Eine Überraschung dürfte wohl für viele die bay. S 3/6 von ROCO sein, welche in blauer Ausstellungslackierung exklusiv gefertigt werden soll. Nach der Fertigungsqualität der BR 18 201 und der österreichischen 310.23 darf man auf diese Maschine gespannt sein. Der frühere Glaskasten PtL 2/2 sowie die dazu passenden Lokalbahnwagen sollen neu aufgelegt werden. Inwieweit diese sich von den früher gefertigten Modellen unterscheiden, ist nicht bekannt. Nach württ. Vorbild wird ein gedeckter Güterwagen angeboten.

Zahlreiche Leckerbissen gab es am Micro-Stand zu bestaunen. Von den bereits früher angekündigten Modellenserien der KKStB Serie 112 und der bay. B IX wurden sämtliche Varianten gezeigt. Diese Modelle werden Ende februar bzw. Ende März ausgeliefert. Bezüglich der bay. B IX ist somit ein ‚Kopf an Kopf'-Rennen zwischen BAVARIA und MICRO-METAKIT zu erwarten. Die diesjährigen Hauptneuheiten sind die pfälzische P 3II ‚Dr. v. Clemm' sowie die KKStB Serie 108, eine der elegantesten Atlantikmaschinen überhaupt. Mehr news von Micro-Metakit finden Sie hier:  Micro-Metakit

Die P 3II war ein prämiertes Unikum mit Booster-Drehgestell und Bob-Gewichten zum Massenausgleich, was sich im Betrieb nicht bewährte. Das Modell wird im Präsentationsanstrich anlässlich der Weltausstellung in Paris im Jahre 1900 sowie in der pfälzischen Farbgebung braun/schwarz/rot angeboten.

Weitere Wunschmodelle sind in der Neuheitenplanung der nächsten Jahre enthalten, so auszugsweise z.B. eine KKStB Serie 6/106/206/ 306 (Österreichische Kaiserzuglokomotive), eine bay. Pt 2/5 H, eine pfälz. P 4 oder eine bad. IVf. Hier ist allerdings noch viel Geduld notwendig.

Der ital. Königszug Vittorio Emanuele III° wurde bereits letztes Jahr von TOP TRAIN angekündigt. Der erste Wagen des Zuges, der von BAVARIA für TOP TRAIN gefertigt wird, besticht vor allem durch die detaillierte Inneneinrichtung. Die Auslieferung des aufwendigen 9-teiligen Zuges, dessen Vorbild üblicherweise von zwei Lokomotiven der Gattung Gr 680 gezogen wurde, wird sich über mehrere Jahre hinziehen.

Zahlreiche Wagen nach Länderbahnvorbildern wurden von TRIX präsentiert. So wurde ein württ. Gütterwagenset angekündigt, das je einen Bierwagen, einen Kesselwagen, einen offenen Wagen Gattung O11, einen offenen, gebremsten Güterwagen sowie einen gedeckten Güterwagen enthalten soll. Ein bay Pendant besteht aus je einem Bierwagen ‚Unionsbräu Schülein', einem Kolonialwagen, einem Niederbordwagen beladen mit Dreschmaschine, einem offenen Güterwagen O und einem gedeckten Güterwagen Gm. Nach preussischem Vorbild soll es einen gedeckten Güterwagen geben. Den ‚Humbser'Bierwagen wird als Profi-Club Sondermodell auch in der Spurweite H0 gefertigt werden. In der Fine Art Serie schließlich präsentierte TRIX die sächsische XVIII H, zu sehen war allerdings nur eine Modellanleihe von Model Loco.

WESTMODELL bleibt weiter den Modellen nach preussischen und sächsischen Vorbildern treu. Als Neuheiten wurden die pr. G 121 und die nahezu baugleiche sächsische XIII H gezeigt, die beide als Fertigmodelle erhältlich sein werden. Für E-Lokfreunde ist sicher die pr. EP 248 interessant, die bei ausreichender Nachfrage zusätzlich auch als Bausatz ausgeliefert wird. Weiter wurde der sächs. Triebwagen DET 1 gezeigt sowie die pr. S 7 in einer Neuauflage.

SM3 (1:80) !

Für Mitglieder des Insider-Clubs wird MÄRKLIN den Adler mit je einem Wagen der 1.-, 2.- und 3.-Klasse im Sondermassstab 1:80 anbieten. Die Fahrzeuge werden komplett aus Metall gefertigt.

Spur 0

Wenig länderbahnrelevante Neuheiten wurden in der Spurweite 0 gezeigt bzw. angekündig. LEMACO hat die bad IVh nach N nun auch in Spur 0 angekündigt. Da jedoch auch FULGUREX mit der BR 18³ liebäugelt, ist noch unklar, wer sich letztlich der eleganten Pazifikmaschine annehmen wird. Von der Fa. HOBBY TEKNIK sind die beiden Packwagen Pw bad 11 und Pw3i bay zur Fertigung vorgesehen. Gezeigt wurde bereits ein Handmuster eines Personenwagens vom Typ C4i ex AL. Die Fa. 0-SCALE zeigte als diesjährige Neuheit den offenen Güterwagen vom Typ Omk in gebremster und ungebremster Ausführung. Die Wagen werden als Bausatz und als Fertigmodell für insgesamt sieben verschiedene Bahnverwaltungen der Epoche I gefertigt.

Spur 1
In der Königsspur präsentierte DINGLER eine serienreife preussische T 18.

Von MÄRKLIN wurde die bay B VI Tristan auch für die Spur I angekündigt, die sicher bereits jetzt viele Liebhaber gefunden haben dürfte. Der Hofzug dürfte dann wohl bald folgen. In der Maxi-Serie bringt MÄRKLIN ein bay. Zug-set mit der D VI Donau-wörth und zwei Lokalbahnwagen. Das Maxi-Wagenprogramm wird um einen pr. Niederbordwagen der Gattung X erweitert.

Von FULGUREX wurde die pr. P 8 angekündigt, auf die vorgesehenen Versionen möchte ich mich nicht festlegen. SCHONLAU stellte die preuss. G 10 in der Reichsbahnausführung vor. Ob die Maschine später auch in Länderbahnausführung gefertigt wird, ist unklar.

Hier endet unser diesjähriger Messebericht. Ich hoffe, wir haben Sie mit dieser Kurzübersicht ausreichend infomiert über die Länderbahn-spezifischen Neuheiten aus Nürnberg. Natürlich werden Sie in der einschlägigen Fachpresse und in bei den Fachhändlern genügend bunte Bilder zu den Neuheiten finden. Im nächsten LBF kommt noch ein Überblick über interessantes Zubehör!!!

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Auslieferung zweiter Exclusiv-Bausatz im April 2000

Ein Hinweis an alle die seit Erscheinen des LBF 3/99 dieses neue Doppelbauset (Güterzugbegleitwagen und offener Güterwagen) bestellt haben: Nach Rücksprache mit der Firma Bavaria ist nunmehr als verbindlicher Liefertermin die zweite Monats-hälfte April 2000 vereinbart worden. Sie werden von mir eine schriftliche Benachrichtung erhalten über die Verfügbarkeit. An dieser Stelle vielen Dank für Ihre Geduld, aber ich meine es lohnt sich um auf dieses interessante Doppelset zu warten. Falls Sie noch bestellen wollen, dann bitte ich um umgehende Benachrichtigung, da ich ansonsten die Lieferung nicht garantieren kann (der Preis beträgt DM 199,- zzgl. Portokosten). Wie bekannt handelt es sich um ein Exklusivangebot des Länderbahn Forum!

 

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Zwischenstand der bisherigen Reaktionen zum Thema LBF-Module

Bisher sind schon einige Diskussionsbeiträge zum Thema Module bei mir eingegangen. Um diese mit Ihnen allen zu teilen und um Sie zu motivieren Ihre Meinung hierzu ebenfalls zu geben, finden Sie auf den folgendenSeiten die bisherigen Reaktionen wiedergegeben:

Herr Wolfgang Uhl schreibt:
Die Vorschläge, die bereits zum Thema "Module"; gemacht wurden, basieren auf bekannten Modulkonzepten, die Ihre Vorteile, zum Beispiel hoher Bekanntheitsgrad des Konzeptes und leichte Adaption an vorhandene Module haben. Bei diesen Konzepten wurde ein hoher Aufwand betrieben und jahrelang an einer Einigung, die allen Beteiligten gerecht wird, gearbeitet. Jedoch werden sie in meinen Augen immer zu einer Einschränkung führen: Man ist auf das jeweilige Endprofil festgelegt. Das erscheint mir als sehr schwierig, denn wenn ein Endprofil festgelegt wird, daß eindeutig in hügeliges Gelände gehört, so wird der Liebhaber der Ostpreußischen Bahnen zu Recht keine große Begeisterung für den Bau von Modulen nach dieser Norm aufbringen.

Ein "Allroundprofil"; festzulegen halte ich für unmöglich (Vielleicht hat aber doch jemand eine Lösung !?). Daher tendiere ich zu einer Norm, die ohne ein vorgegebenes Endprofil auskommt. Das ist beispielsweise bei den mittlerweile recht bekannten BUR-Modulen der Fall. Hier sind mechanisch nur wenige Faktoren festgelegt: Die Höhe der Schienenoberkannte, die mechanische Verbindung der Module und die Gleislage zwischen 10 und 20 cm von der Modulvorderkante entfernt. Die Verknüpfung der einzelnen Module und Modulgruppen wird über eine "Black Box"; hergestellt. Am Anfang ist dieser Gedanke nicht leicht zu akzeptieren, da eine Black Box die optische Geschlossenheit eines Arrangements massiv stört, jedoch stellen sich bei näherer Betrachtung doch einige Vorteile heraus:

- Jeder kann sich weiterhin seiner Vorliebe widmen; es ist kein Problem den Hamburger Industriehafen um die Jahrhundertwende zwei Meter vom bayerischen Oberland um 1855 und dem Altmühltal zur Gruppenverwaltungszeit darzustellen, und das mitsamt den epochespezifischen Details neben der Schiene.

- Es muß nicht bis ins letzte Detail festgelegt werden welche Jahreszeit gerade zu herrschen hat, welches Material von welchem Hersteller zu verwenden ist und wie die Gleise eingeschottert werden.

- Die Black Box muß nicht "black" sein. Es gibt dafür mit Sicherheit eine optisch gefällige Lösung

Als Ansatz ist das Konzept der BUR-Module mit Sicherheit eine Diskussion wert, auf die ich mich sehr freue.

Und führte des weiteren aus:
Die BUR-Module sind wohl doch nicht so bekannt wie ich dachte - aber auch nicht schwer zu beschreiben. Als erstes: ich habe selbst noch keine Erfahrungen damit gesammelt, halte aber das fur Konzept interessant. Näheres zu erfahren ist schwierig, weil soweit ich weiß wenig über die Details geschrieben wird. Im MIBA-Special Nr. 6 erschien ein vierseitiger Artikel, der die Grundsätze recht gut beschreibt ohne auf Details näher einzugehen (Bei Bedarf kann ich ihn gerne kopieren und verschicken oder faxen).Im Grundsatz geht ist es sehr einfach: Die Module bauen auf einem Grundraster von 65x65 cm auf, jedes Modul ist 65 cm tief und 65 cm oder ein Vielfaches davon lang. Das Gleis liegt zwischen 10 und 20 cm von der Modulvorderkante entfernt. Es gibt keine Standardprofile, nur die Verbindungen sind genormt. Zwischen den einzelnen Modulen oder Modulgruppen kommt eine Black Box zum Einsatz - das ist ein Modul, da? keine Landschaftsgestaltung hat. Das (verdeckte) Gleis wird fur jedes Modultreffen neu verlegt, um mit unterschiedlichen Gleislagen klar zu kommen. Diese Box kann man naturlich auch optisch ansprechend gestalten. Wesentlich erscheint mir dabei, wie bereits geschrieben, da? der einzelne seinen Vorlieben in jeder Hinsicht fronen kann, ohne von Modultreffen ausgeschlossen zu werden, weil es optisch nicht pa?t (ein Wintermodul macht sich schlecht, wenn rechts ein Fruhsommer und links ein Herbstmodul angedockt sind). Da wir das System fur uns sowieso anpassen mussen, ist eine genaue Beschreibung der Mechanik und Elektrik vielleicht entbehrlich, jedoch denke ich, da? uber die FDE Burscheid nahere Informationen zu erhalten sind.

Herr Hans Jürgen Begau reagierte darauf wie folgt:
Ich muss sagen, die Ausfuehrungen von Wolfgang so etwas wie die BUR Module vorzusehen, gefaellt mir immer besser. Gerade bei Laenderbahnthemen ist eine Normung auf ein Gelaende kaum moeglich. Auch die Idee mit den Black Boxen zur Thementrennung hat etwas! So eine Box koennte doch ein Fiddle Yard sein, wo man prima Zuggarnituren umsetzen und bereitstellen kann. Da ich nun gelesen habe, das diese Modulidee von den Eisenbahnfreunden Burscheid kommt, fiel mir ein, dass hierzu etwas in Miba 12/99 stand. Dort wurde das

Trägersystem fuer den Unterbau mittels Lochschienen beschrieben. Leider mal Miba-typisch so, dass ich es immer noch nicht genau nachvollziehen kann, aber als Fazit habe ich daraus gewonnen, dass auf den Querstreben die Module einfach aufgelegt werden. So etwas waere auch fuer unsere Module gut. Man kann bei Modultreffen ein Geruest aus diesen Profilen aufbauen und die Module werden darauf gelegt. Man brauchte dann nur eine einheitliche Breite und die Hoehe von der Modulunterkante zur Schienenoberkante alsverbindliches Mass festzulegen.

von Herrn Richard Scholz habe ich folgende Reaktion erhalten:
FREMOdul - ist wohl eine der häufigsten Modulnormen, die wahrscheinlichVorteile wie auch Nachteile haben wird. Bei H0-pur wird´s wahrscheinlich auch so sein; aber ich denke, dass wir uns nicht ´päpstlich´ genau daran halten müssen, wie beispielsweise ´die Türen am Empfangsgebäude rechts oder links anschlagen !? .Vielmehr , so meine ich, ist von entscheidender Bedeutung, dass wir uns auf eine gemeinsame -verbindliche- Unterkonstruktion der Module einigen. Aus diesem Grund ist - für meine Person - die Modulkasten-konstruktion von H0-pur ausgezeichntet. Nicht zuletzt deswegen, weil Herr Kosak über den Bahn-Sinn-Shop ein exakt gefrästes Stirnprofil anbietet und der Konstruktionsvorschlag für Modulfüße und -kasten sehr eindeutig ist. Zudem kann man, wenn ein Modulprofil angeschafft wurde, dieses weiteren Interessenten zur Verfügung stellen (Kostenminimierung ) mit der Gewissheit, dass alle Interessenten zumindest von der gleichen Basis ausgehen. Die Notwendigkeit sich nach den bekannten H0-pur-Feinarbeiten zu richten, sollten wir nicht anstreben, denn dies würde bedeuten, dass die gleichen Akteure aufgerufen sind, die ohnehin schon in H0-pur tätig sind. Dieses Niveau kann ich und wahr-scheinlich einige andere LBF-Freunde auch nicht erreichen. Sollten wir auch nicht anstreben, denn es soll für die Interessierten aus dem LBF-Kreis bestimmt sein und unsere ´Tolleranzfähigkeit´ soll alle überzeugen - oder sagen wir besser; viele!

Material - zum rollenden Material sollten keine Vorschriften gemacht werden. Für das Schienenmaterial schlage ich vor, dass wir uns auf das ´Pilz - Elite´- Gleis konzentrieren; sicher wird dadurch der Kreis der möglichen
Fahrzeuge auch ein wenig beschnitten (Spurkranzhöhe !), aber das Gleis ist von Beschaffenheit, Aussehen und Kosten eine großartige Alternative. Ansonsten keine Vorschriften!

Themenwahl Die Themen für die Streckenmodule sollten den Erbauern überlassen bleiben. Einzig der Übergangsbereich von einem Modul zum nächsten sollte verbindlich (Modulprofil) sein!. Für die Endpunkte wäre eine Station aus dem Bereich der Nebenbahnen sinnvoll. In der EJ-Serie ´Bayern-Report´ gibt es schöne Beispiele:

Bayern-Report 2 Seite 41     Stationen Weissenhorn - Altdorf
Bayern-Report 3 Seite 28/29     Station Schliersee
Bayern-Report 3 Seite 40/41     Station Murnau
Bayern-Report 3 Seite 62/63     Station Erding

und weitere.... diese Beispiele sollten nun nicht akribisch genau nach gebaut werden; aber als Anregung und Ideenspeicher durchaus brauchbar.

Arbeitsgruppen: vielleicht sollte man für die Endpunkte Arbeitsgruppen bilden, um die Ideenvielfalt zu fördern, aber auch die Arbeit auf verschiedene Schultern zu verteilen. Vielleicht wäre eine Anfrage im nächsten LBF hilfreich - Großraum Koblenz oder Karlsruhe oder Köln oder Regensburg ....etc. Ich werde schon mal im Raum Koblenz, die LBF-Bezieher, die ich kennengelernt habe, befragen, was sie davon halten.

Herr Werner Köhler meint:
Ich meine, wir sollten uns an die Vorschläge der Fremo anhängen, die m.M. ausreichend Möglichkeiten bieten.

Herr Wilfried Kaiser findet:
Auch an dem Bau von Modulen wäre ich interessiert. Bloß bräuchten wir dafür keine neuen Standards entwickeln. Wir müßten uns für einen der Bestehenden entscheiden.

Herr Hirsch schreibt dazu:
Auch der Bau von Länderbahn-Modulen ist eine interessante Möglichkeit uns Länderbahner einmal (oder vielleicht bei Regionaltreffen mehrmals) im Jahr zusammenzubringen. Ichwerde die Diskussion interessiert verfolgen und möchte mit dem „Fremo-Endprofil B88" einen Vorschlag einbringen.

Soweit die bisherigen Reaktionen zum Thema LBF-Modul. Ich denke doch, daß ein gemeinschaftlicher Nenner gefunden werden kann. Um diesen mit einer möglichst großen Gruppe von Modulbauern ab stimmen zu können, bitte ich um weitere Reaktion - Vielen Dank dafür. Sie können auch gerne mittels Internet mit uns chaten. Dies ist relativ einfach: Wählen Sie einfach http://www.onelist.com/group/LBF und schreiben Sie sich ein und mailen Sie Ihre Meinung - so einfach ist das!